Fuerteventura beschäftigt sich mit dem Streit um offene Rechnungen in Tuineje, der Forderung nach fairen Schiffsverbindungen und der Windsurf-WM in Sotavento.
Tuineje streitet um Millionenrechnungen
Die Opposition in Tuineje hat den Rückzug einer Resolution der Coalición Canaria verlangt. Partido Popular, Asambleas Municipales de Fuerteventura und Nueva Canarias warfen der Regierungsseite vor, städtische Angestellte für Zahlungsblockaden verantwortlich zu machen und ohne rechtliche Grundlage Druck aufzubauen. Die drei Gruppen kündigten eine dringliche Gegenresolution an, um mehr als 4,5 Millionen Euro an offenen Rechnungen zu begleichen. Sie forderten Sofortzahlungen, schnellere Verfahren, einen außerordentlichen Zahlungsplan und monatliche Berichte ans Plenum.
Coalición Canaria kündigt Drei-Monats-Plan mit Kassenüberschuss an
Asamblea Majorera, der lokale Partner der Coalición Canaria, hat eine Initiative zur Beschleunigung der Lieferantenzahlungen vorangetrieben. Der Vorschlag sollte im Gemeinderat beraten werden und griff auf einen Kassenüberschuss von mehr als 20 Millionen Euro für eine Kreditänderung zurück. Die Partei setzte eine Frist von drei Monaten und stellte Konsequenzen in Aussicht, falls Anträge ohne Begründung liegen blieben. Zugleich betonte sie, der Plan schütze das Rathauspersonal, das die Folgen der Situation bereits zu spüren bekommen habe.
Contigo Tuineje stützt Linie der Inselregierung im Rathausstreit
Contigo Tuineje hat die Haltung der Coalición Canaria zur Verwaltungskrise unterstützt. Die Gruppe forderte die PSOE auf, im nächsten Plenum für eine gemeinsame institutionelle Resolution zu stimmen, die der kommunalen Aufsicht missbräuchliches Handeln und Zahlungsblockaden vorwarf. Contigo Tuineje kritisierte die Opposition scharf und verlangte ein Ende politischer Demagogie. Die Partei warnte, unbezahlte Rechnungen brächten lokale Anbieter an ihre Grenzen, drohten Schließungen auszulösen und gefährdeten Arbeitsplätze in Tuineje.
Lola García fordert Gleichbehandlung bei Schiffsverbindungen zur Halbinsel
Lola García hat den Ausschluss Fuerteventuras aus der staatlichen Verpflichtung des öffentlichen Dienstes für Seeverbindungen kritisiert. Die Präsidentin der Inselverwaltung reagierte auf ein Schreiben des spanischen Ministeriums für Transport und nachhaltige Mobilität, das die Regelung auf die Hauptinseln begrenzte. García erklärte, eine unternehmerische Streichung habe einen essenziellen Dienst verändert, während der Staat untätig bleibe. Erste Analysen hätten mehr als 70 Prozent höhere Transportkosten ergeben, wenn Waren über Gran Canaria laufen müssten. Das Cabildo kündigte weitere Initiativen an.
Pájara erreicht wichtigen Meilenstein beim neuen Flächennutzungsplan
Pájara hat nach Angaben der Gemeinde einen Meilenstein beim Flächennutzungsplan erreicht. Die Kommission für Umweltbewertung der Kanarischen Inseln bewertete die Strategische Umweltprüfung positiv, womit die Umweltprüfung als abgeschlossen gilt und das Verfahren weiterlaufen kann. Der Stadtrat für Stadtplanung, Alexis Alonso, verfolgte die Sitzung und sprach von einer überwundenen komplexen Phase. Bürgermeister Alejandro Jorge nannte den Bericht eine der wichtigsten Entwicklungen des Jahres und verband damit die Hoffnung auf die endgültige Genehmigung.
Windsurf-WM in Sotavento: Starke Bedingungen und Titeljagd
Die Windsurfing und Wingfoil Weltmeisterschaft hat in Sotavento begonnen. Internationale Athleten starteten bei kräftigem Wind. Das Freestyle lief vom 17. bis 21. Juli, danach sollte Slalom X folgen – mehrere Weltmeistertitel standen auf dem Spiel. Die offizielle Eröffnung begann um zwölf Uhr mit Cabildo-Präsidentin Lola García und weiteren Vertretern. Die Organisation erwartete weiterhin passende Bedingungen, da der Wind an der Südostküste anspruchsvolle Manöver ermöglicht, aber wegen unruhigen Wassers kaum Fehler verzeiht.
Huvermann und Neubauer siegen knapp in den Finals von Sotavento
Maaike Huvermann hat Sarah-Quita Offringa im Frauenfinale um einen halben Punkt geschlagen. Offringa hatte seit 2006 alle Finals auf Fuerteventura gewonnen, doch Huvermann beendete die Serie – zuvor hatte sie auch Lisa Kloster im Halbfinale bezwungen. Lennart Neubauer setzte sich im Männerfinale knapp mit 0,11 Punkten gegen Yentel Caers durch. Die Wettbewerbe sollten am Sonntag fortgesetzt werden, während die Doppel-Eliminierungen den weiteren Verlauf bestimmten.
Neubauer verteidigt Männer-Titel, Frauenfinale auf Montag vertagt
Lennart Neubauer hat die doppelte Freestyle-Elimination der Männer gewonnen. Der für Griechenland startende Windsurfer verteidigte seinen ersten Platz aus der einfachen Elimination und setzte sich erneut knapp gegen Yentel Caers aus Belgien durch. Balz Müller aus der Schweiz holte Platz drei und sicherte sich damit seinen ersten Podiumsplatz auf der World Tour. Die Frauenkonkurrenz verschob die Organisation wegen schwieriger Bedingungen auf den 20. Juli.
Memoria Viva 2025 setzt Kulturerbe-Sanierung auf Fuerteventura fort
Die Inselverwaltung hat die Arbeiten des Beschäftigungsplans Memoria Viva 2025 an historischen Stätten fortgesetzt. Personalrätin Nuria Cabrera besuchte mit La Olivas Bürgermeister Isaí Blanco die Mühlen von Villaverde, begleitet vom Kulturerberat Rayco León. Das einjährige Projekt beschäftigt 17 Arbeiter und investiert 472.007,63 Euro in Arbeitskosten, kofinanziert mit Mitteln des FDCAN durch die Kanaren-Regierung. In Villaverde liefen Reinigungen, Malerarbeiten und Holzkonservierung, weitere Einsätze gab es in mehreren Gemeinden.
Antigua: 25 Jugendliche schließen Sportbetreuerkurs ab
Juan Cabrera hat den zweiten Sportbetreuerkurs im Juli in Antigua abgeschlossen. Der Bürgermeister überreichte im Albergue de Pozo Negro die Diplome, nachdem der Abschluss mit Spielen und Strandaktivitäten gefeiert worden war. Die Jugendbeauftragte Ana Sofía Alves erklärte, der Kurs sei mit 25 Teilnehmern voll belegt gewesen und habe am 6. Juli begonnen. Die Ausbildung umfasste 50 Stunden Theorie und Praxis und war kostenlos, weil die Gemeinde die Jugend auf den Arbeitsmarkt vorbereiten will.
Club San Crispín macht Bogenschießen mit Defibrillator sicherer
Der Club Deportivo San Crispín de Tiro con Arco hat einen tragbaren Defibrillator angeschafft. Die Trainingszone gilt damit als herzgeschützter Bereich; das Gerät begleitet auch Wettkämpfe, Ausstellungen und Veranstaltungen. Acht Mitglieder erhielten die offizielle Zertifizierung für die Nutzung des Defibrillators und für Herz-Lungen-Wiederbelebung. Der Club betonte, die Maßnahme stärke den Schutz von Sportlern, Familien, Helfern und Zuschauern.







