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    La Palma Nachrichten 25. Juli 20266 Min. Lesedauer

    La Palma: Agrarhilfen stocken – Was jetzt passieren muss

    Kanaren News La Palma News-Ticker

    La Palma beschäftigt sich mit ausstehenden Wiederaufbaugeldern für die Landwirtschaft, dem Ausbau wichtiger Zufahrtsstraßen in Villa de Mazo sowie kommunalen Streitigkeiten über Programme und Vergaben.

    Wiederaufbau nach Tajogaite: Kanaren drängen auf Geldtransfers

    Die Kanarenregierung hat mit der Inselverwaltung und Asepalma neue Schritte für den landwirtschaftlichen Wiederaufbau abgestimmt. Thema war ein Prioritätenpapier der Asociación del Sector Primario de La Palma sowie 223 Millionen Euro, die für die Umsetzung noch fehlen. Ein Techniker des Finanzministeriums bestätigte, dass 100 Millionen Euro im Staatshaushalt stehen und ohne Kongressabstimmung an die Kanaren überwiesen werden könnten.

    Nieves Lady Barreto, Präsidialministerin der Kanaren, erinnerte daran, dass das Finanzministerium die Überweisung bis Sommerende zugesagt habe, und betonte, sie habe auf die Dringlichkeit gedrängt. Sergio Rodríguez, Präsident der Inselverwaltung, warnte, das Ministerium könne Fristen bis Jahresende strecken, und verwies darauf, dass das Cabildo bereits 62 Millionen Euro vorfinanziert habe. Er forderte zudem, ein zweiter Vertrag über 40 Millionen Euro müsse vor den Ferien ohne Ausgabenbeschränkungen geschlossen werden.

    Asepalma setzt auf Dekret und politischen Konsens

    Asepalma hofft auf neue staatliche Finanzmittel für den Wiederaufbau der 2021 zerstörten Agrarflächen. Die Asociación de Entidades Empaquetadoras, Exportadoras y Comercializadoras de Frutos de La Palma erwartet, dass der Ministerrat bald ein Dekret verabschiedet, um stockende Maßnahmen wieder anzuschieben. Nach Angaben der Organisation fehlen weiterhin 223 Millionen Euro.

    Die Vereinigung setzt auf eine politische Einigung zwischen den Kanarischen Inseln und dem Staat und drängt auf Tempo bei den Zahlungen, weil Verzögerungen Projekte der Landwirte behindern. Asepalma will sich nicht in Konflikte zwischen Verwaltungen einmischen und verwies auf Treffen wie am 9. Juli in Madrid und zuletzt auf La Palma, die den Willen zu Lösungen gezeigt hätten.

    Villa de Mazo: Inselverwaltung plant Ausbau nach La Salemera

    Die Inselverwaltung hat den Ausbau der Zufahrten nach La Salemera und zum Komplex Los Morenos beschlossen. Für die Straßen LP-217 und LP-2172 stellt sie 1.260.001,39 Euro aus dem FDCAN-Fonds bereit. Inselpräsident Sergio Rodríguez sagte, die täglich genutzten Strecken benötigten verlässlichere Lösungen für Anwohner und den Verkehr zum Komplex.

    Infrastrukturbeauftragter Darwin Rodríguez erklärte, bei starkem Regen hätten die Straßen Probleme bereitet, weshalb kritische Punkte sicherer werden sollen. Geplant sind neue Bauwerke und Entwässerungen an mehreren Barranco-Kreuzungen, darunter ein Bauwerk über den Barranco La Chíchara sowie Anlagen an den Barrancos La Jurada und La Lava. Unternehmen konnten bis zum 30. Juli Angebote über die Vergabeplattform einreichen.

    Breña Baja: PSOE kritisiert Ausfall des PFAE-Programms

    Der PSOE im Rathaus von Breña Baja hat den Verzicht auf ein PFAE-Programm für Ausbildung und Beschäftigung kritisiert. Sprecherin Ana García sagte, das Projekt habe traditionell zum Tourismussektor gepasst, dem wichtigsten Wirtschaftszweig der Gemeinde, und der Mangel an qualifiziertem Personal belaste die Betriebe. Die Sozialisten erklärten, sie wüssten nicht, warum kein Antrag eingereicht worden sei.

    García sagte, das Programm hätte 15 Einwohnern Arbeit und Qualifikation ermöglicht, und der PSOE hätte eine Laufzeit von mehr als elf Monaten beantragt. Die Partei kündigte an, das Thema in der nächsten Ratssitzung anzusprechen und von der Gemeinderegierung eine Erklärung zu verlangen. Ohne nachvollziehbaren Grund dürfe Breña Baja keine Ressourcen für Beschäftigung und Ausbildung verlieren.

    El Paso: PP verlangt Details zu Vertrag über 23.539,15 Euro

    Die Partido Popular im Rathaus von El Paso hat von der Regierungsgruppe der Coalición Canaria Erklärungen zu einem Vertrag über 23.539,15 Euro verlangt. PP-Sprecherin Nayra Castro fragte in der Sitzung, welche Leistung hinter dem Titel "Un paso de boca a oreja" stecke und welches Vergabeverfahren angewandt wurde. Betrag und Beschreibung hätten besondere Aufmerksamkeit erregt, sagte sie.

    Die PP verwies darauf, dass Vergaben ohne öffentliche Ausschreibung vollständig begründet und dokumentiert sein müssten, besonders bei bedeutenden Summen. Castro sagte zudem, die kommunale Rechnungsprüfung erhebe regelmäßig Einwände gegen verschiedene Verfahren, und kündigte weitere Kontrolle an. Es gehe nicht darum, eine Vergabe grundsätzlich infrage zu stellen, sondern um Transparenz beim Einsatz öffentlicher Mittel.

    Santa Cruz de La Palma: PSOE fordert Pflege der Kompostplätze

    Der PSOE in Santa Cruz de La Palma hat die Koalition aus Partido Popular und Coalición Canaria aufgefordert, Gemeinschaftskompostierungszonen zu warten und zu verwalten. Die Sozialisten berichteten von Beschwerden aus der Nachbarschaft: Die Anlagen in Mirca und in der Calle Velachero seien seit fast zwei Monaten nicht gereinigt worden, Material und Geruchskontrolle fehlten. Eine dritte Zone in der Calle 3 de Mayo im Viertel San Telmo sei nie fertiggestellt worden.

    Die Gruppe betonte den ökologischen und sozialen Nutzen, weil Familien ohne Garten organische Abfälle kostenlos zu Dünger verarbeiten könnten. Sie verwies auf Daten der Inselverwaltung, nach denen organische Abfälle 40 Prozent des grauen Containers ausmachen, und schlug ein Anreizsystem mit Rabatten in lokalen Geschäften vor. Angesichts hoher Transportkosten für Müll auf das Festland sei Untätigkeit unverantwortlich.

    La Palma: PP fordert mehr Bürgerbeteiligung bei wichtigen Entscheidungen

    Die PP-Politikerin Nayra Castro Pérez, Consejera des Grupo Popular im Cabildo von La Palma, hat mehr Bürgerbeteiligung bei zentralen Entscheidungen gefordert. Sie verwies auf einen Beteiligungsprozess der Inselverwaltung zur Gestaltung von Kreisverkehren auf der Straße über die Lavaströme von Tajogaite und stellte die Prioritäten infrage: Während für Designfragen Ressourcen eingesetzt würden, blieben Haushalts- und Infrastrukturentscheidungen ohne vergleichbare Mitsprache.

    Castro Pérez schrieb, Beteiligung müsse Informationen, Alternativen und Debatten einschließen und dürfe nicht bei Umfragen enden. Die Einwohner wollten bei Investitionen, Straßeninstandhaltung, Wassermanagement, Wiederaufbau, Gesundheitsversorgung, Wohnungsbau und Jugendchancen mitentscheiden. Nur wenn auch komplexe Fragen gemeinsam beraten würden, könne Beteiligung zu einer echten Regierungsform werden.

    Kanaren: Fundación DinoSol erhält AECC-Auszeichnung

    Die Fundación DinoSol hat in Madrid eine nationale Anerkennung der Asociación Española Contra el Cáncer erhalten. Die Stiftung von HiperDino hatte sich am Projekt "Protokoll für den Umgang mit Krebserkrankungen im Arbeitsumfeld" beteiligt, das den Umgang mit erkrankten Beschäftigten regelt. HiperDino setzte das Protokoll 2025 als Pilotunternehmen um, schulte Personalabteilungen und förderte Wiedereinstieg sowie Arbeitsplatzanpassungen.

    Patricia Muñoz, Direktorin der Fundación DinoSol, sagte, die Auszeichnung bestätige den Weg zu einem sicheren und respektvollen Umfeld für Betroffene. Nach Angaben der Stiftung war HiperDino das einzige Unternehmen von den Kanarischen Inseln in dem Projekt. Die 2017 gegründete Fundación DinoSol unterstützte nach eigenen Angaben mehr als 12.000 Menschen und verteilte Lebensmittelkarten im Wert von mehr als 130.000 Euro.

    Kanaren: Baleària Canarias schließt Übernahme im Logistiksektor ab

    Baleària Canarias hat die Übernahme von Transportes Intercanarios S.A. von der Familie Armas abgeschlossen. Die Reederei erklärte, sie stärke damit ihr integriertes Seetransportmodell, weil Landtransport und Hafenservices das maritime Angebot ergänzten. Adolfo Utor, Präsident von Baleària, sagte, man integriere ein erfahrenes Unternehmen mit einem Team, das die Region gut kenne, und wolle Wachstum sowie Servicequalität steigern.

    Transportes Intercanarios wurde 1976 in Las Palmas de Gran Canaria gegründet und betreibt Standorte auf Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote und Fuerteventura sowie Partnernetzwerke im restlichen Archipel. Das Unternehmen bringt rund 60 Fachleute und eine Flotte von mehr als 500 Fahrzeugen und Ladeelementen ein, darunter Zugmaschinen, Auflieger, Hafenausrüstung sowie Kühl- und Isoliercontainer.

    Las Palmas Politik Santa Cruz de La Palma Sport Wirtschaft
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