Fuerteventura spricht über eine mögliche Touristensteuer, neue Nachtbusse zur La Carpa 2026 und die Lage im Gesundheitswesen sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Touristensteuer: La Oliva fordert rechtssicheren Rahmen
AM Coalición Canaria La Oliva hat nach dem Urteil zur aufgehobenen Touristensteuer in Mogán einen neuen Rechtsrahmen gefordert. Die Partei erklärte, das Urteil habe die Debatte nicht beendet, sondern die Lücke bei klaren Regeln gezeigt.
Sie verlangte von Tourismusministerin Jéssica de León Unterstützung für Gemeinden, die eine Abgabe einführen wollen. Bürgermeister Isaí Blanco sagte, La Oliva mit 30.000 Einwohnern erbringe täglich Leistungen für fast 60.000 Personen, weshalb neue Finanzierungswege für Dienste und Infrastruktur nötig seien.
La Carpa 2026: Inselverwaltung richtet erstmals Nachtbusse ein
Die Inselverwaltung hat erstmals einen speziellen Busservice für La Carpa 2026 gestartet. Sie richtete den Sonderverkehr für das Event zur 38. Weltmeisterschaft im Windsurfen und Wingfoil an der Playa de La Barca ein.
Der Dienst lief in den Nächten 18., 19., 25. und 26. Juli sowie am 1. und 2. August jeweils von 3.00 bis 6.00 Uhr. Transportminister Luis González sagte, der Gemeinderat von Pájara habe darum gebeten. Bezahlt wurde bar oder per Gutschein, Kartenzahlung war ausgeschlossen.
Gesundheit und Soziales: PSOE und UGT vereinbaren regelmäßigen Austausch
PSOE und UGT haben auf Fuerteventura eine Arbeitsbesprechung zur Gesundheits und Sozialversorgung abgehalten. Beide Organisationen äußerten Sorge über die Lage des öffentlichen Gesundheitswesens und sahen dringenden Stärkungsbedarf.
Manuel Hernández Cerezo vom PSOE sagte, öffentliche Gesundheit brauche dauerhafte Planung durch alle Verwaltungen. María Auxiliadora Pérez Quevedo von der Gewerkschaft Unión General de Trabajadores betonte die Bedeutung des Dialogs. Thema war auch der Sanitätstransport, dessen Notfalltechniker bessere Arbeitsbedingungen forderten.
Puerto del Rosario: PP drängt auf neue Abfallcontainer und bessere Wartung
Der Partido Popular hat im Plenum von Puerto del Rosario eine Initiative zur Erneuerung von Abfallcontainern gestartet. Die Partei verwies auf Beschwerden aus Stadtteilen und Dörfern, weil viele Container beschädigt, schwer zu bedienen und schlecht gewartet gewesen seien.
Sprecherin Ana Padilla sagte, die Situation treffe besonders ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität. Sie erklärte, steigende Müllgebühren müssten mit besseren Leistungen einhergehen. Gefordert wurden ein schrittweiser Austauschplan sowie mehr Reinigung, Desinfektion und präventive Wartung.
Corralejo: Guardia Civil klärt Einbruch in weniger als einer Stunde
Die Guardia Civil hat auf Fuerteventura einen 21 Jahre alten Mann wegen eines mutmaßlichen Einbruchs festgenommen. Die Beamten klärten den Fall nach eigenen Angaben in weniger als einer Stunde und stellten fast alle Gegenstände sicher.
Der Verdächtige soll nachts in der Calle Chorlitejo in Corralejo über eine etwa zwei Meter hohe Mauer in ein Ferienhaus eingedrungen sein. Er habe unter anderem Pässe, Bargeld und einen Diamantring im Wert von etwa 3.000 Euro gestohlen. Das Untersuchungsgericht in Puerto del Rosario ordnete seine Freilassung nach Maßnahmen an.
Fortbildung: Inselrat kündigt Schulung zu Suchtverhalten an
Der Inselrat hat eine Schulung zum Thema Suchtverhalten angekündigt. Die Fortbildung „El Cerebro del Adicto“ fand am 23. Juli von 9.00 bis 14.00 Uhr statt und richtete sich an technisches Personal aus öffentlichem und privatem Sektor.
Psychologe Romen Hernández Díaz leitete die Veranstaltung. Sozialrat Víctor Alonso erklärte, die Methodik sei aktiv und experimentell gewesen. Theorie, Praxisfälle und gemeinsame Reflexionen sollten helfen, soziale und anthropologische Faktoren von Sucht zu erkennen und neue Interventionsstrategien zu entwickeln.
Kanaren: Staat stellt 4 Millionen Euro für unbegleitete Minderjährige bereit
Die spanische Regierung hat 4 Millionen Euro für die Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Migranten auf den Kanarischen Inseln bereitgestellt. Der Ministerrat beschloss die Mittel auf Vorschlag des Jugend und Kinderministeriums.
Ministerin Sira Rego sagte, die Maßnahme stärke die regionalen Aufnahmesysteme und sichere das Wohl der Kinder. Insgesamt verteilte der Staat 35 Millionen Euro an Regionen und Städte. Wegen ihrer Lage erhielten die Kanarischen Inseln, die Balearen sowie Ceuta und Melilla höhere Beträge.
Binter startet Bintazo: Rabatte für Flüge ab Oktober
Binter hat das Angebot Bintazo mit reduzierten Preisen für Flüge ab den Kanaren gestartet. Das Angebot galt bis zum 27. Juli und umfasste Reisen zwischen dem 1. Oktober und dem 31. März 2027.
Für Inlandsflüge lagen Preise für Residents bei Hin und Rückflug ab 23 Euro pro Strecke, etwa nach Sevilla oder Valencia. Binter verwies auf Buchung über Website, App, Telefon oder Reisebüros. Auf nationalen Strecken bot die Airline kostenlose Anschlussflüge innerhalb der Kanarischen Inseln an.
Kanarenpolitik: CC Gran Canaria unterstützt Fernando Clavijo für 2027
Fernando Clavijo hat seine Kandidatur für die Präsidentschaft der Kanarischen Inseln 2027 vorgestellt. Der Generalsekretär der Coalición Canaria erhielt dafür die einstimmige Unterstützung des Inselpolitischen Rates der Partei auf Gran Canaria.
Pablo Rodríguez, Generalsekretär der CC Gran Canaria, leitete das Treffen in Las Palmas de Gran Canaria und sagte Clavijo Rückhalt zu. Clavijo nannte Wohnungsbau, Migration sowie Gesundheit, Bildung und Sozialdienste als Prioritäten. Auch eine mögliche Allianz mit Primero Canarias blieb im Gespräch, die Einheit des Nationalismus habe Vorrang.






