La Palma beschäftigt sich mit einem tödlichen Bootsunfall, neuen Plänen für die blaue Wirtschaft, einem Streit um ein Wasserprojekt und weiteren aktuellen Entwicklungen.
Tödlicher Unfall mit Bootsschraube vor Puntagorda
Die Guardia Civil hat einen tödlichen Vorfall mit einer Bootsschraube bestätigt. Der Mann starb am Sonntag nahe Puntagorda, nachdem er von der Schiffsschraube eines Freizeitbootes erfasst worden war. Der Leichnam war unter dem Boot eingeklemmt und befand sich noch unter Wasser. Ein Spezialtauchteam der Guardia Civil übernahm die Bergung. Die Ermittler gingen zunächst von einem Unfall aus und klärten die genaue Ursache.
Sodepal und PLOCAN vereinbaren Kooperation für blaue Wirtschaft
In Tazacorte haben Sodepal und PLOCAN eine Zusammenarbeit besiegelt. Miriam Perestelo, Wirtschaftsministerin und Geschäftsführerin der öffentlichen Gesellschaft Sodepal, und Joaquín Hernández, Direktor der Plattform Oceánica de Canarias, unterzeichneten die Vereinbarung. Sie zielt darauf ab, Pilotprojekte, Ausbildung und Unternehmensförderung rund um maritime Ressourcen anzustoßen. Geplant sind Vorhaben zur ozeanischen Beobachtung, Robotik und künstlichen Intelligenz sowie Programme für Start-ups und Weiterbildung. Konkrete Projekte mit Finanzierung und Zeitrahmen sollen in den kommenden Monaten festgelegt werden.
Agua para La Palma kritisiert Wasserprojekt am Túnel de Trasvase
Die Asociación Agua para La Palma hat Einwände gegen die Projekt-Ergänzung am Túnel de Trasvase erhoben. Sie beanstandet schwere technische Mängel bei der vom Consejo Insular de Aguas de La Palma geförderten erneuten Bohrung am Eingang Aduares. Ein Gutachten des Ingenieurs Carlos Soler stellt die Wirksamkeit der vorgesehenen Mauerlösung infrage und warnt vor Risiken bei fehlerhafter Ausführung. Die Organisation fordert stattdessen neue hydraulische Verschlüsse an beiden Eingängen und lehnt auch eine parallele Galerie bei Hermosilla ab. Zudem kritisiert sie die Wasserpolitik mit Entsalzungsanlagen und verweist auf fehlende Stromsicherheit sowie vernachlässigte Leitungsnetze.
Cabildo bereitet Strategie für Tierwohl und Notfallprotokolle vor
Das Cabildo hat mit Veterinärvertretern aus Teneriffa über Tierwohl beraten. Inselrat Alberto Paz traf gemeinsam mit Umweltbeauftragter Mónica Gómez, Sicherheitsverantwortlichem Darwin Rodríguez und Matilde Fleitas, Direktorin für die Wiederherstellung, auf Fachleute des Colegio Oficial de la Profesión Veterinaria. Das Treffen diente der Vorbereitung der geplanten Mesa Insular de Bienestar Animal. Das Gremium soll Notfallprotokolle für Tiere im Peinpal koordinieren sowie Strategien gegen das Aussetzen von Tieren und zur Verwaltung von Katzenkolonien entwickeln. Die Veterinärkammer sicherte weitere Zusammenarbeit für Tierschutz und öffentliche Gesundheit zu.
La Palma startet Beteiligungsportal für soziale Dienste
Die Inselverwaltung hat das Online-Portal Patio Ciudadan@ freigeschaltet. Es läuft auf der Webseite von Dependencia La Palma und ermöglicht der Bevölkerung, Vorschläge zur Verbesserung sozialer Betreuungsdienste einzureichen. Inselrätin Ángeles Fernández für Soziales und Gleichstellung erklärte, das Zuhören der Nutzer liefere reale Informationen für Entscheidungen. Das Portal ist nicht für Einzelfälle gedacht, sondern soll eine kollektive Sicht auf die Weiterentwicklung der Betreuung schaffen. Beiträge werden strukturiert ausgewertet; ein Dashboard macht Trends und Prioritäten sichtbar, bei zugesicherter Vertraulichkeit.
Cabildo organisiert Transport und Sicherheit für Fiesta del Agua
Die Inselverwaltung hat für die Fiesta del Agua in Puerto Naos einen Aktionsplan umgesetzt. Transport- und Notfallrat Darwin Rodríguez erklärte, der reguläre öffentliche Verkehr habe alle üblichen Fahrpläne beibehalten. Zusätzlich bot das Konzessionsunternehmen des Transportes Insular de La Palma auf der Linie 24 Verstärkungsfahrten innerhalb der regulären Betriebszeiten an. Nachts waren keine Extrafahrten vorgesehen; Reisende sollten daher vorausplanen. Cecopin-Personal, Notfalldienste und Feuerwehr in Puerto Naos überwachten die Lage, staatliche Sicherheitskräfte, die Policía Canaria und die örtliche Polizei arbeiteten dabei zusammen.
Los Llanos de Aridane ehrt Rosanna Simón in Puerto Naos
Der Stadtrat von Los Llanos de Aridane hat Rosanna Simón mit einer Plakette ausgezeichnet. Am Samstag erhielt ein Spazierweg in Puerto Naos, ihrem Geburtsviertel, ihren Namen. Bürgermeister Javier Llamas würdigte die Taekwondo-Sportlerin als Aushängeschild der Gemeinde. Anwesend waren auch Vizebürgermeister Víctor González und Raquel Rebollo als Tourismusbeauftragte der Inselverwaltung. Simón nahm 2008 an den Olympischen Spielen teil, wurde 2009 Weltmeisterin und 2010 Europameisterin; 2016 ernannte die Stadt sie zur Ehrenbürgerin. Der Gemeinderat hatte die Umbenennung des bisherigen Paseo Barranco de Los Hombres am 17. Juli 2026 einstimmig beschlossen.
Fuencaliente eröffnet Sala de Dominó im Kulturzentrum Los Canarios
Der Stadtrat von Fuencaliente hat die Sala de Dominó wiedereröffnet. Der Raum im Kulturzentrum Los Canarios war jahrelang geschlossen und steht nach der Renovierung dem Club Domifuen wieder zur Verfügung. Bürgermeister Gregorio Alonso erklärte, die Maßnahme zeige das Ziel, ungenutzte öffentliche Räume für die Bürgerschaft zurückzugewinnen. Sportstadtrat Juan Joel Hernández ergänzte, die Gemeinde habe damit eine Forderung des Clubs erfüllt und würdige Bedingungen für die Pflege eines traditionsreichen Spiels geschaffen.
Kanaren verlängern Nullsteuersatz auf Kraftstoffe im August
Die kanarische Finanz- und EU-Beziehungsbehörde hat den Nullsteuersatz beim kanarischen Mehrwertsteuer IGIC auf Kraftstoffe bestätigt. Die Regelung gilt im August weiter und beruht auf dem Dekret 3/2026 sowie dessen Verlängerung durch das Dekret 4/2026. Begründet wird der Schritt mit dem Verbraucherpreisindex: Benzin und Diesel verteuerten sich auf den Kanaren im Juni im Jahresvergleich um mehr als 15 Prozent. Ziel bleibt, Endpreise zu senken und Haushalte sowie Unternehmen angesichts hoher Energie- und Logistikkosten zu entlasten.
Kanaren melden Rekordmeerestemperatur für 2024
Ein neuer Indikator hat die Meerestemperaturen an Spaniens Küsten ausgewertet. Für die Kanaren wurde am 7. Oktober 2024 ein Höchstwert der täglichen Durchschnittstemperatur von 25,78 Grad ermittelt. Das Ministerium für Verkehr und Mobilität erklärte, die Messung sei wichtig für die Überwachung von Klimawandelfolgen auf marine Ökosysteme. Die Daten stammen aus einem Netz von Bojen, Pegelmessern und Radarstationen von Puertos del Estado. Temperaturveränderungen beeinflussen demnach Ökosysteme, Wasserqualität, Fischerei und industrielle Prozesse.
Sergio Rodríguez wirbt für mehr Einheit auf La Palma
Sergio Rodríguez hat Einheit als Schlüssel für La Palmas Zukunft bezeichnet. Der Präsident der Inselverwaltung erklärte, die Erneuerung nach dem Ausbruch des Tajogaite-Vulkans habe gemeinsame Verantwortung über Gemeindegrenzen hinweg verlangt. Herausforderungen wie Wassermanagement, Konnektivität und landwirtschaftliche Entwicklung bräuchten eine einheitliche Strategie, damit La Palma politisches Gewicht gewinne. Der Cabildo müsse Ressourcen gerecht verteilen, um Ungleichheiten zu verhindern. Zugleich sollten Traditionen und kulturelles Erbe gepflegt werden, damit die Insel nicht nur widerstehe, sondern nachhaltig gedeihe.






