Auf Gran Canaria nehmen die Vorbereitungen auf die Wahlen 2027 Fahrt auf. Parteien schärfen ihre Strategien, Kandidaten werden präsentiert, und die Frage nach stabilen Koalitionen beschäftigt die Inselpolitik bereits heute.
Unternehmer stützen konservative Koalition
Unternehmer auf Gran Canaria haben sich hinter die konservative Regierung gestellt und damit die aktuelle Koalition gestärkt. Premierminister Pedro Sánchez schloss unterdessen aus, dass die nationalen Wahlen zeitgleich mit den regionalen und lokalen Wahlen am 23. Mai stattfinden. Der Zeitplan bleibt damit getrennt, während die politische Debatte auf den Kanaren bereits spürbar an Intensität gewinnt.
Volkspartei nominiert Poli Suárez für Las Palmas de Gran Canaria
Alberto Núñez Feijóo hat auf den Kanarischen Inseln die Kandidaten der Volkspartei für die Provinzhauptstädte vorgestellt. Für Las Palmas de Gran Canaria präsentierte er Poli Suárez, den Bildungsminister der Region, als Spitzenkandidaten für die Kommunalpolitik. Die Partei will damit nach der Oppositionszeit neues Terrain gewinnen und ihre Position in der Hauptstadt Gran Canarias stärken.
Carmen Pérez kandidiert in Santa Cruz de Tenerife
Carmen Pérez hat ihre Kandidatur für Santa Cruz de Tenerife öffentlich gemacht. Die Stadträtin für Beschäftigung, Handel und Tourismus gab den Schritt über soziale Medien bekannt. Die Ankündigung schwächte die Position des bisherigen Parteiführers Carlos Tarife, der ins kanarische Parlament wechselte. Für die Volkspartei entstand damit zusätzlicher Druck, obwohl sie bereits gemeinsam mit der Kanarischen Koalition regiert.
Kanarische Koalition setzt auf Marcial Morales
Die Kanarische Koalition hat mit der Nominierung von Marcial Morales als Kandidat die Dynamik der Volkspartei aufgefangen. Die Entscheidung soll interne Rivalitäten dämpfen und die Geschlossenheit der Partei innerhalb der Koalition stärken. Im Umfeld der Nominierung galt es als möglich, dass Beatriz Calzada einen niedrigeren Listenplatz erhält. Die Personalie zeigt, wie stark die Inselpolitik bereits von taktischen Weichenstellungen für 2027 geprägt ist.
Sitzarithmetik: Vox als möglicher Koalitionspartner
Geschäftsführer, die Fernando Clavijo unterstützen, haben die Entwicklungen begrüßt. Gleichzeitig wachsen Zweifel, ob die Koalition aus Kanarischer Koalition, Volkspartei und Agrupación Socialista Gomera die nötigen 36 Sitze erreicht. Der wachsende Einfluss von Vox macht eine Zusammenarbeit als Option wahrscheinlicher. Ob die heutige Mehrheitslogik auf den Kanaren bis zur nächsten Wahl trägt, bleibt offen.
PSOE stark in Umfragen – Regierungsbildung bleibt Bündnisfrage
Die Sozialistische Partei Spaniens behauptet ihre Stärke in Umfragen. Eine Erhebung zeigt, dass 37 Prozent der Befragten die frühere Regierung bevorzugen – das erhöht den Druck auf die aktuelle Koalition. Sollte die PSOE mit Ángel Víctor Torres gewinnen, bräuchte sie laut Szenario Unterstützung von links. Damit bleibt die Regierungsbildung auf den Kanarischen Inseln auch perspektivisch eine Frage von Bündnissen.





