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    La Palma Nachrichten 24. Juli 20265 Min. Lesedauer

    Neue Pläne: So verbessert La Palma die Notfallversorgung

    Kanaren News La Palma News-Ticker

    La Palma diskutiert über ausstehende Hilfen für Bananenbauern, den Streit um Ferienwohnungen, neue Pläne für die Gesundheitsversorgung und weitere aktuelle Entwicklungen.

    PP drängt auf 9 Millionen Euro Entschädigung für Bananenbauern

    Der Partido Popular fordert die rasche Auszahlung ausstehender Hilfen an Bananenbauern. Rund 9 Millionen Euro für Ascheschäden durch den Vulkan Tajogaite seien noch nicht geflossen, mehr als 4.000 Landwirte warteten weiter auf 80 Prozent ihrer Entschädigungen. Bislang seien lediglich 19 Prozent der insgesamt zugesagten 11 Millionen Euro ausgezahlt worden.

    Streit um Ferienwohnungen verschärft politischen Ton auf La Palma

    Cabildo-Präsident Sergio Rodríguez hat die sozialistische Fraktion im Parlament der Kanarischen Inseln scharf kritisiert. Die Sozialisten hätten gegen Änderungsanträge gestimmt, die Familien schützen sollten, die 2021 Häuser unter der Lava verloren hatten, und hätten Gespräche gemeinsam mit Nueva Canarias blockiert.

    Der PSOE wies die Vorwürfe zurück und erklärte, er habe eine Änderung zum Dekret-Gesetz 1/2026 registriert, um Vulkanbetroffene zu schützen. Die palmerische PSOE-Abgeordnete Alicia Vanoostende kritisierte kurzfristige Änderungen ohne Debatte und betonte, Wohnraumschutz müsse mit wirtschaftlichen Interessen vereinbar bleiben.

    Inselverwaltung und Kanarenregierung prüfen Ausbau der Notfallversorgung

    Sergio Rodríguez hat mit Kanaren-Gesundheitsministerin Esther Monzón und José Francisco Ferraz, dem Leiter der Gesundheitsdienste auf La Palma, zentrale Projekte besprochen. Dabei kamen auch Probleme im Rettungsdienst zur Sprache, die von laufenden Tarifverhandlungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern abhängen. Eine neue Ausschreibung wartet auf deren Abschluss.

    Die neue Planung für den landgebundenen Krankentransport sieht vor, die Ressourcen von elf auf 17 Einheiten zu erhöhen. Zwei Einheiten sollen rund um die Uhr verfügbar sein, weitere je nach Bedarf – mit Verstärkungen unter anderem im Valle de Aridane, in Tijarafe, in Breña Baja sowie in San Andrés y Sauces.

    Radonwerte nach Tajogaite-Eruption als unbedenklich eingestuft

    Der Sonderbeauftragte für den Wiederaufbau hat die Radonkonzentrationen auf La Palma nach der Eruption als unbedenklich bezeichnet. Messungen der Universität von La Laguna hätten eine durchschnittliche Konzentration von weniger als 80 Becquerel pro Kubikmeter ergeben. Das Thema besprach er in Madrid mit dem spanischen Kernkraftsicherheitsrat sowie Vertretern der Kanarenregierung und der Inselverwaltung.

    ULL-Forscherin Candelaria Martín erklärte, 2021 habe es im Valle de Aridane teils höhere Werte gegeben, die später deutlich gesunken seien. Zwischen 2024 und 2025 hätten weniger als vier Prozent von 131 Standorten den Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter überschritten. In betroffenen Fällen seien Maßnahmen ergriffen worden oder es habe sich um geschlossene Geschäftsräume gehandelt.

    Institutionen verurteilen Vandalismus gegen Pride-Kampagne auf La Palma

    Die Inselverwaltung von La Palma, die Stadtverwaltung von Tazacorte und die LGTBIQ+-Vereinigung Violeta haben einen nächtlichen Angriff auf ein städtisches Fahrzeug verurteilt. Dabei wurde eine Regenbogenflagge gestohlen und das Fahrzeug beschädigt. Die Beteiligten werteten den Vorfall als Angriff auf Respekt und Vielfalt.

    Die Institutionen betonten, La Palma stehe für Gleichheit und Menschenrechte, und riefen zur Teilnahme an der Pride-Veranstaltung am Samstag, 25. Juli, um 18.00 Uhr auf. Die Veranstaltung soll als friedliche Antwort auf Hass und Intoleranz dienen.

    Villa de Mazo treibt Wasserspeicher-Projekt in Tigalate voran

    Die Stadtverwaltung von Villa de Mazo hat die Verbesserung des Wasserversorgungssystems in Tigalate vorangebracht. Bürgermeister Idafe Hernández erklärte, nach dem Grundstückskauf im Vorjahr liege nun das Ausführungsprojekt vor – damit könne die Gemeinde Finanzierung suchen.

    Der zuständige Stadtrat Luis Cabrera sagte, zwei neue Wassertanks, ein Kontrollhäuschen und neue Anschlüsse sollten Speicherung und Regulierung verbessern. Die Arbeiten nahe dem bestehenden Depot sollen fünf Monate dauern und 1.000.000 Euro kosten.

    Rodríguez sieht FDCAN-Pläne als Chance für Wohnungsbau auf La Palma

    Sergio Rodríguez hat die Beratungen zum neuen Dekret für den Fondo de Desarrollo de Canarias positiv bewertet. La Palma habe Vorschläge an Kanaren-Regierungschef Fernando Clavijo übermittelt, damit der Fonds in den nächsten zehn Jahren besser an Inselbedürfnisse angepasst werde und strukturelle Ungleichheiten abbauen könne.

    Rodríguez kündigte Gespräche mit den Gemeinden an und nannte sozialen Wohnungsbau sowie soziale Infrastrukturen als Schwerpunkte. Er unterstützte zudem den Abbau von Bürokratie und begrüßte die Klarstellung, dass FDCAN-Mittel andere Infrastrukturpläne ergänzen sollen.

    PSOE-Abgeordnete Vanoostende fordert Strategie für Astrotourismus auf La Palma

    Alicia Vanoostende hat eine regionale Strategie zur Förderung des Astrotourismus verlangt. In der Tourismuskommission des kanarischen Parlaments erklärte die PSOE-Abgeordnete, La Palma könne sein Potenzial wegen fehlender Planung nicht ausschöpfen. Sie kritisierte Verzögerungen bei Aussichtspunkten und Probleme am Besucherzentrum Roque de los Muchachos.

    Vanoostende gedachte zudem Ana Castañeda, einer kürzlich verstorbenen Mitarbeiterin der Inselverwaltung, und unterstützte den Vorschlag des Astronomen Ovidiu Tercu, den Asteroiden 819915 nach Castañeda zu benennen. Sie forderte die Kanarenregierung auf, diesen Vorschlag zu unterstützen.

    Kanarischer Landtag veröffentlicht Videopodcast zu Demografie und Alterung

    Der kanarische Landtag hat eine neue Folge seines Videopodcasts veröffentlicht. Parlamentspräsidentin Astrid Pérez moderierte unter dem Titel "Demografie und Alterung: die Herausforderung der Kanaren der Zukunft" eine Debatte über die Folgen der Bevölkerungsentwicklung für öffentliche Dienste, Wohnraum und soziale Kohäsion.

    Pérez wies darauf hin, dass bereits einer von fünf Kanareninselbewohnern über 65 Jahre alt sei und dieser Anteil weiter steigen werde. Gäste aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten in fünf Blöcken unter anderem Jugendchancen, Migration und notwendige politische Entscheidungen.

    Transparenzbeauftragte der Kanaren vergibt digitale Exzellenzpreise

    Die Transparenzbeauftragte der Kanaren, Noelia García Leal, hat die Premios de Excelencia a la Transparencia Digital en Canarias 2024 verliehen. Mehr als 100 private Einrichtungen erhielten Diplome, weil sie im ITCanarias-Index 2024 die Höchstwertung von zehn Punkten erreichten.

    Vertreter der Kanarenregierung würdigten bei der Veranstaltung die Bedeutung des Informationszugangs. García Leal betonte, Transparenz sei Ausdruck sozialer Verantwortung und stärke das Vertrauen der Bürger in Institutionen.

    Neuer Entwicklungsfonds FDCAN sieht 2,6 Milliarden Euro für Wohnungsbau und Innovation vor

    Die Kanarenregierung und die sieben Inselverwaltungen haben den Entwicklungsfonds FDCAN für den Zeitraum 2027 bis 2037 auf 2.600 Millionen Euro festgelegt. Vorgesehen sind 50 Prozent für Infrastruktur – vor allem Wohnungsbau –, 35 Prozent für soziale Gesundheitsinfrastrukturen und 15 Prozent für Innovation.

    Kanaren-Regierungschef Fernando Clavijo erklärte, die Planung solle von Inseln und Gemeinden ausgehen, zudem sollen Verfahren vereinfacht werden. Für La Palma ist eine Beteiligung der Regionalregierung von 80 Prozent an Projekten vorgesehen; die Inselverwaltungen sollen die Umsetzung koordinieren.

    Gesundheit Immobilien Kanaren-Tourismus Wirtschaft
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