Teneriffa spricht über die Wiedereröffnung des Refugio de Altavista, neue Notfallprotokolle mit La Laguna und die Strategie zur Modernisierung des Handwerks sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Refugio de Altavista am Teide nach fünf Jahren wieder geöffnet
Die Inselverwaltung hat das Refugio de Altavista nach fünf Jahren wiedereröffnet. Rosa Dávila, Präsidentin des Cabildo von Teneriffa, stellte die sanierte Unterkunft in La Rambleta vor und verwies auf Altavista als Teil der Teide-Geschichte und als Starlight-Unterkunft. Pedro Millán, Direktor des Naturparks, sagte, das Haus mit 49 Plätzen schütze den Nationalpark durch moderne Infrastruktur.
Blanca Pérez, Umweltberaterin, erklärte, die Arbeiten hätten unter schwierigen Bedingungen in 3.260 Metern Höhe stattgefunden. Für Einwohner Teneriffas gilt ein Sondertarif von 29 Euro, regulär kostet die Nacht 71 Euro. Das Programm „Teide y Jóvenes“ startet am 20. Juli und soll rund 1.000 jungen Menschen kostenlosen Zugang ermöglichen.
Teneriffa hat Notfallpläne mit La Laguna abgestimmt und Technik ausgebaut
Die Inselverwaltung hat mit dem Stadtrat von La Laguna Protokolle zur Bewältigung von Inselnotfällen entwickelt. In einem Treffen im Rathaus besprachen die Verantwortlichen, wie Gemeinden ihre Pläne vereinheitlichen und aktualisieren sollten, damit sie bei Waldbränden, Überschwemmungen oder Erdbeben gleich reagieren konnten. Ein Abkommen mit der Föderation der Kanarischen Gemeinden wartete auf die Zustimmung der 31 Inselgemeinden.
Blanca Pérez, zuständige Inselrätin, betonte die Abstimmung mit inselweiten Plänen, Badel Albelo, Sicherheitsbeauftragter von La Laguna, verwies auf die bevorstehende Genehmigung des neuen Notfallplans. Die Verwaltung entwickelte ein System zur Geolokalisierung gefährdeter Personen und modernisierte das CECOPIN, inklusive virtuellem Lagezentrum. Eine Schutzsimulation in La Laguna sollte im September starten und wurde voraussichtlich auf November verschoben.
Kanaren haben Strategie 2026 bis 2030 zur Modernisierung des Handwerks vorgestellt
Das Cabildo von Teneriffa und die Regierung der Kanarischen Inseln haben die Strategie zur Entwicklung der Handwerkskunst 2026 bis 2030 präsentiert. Efraín Medina, Inselrat für Beschäftigung, Bildung und Jugend, und Ana Zurita, Generaldirektorin für Industrie der Regionalregierung, stellten das Dokument im Cabildo auf Teneriffa vor. Der Plan sollte Digitalisierung, Professionalisierung und Generationswechsel im Handwerk sichern.
Die Strategie setzte auf vier Säulen, darunter ein zentrales Anlaufportal, das Programm Maestra Aprendiz und neue Vermarktung für die Marke Artesanía Canaria. Geplant waren auch ein Handwerksobservatorium sowie Talentförderstätten, die traditionelle Techniken mit zeitgenössischem, nachhaltigerem Design verbinden sollten. Medina sagte, der Plan greife Forderungen wie duale Ausbildung und Unterstützung bei der Weitergabe traditioneller Berufe auf.
Teneriffa hat zwölf neue Handwerksausweise vergeben und Prüfverfahren betont
Die Inselverwaltung hat zwölf neuen Handwerkern ihre Ausweise überreicht. Die Verleihung erfolgte am Freitag mit der Empresa Insular de Artesanía und dem Museo Iberoamericano de Artesanía de Tenerife, kurz MAIT. Efraín Medina, Inselrat für Beschäftigung, Bildung und Jugend, erklärte, die Anerkennung stütze persönliche Projekte und bewahre das kulturelle Erbe als wichtigen sozioökonomischen Bereich.
Ein Prüfungsausschuss bewertete Technik und traditionelle Prozesse, vergeben wurden Ausweise unter anderem für Keramik, Häkeln, Bootsbau, Schmuck, Weben, Polstern und Puppenherstellung. Insgesamt nahmen 60 Bewerber in 21 Kategorien am Verfahren teil. Die Auszeichnung bestätigte laut Bericht auch das Engagement für Nachhaltigkeit und Qualität der Marke „Artesanía de Tenerife“.
Jugendliche aus der Isla Baja haben Freizeitangebote bewertet und neue Räume gefordert
Rund 200 Jugendliche haben Vorschläge zur Verbesserung des Freizeitangebots in der Isla Baja erarbeitet. Schüler des IES Garachico Alcalde Lorenzo Dorta entwickelten das Projekt „Isla Baja Joven. Estamos trabajando en ello“, das beim Laboratorio de Proyectos 2026 der Inselverwaltung ausgezeichnet wurde. In Umfragen, Diskussionsgruppen und Interviews nahmen 175 Jugendliche und zehn Fachleute teil.
Sieben von zehn Befragten aus Garachico, Los Silos und Buenavista del Norte befürworteten eine Ausweitung der Programme und wollten sich stärker einbringen. Besonders gefragt waren Sport und Naturerlebnisse, danach Musik und Ausflüge. Die Jugendlichen wünschten neue Begegnungsräume, bessere Vernetzung zwischen den Gemeinden und mehr Verbreitung der Angebote über soziale Medien.
TLP Tenerife hat Jubiläum mit Esports, Streamern und Kulturprogramm gefeiert
Die TLP Tenerife hat am zweiten Veranstaltungstag großen Andrang und erste Finalspiele erlebt. Am Donnerstag zog der Streamer Agustín51 viele junge Fans ins Recinto Ferial, am Freitag wurde der YouTuber und Twitch Streamer Luzu erwartet. Bereits am zweiten Tag gewann der Oni Esports Club das Finale des League of Legends Master Turniers.
Die 20. Ausgabe des digitalen Unterhaltungsevents lief vom 14. bis 19. Juli 2026 im Recinto Ferial in Santa Cruz de Tenerife. Auf dem Programm standen Gaming Zonen, K Pop Wettbewerbe, Cosplay Shows, Workshops, Indie Spiele und Brettspiele. Im kostenlosen Sommerkino sollte am Freitag um 20.30 Uhr „Robot Dreams“ gezeigt werden. Hauptsponsor war das Cabildo Insular de Tenerife, organisiert wurde das Event von Nakatomi Corp.
Segelkurse in Garachico und an Las Teresitas haben Kinder und Familien erreicht
Die Inselverwaltung hat mit der Federación Insular de Vela de Tenerife, kurz FIVT, Sommerkursen für den Segelsport gestartet. Das Projekt „Escuela Itinerante DXT“ richtete sich an Kinder von sieben bis 15 Jahren und lief in Garachico seit dem 29. Juni bis zum 28. August. An der Playa de Las Teresitas in Santa Cruz fanden die Kurse bis zum 4. September jeden Freitag statt.
Yolanda Moliné, Sportdezernentin des Cabildo, besuchte am 14. Juli die Kurse in Garachico mit Bürgermeister José Heriberto González und Vertretern der FIVT. Die Kurse kosteten fünf Euro pro Person, Schwimmfähigkeit war Voraussetzung und in Familiengruppen musste ein Erwachsener dabei sein. Der Stadtrat und die FIVT planten zudem eine dauerhafte Segelschule in Garachico.
Dokumentarfilm „Senda Imposible“ hat Inklusion im TEA thematisiert
Die Inselverwaltung hat eine weitere Vorführung des Dokumentarfilms „Senda Imposible“ im TEA organisiert. Die kostenlose Vorstellung sollte am Samstag, 18. Juli, um 11.00 Uhr stattfinden, solange Plätze verfügbar waren. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit der Asociación Activoz und beleuchtete Erfahrungen von Menschen mit Behinderung, die selten öffentlich erzählt wurden.
Rosa Dávila, Präsidentin des Cabildo, und Águeda Fumero, Sozialdezernentin, betonten die Bedeutung solcher Projekte für eine inklusive Gesellschaft. Almudena Díaz, Präsidentin von Activoz, dankte für die Unterstützung und verwies auf Sport als Mittel, Barrieren abzubauen und Selbstbewusstsein zu stärken. Activoz engagierte sich seit 2017 für Menschen mit kognitiven Behinderungen.
Teneriffa hat historische Verbindungen zu Uruguay zum Montevideo Jubiläum bekräftigt
Die Inselverwaltung hat ihre Beziehungen zu Uruguay anlässlich des 300. Jubiläums der Gründung Montevideos bekräftigt. Rosa Dávila, Präsidentin des Cabildo, traf sich mit Efraín Medina, Inselrat für Beschäftigung, Bildung und Jugend, sowie Pedro González, Direktor für Außenbeziehungen, mit der uruguayischen Konsulin auf den Kanaren, Silvana Lorena Balaguer Mira, und der Honorarkonsulin auf Teneriffa, Celia Ondoño.
Dávila sagte, kanarische Emigration habe die Identität Uruguays geprägt, Medina erinnerte an Begegnungen mit der Gesellschaft Islas Canarias in Montevideo. Montevideo wurde 1726 mit der Ankunft erster kanarischer Familien gegründet. Bei der VIII. Tricontinentalen Kunsthandwerksmesse vom 24. Oktober bis 2. November 2026 sollte Uruguay besonders geehrt werden, obwohl Mexiko als Gastland vorgesehen war.
Auditorio de Tenerife hat Mapas mit Tanzstück von Iván Pérez beendet
Das Auditorio de Tenerife hat die diesjährige Ausgabe von Mapas mit dem Dance Theatre Heidelberg abgeschlossen. Am Freitag lief um 19.30 Uhr in der Sala Sinfónica die Choreografie „Bodies of Water“ von Iván Pérez, dem künstlerischen Leiter der Kompanie. Das Stück mit zehn internationalen Tänzern untersuchte die Beziehung zwischen Mensch und Wasser.
Karten kosteten 15 Euro, für unter 30 Jährige 5 Euro, weitere Rabatte galten für Studenten, Arbeitsuchende und Familien. Pérez, ehemaliger Tänzer des Nederlands Dans Theater, leitete die Kompanie seit 2018 und choreografierte auch für das Pariser Opernballett und die Compañía Nacional de Danza.
Pili Peña hat U18 Wasserball WM der Frauen auf Teneriffa als Patin begleitet
Pili Peña hat als Botschafterin der U18 Wasserball Weltmeisterschaft der Frauen auf Teneriffa fungiert. Das Turnier fand vom 16. bis 23. August im Centro de Deportes Acuáticos in Puerto de la Cruz statt und wurde mit Unterstützung der Inselverwaltung und Turismo de Tenerife sowie der Stadtverwaltung und der Regierung der Kanarischen Inseln ausgerichtet.
Die Katalanin hatte sich mit 40 Jahren vom internationalen Wasserball zurückgezogen und war mehrfach Olympiasiegerin sowie Welt und Europameisterin. Sie sagte, Jugendturniere seien inspirierend und förderten sportliches und persönliches Wachstum. Peña hatte ihre Karriere nach einem Champions League Einsatz mit Terrassa und olympischem Gold 2024 in Paris beendet.
Neuer Dirigierkurs im Auditorio de Tenerife hat Ausbildung der Bandmusik gestärkt
Die Federación Tinerfeña de Bandas de Música hat einen Kurs zur Leitung von Bands, Orchestern und Chören gestartet. Das Auditorio de Tenerife präsentierte am Freitag, dem 17., den XVII Curso de Dirección de Banda, Orquesta y Coros, der bis zum 31. Juli lief und vom Cabildo Insular unterstützt wurde. Bei der Eröffnung war José Carlos Acha, Inseldirektor für Kultur, anwesend.
Vivian Gutiérrez, Kurskoordinatorin, sagte, der Kurs ziele vor allem auf neue Dirigenten, 70 Prozent früherer Teilnehmer seien inzwischen in der Szene aktiv. Präsident Juan Antonio Rancel kündigte mehr Dozenten und Aktivitäten an. Geplant waren praktische Einheiten mit der Banda Insular, der Orquesta Filarmónica Juvenil de Tenerife Miguel Jaubert und einem Teilnehmerchor sowie ein Abschlusskonzert am 31. Juli um 19.30 Uhr.
MidaLab hat zeitgenössisches Handwerk im Auditorio de Tenerife weiterentwickelt
Die Inselverwaltung hat die zweite Ausgabe des MidaLab im Auditorio de Tenerife Adán Martín vorgestellt. Am 18. Juli eröffnete die Empresa Insular de Artesanía den Lernraum, der Vorträge, Debatten und Erfolgsgeschichten mit Design und Innovation im Handwerk verband. Efraín Medina, Inselrat für Beschäftigung, Bildung und Jugend, nannte das Projekt eine strategische Investition in zeitgenössische Handwerkskunst.
Handwerker, Mentoren und Designexperten starteten einen Arbeitszyklus mit Experimentieren, Co Design und Prototyping. In einer Podiumsdiskussion berichteten Teilnehmer aus Schmuck, Tischlerei und Weberei, wie MidaLab Produktionsprozesse verändert und neue Geschäftsfelder eröffnet habe. Das Format sollte Handwerker mit Designprofis vernetzen und Markenidentitäten stärken.







