Lanzarote beschäftigt sich mit der Erneuerung der Wasserleitung nach La Graciosa, den Folgen eines Abwasser-Rohrbruchs in Arrecife und schärferen Kontrollen gegen illegale Taxis.
Neue Trinkwasserleitung zwischen Lanzarote und La Graciosa
Manuel Miranda hat den nächsten Schritt für die neue Wasserleitung nach La Graciosa angekündigt. Nach einem Treffen mit Anwohnern erklärte er, der erste Vergabeschritt sei abgeschlossen. Der kanarische Minister für Territorialpolitik sprach mit Olivia Duque, Bürgermeisterin von Teguise, Domingo Cejas von der Inselverwaltung Lanzarote und José García Leal vom regionalen Wasseramt über das Projekt im Wert von 3.880.266,11 Euro. Geplant ist eine neue Polyethylenleitung mit 1.220 Metern unter Wasser und 1.100 Metern an Land, die die störanfällige Verbindung von 1996/97 ersetzt. Cejas sagte, die Versorgung solle bis 2027 den Erwartungen entsprechen.
NC-BC fordert Aufklärung nach Abwasserrohrbruch in Arrecife
Nueva Canarias-Bloque Canarista hat nach einem erneuten Rohrbruch in Argana Alta Konsequenzen gefordert. Abwasser habe Straßen überflutet und sei in mehrere Häuser eingedrungen, erklärte die Partei. Sheila Guillén, Sprecherin von NC-BC in Arrecife, sagte, der Vorfall zeige ein Versagen der öffentlichen Infrastruktur und gefährde die Gesundheit der Anwohner. Die Partei verlangte von der Regierungsgruppe aus Partido Popular und Coalición Canaria eine Erklärung zu Ursachen und Maßnahmen. Zudem forderte NC-BC eine unabhängige technische Überprüfung des gesamten Abwasser- und Wassernetzes, besonders in Argana Alta.
Inselverwaltung Lanzarote verschärft Kontrollen gegen illegale Taxis
Oswaldo Betancort hat härtere Maßnahmen gegen illegale Transportdienste angekündigt. Der Präsident der Inselverwaltung Lanzarote und La Graciosa begründete das mit Sicherheitsrisiken für Bewohner und Touristen. Miguel Ángel Jiménez, Transport- und Mobilitätsbeauftragter, warnte vor Fahrten ohne Genehmigung – auch über nicht offizielle Apps und WhatsApp. Es drohten Betrug, fehlender Versicherungsschutz und technische Mängel. In Arrecife stoppten Kontrolleure und Polizei einen Wiederholungstäter mit zu vielen Passagieren. Die Verwaltung verwies auf Bußgelder von 4.001 bis 6.000 Euro und sofortige Stilllegung.
Coalición Canaria fordert besseren Schutz der Meeresreservate
Pedro San Ginés hat im spanischen Senat eine Motion zur besseren Überwachung der Meeresreservate eingebracht. Der Senator der Coalición Canaria verlangte die Rückkehr einer ständigen Kontrolle, besonders bei La Graciosa und den nördlichen Inseln von Lanzarote. San Ginés sagte, die Würdigung von Jubiläen ersetze keinen wirksamen Schutz, wenn Ressourcen gekürzt würden. Die Motion forderte die Wiederherstellung von Budgetmitteln und den Einsatz spezialisierter Fischereischutzbeamter. Außerdem soll die spanische Regierung einen Bericht zur Entwicklung seit 2023 vorlegen und einen Verstärkungsplan mit autonomen Gemeinschaften und Fischereiverbänden ausarbeiten.
Tías schreibt Schwimmbad-Umbau mit Aerothermie aus
Die Stadtverwaltung von Tías modernisiert die thermischen Anlagen im Hallenbad und stellt dafür 212.978,33 Euro bereit. Das Projekt wurde auf der Plattform für öffentliche Ausschreibungen veröffentlicht. Bürgermeister José Juan Cruz und Stadträtin Mariana Pérez erklärten, die Anlage solle energieeffizienter und nachhaltiger arbeiten. Geplant ist der Ersatz des Gaspropan-Tanks durch zwei Hochtemperatur-Wärmepumpen auf dem Dach sowie neue Heiz- und Elektroinstallationen. Angebote konnten bis zum 18. August eingereicht werden, die Bauzeit beträgt 90 Tage.
Castillo de Santa Bárbara leer – Primero Teguise übt Kritik
Primero Teguise hat den Zustand des Castillo de Santa Bárbara öffentlich kritisiert. Das als Museo de Historia de Teguise angekündigte Gebäude stehe weiterhin leer, sagte die Partei. Sprecher Jonás Álvarez erklärte, Besucher fänden nur leere Räume und eine Stromversorgung per Benzingenerator, während die Webseite des früheren Museo de la Piratería weiter aktiv sei. Er bemängelte zudem Graffiti an den Fassaden und fehlende Restaurierung. Primero Teguise forderte eine sichere elektrische Versorgung, die Beseitigung provisorischer Installationen, Fassadenarbeiten und ein tragfähiges Museumskonzept.
UD Lanzarote verpflichtet Juan Antonio Machín als Trainer
Die UD Lanzarote hat Juan Antonio Machín für die Saison 2026/2027 präsentiert. Der Coach kehre nach 25 Jahren zurück, nachdem er 2000/01 mit dem Club in die damalige Segunda División B aufgestiegen war, erklärte der Verein. Generaldirektor César Saavedra sagte, Machín passe mit Wissen, Werten und Charisma zum Projekt. Machín erklärte, er spüre als einheimischer Trainer doppelte Motivation und Verantwortung, und setzte auf eine familiäre Atmosphäre. Die Vorbereitung begann am Montag, 27. Juli, um 18.00 Uhr in der Ciudad Deportiva Lanzarote; gespielt wird in der Tercera Federación.
Inselcup im Freiwasserschwimmen: sieben Rennen in fünf Gemeinden
Der Servicio Insular de Deportes hat die zwölfte Copa de Natación de Aguas Abiertas angekündigt. Juan Monzón, Sport- und Bewegungsrat der Inselverwaltung, stellte sieben Wettkämpfe in fünf Gemeinden vor. Der Auftakt erfolgt am 1. August mit der Travesía El Poril in Tías, das Finale am 7. November mit der Travesía Bahía Playa Blanca in Yaiza. Weitere Stationen sind unter anderem die Travesía San Ginés am 22. August in Arrecife und die Travesía EMMAX am 29. August in Playa Honda. Ende November soll eine Abschlussgala folgen.
Magec Tías verlängert mit Kapitänin Yaiza García
El Magec Tías Lanzarote Contra la Violencia de Género hat den Verbleib von Yaiza García bestätigt. Die Kapitänin bleibe zentrale Figur im Projekt von Trainer Màrius Bonjorn, erklärte der Club. Der Verein erinnerte daran, dass die lanzaroteñische Center-Spielerin im Club ausgebildet wurde und später für mehrere Teams in Spanien spielte. In der vergangenen Saison absolvierte sie alle 26 Spiele und kam laut Club auf 360 Punkte, 213 Rebounds und 61 Assists. Magec Tías kündigte weitere Verlängerungen und Neuverpflichtungen in den kommenden Tagen an.
Westafrikanische Tanzcompany begeistert Yaiza mit inklusiver Produktion
Die Fientan Company aus Burkina Faso hat in Yaiza das Stück "Orillas" aufgeführt. Das Publikum erlebte am Mittwoch in der Casa de la Cultura Benito Pérez eine Produktion mit zeitgenössischem Tanz und inklusiven Elementen. Choreograf Yaya Sanou zeigte "Yirri Koro", Aïcha Coulibaly tanzte "Ombre D‘ Aïcha" und verband Bewegung mit Gebärdensprache – sie ist gehörlos. Unterstützt wurde die Gala laut Veranstalter von Bürgermeister Óscar Noda, Casa África und der Tanzgruppe El Jablero. Vorab nahmen Kinder und Erwachsene an einem Workshop für afrikanischen Tanz teil.
Kanaren verdoppeln Zahl der Schulpsychologen und Budget
Die kanarische Bildungsbehörde hat die Zahl der Schulpsychologen auf 80 erhöht und das Budget von 2,17 auf 4,46 Millionen Euro verdoppelt. 72 Fachkräfte wurden auf 36 Teams für Bildungs- und Psychopädagogische Beratung verteilt, acht sollen in Bereichen mit höherem Bedarf arbeiten. Der Vizebildungsminister stellte den Gewerkschaften einen Richtlinienentwurf vor, der Aufgaben und Einsatz regeln soll. Vorgesehen ist der Schwerpunkt bei Schülern von zwölf bis 18 Jahren – etwa bei Suizidgefahr, Mobbing oder Gewalt – ergänzt um Beratung für Lehrkräfte und Eltern.
Streit zwischen Kanaren und Madrid über Protokolle für unbegleitete Minderjährige
Candelaria Delgado hat die Forderung aus Madrid nach temporären Vertretern für unbegleitete Minderjährige kritisiert. Die Sozialministerin der Kanaren sagte nach einem Treffen mit Elma Sainz, der spanischen Ministerin, die Frist von 15 Tagen habe sie überrascht. Delgado erklärte, es fehle an Klarheit zu Pflichten aus der EU-Verordnung 2024/1356 und zu Zuständigkeiten während des Triajes. Beide Seiten vereinbarten ein weiteres Treffen am 26. August. Die Kanaren wollen ein einheitliches Verfahren für alle Regionen, während die spanische Regierung betonte, die Auswirkungen des Migrationspakts seien zunächst vor allem auf staatlicher Ebene spürbar.
Historisches Frauentreffen auf Fuerteventura bündelt politische Erfahrung
Charter 100 Fuerteventura hat fünf frühere oder aktuelle Inselpräsidentinnen zusammengebracht. Die Veranstaltung im Kongresspalast würdigte Frauen in Führungsrollen im öffentlichen Sektor. Auf dem Podium saßen Inés Rojas de León, Guadalupe González Taño, Belén Allende Riera, Rosa Dávila Mamely und Dolores Alicia García Martínez, moderiert von Nardy Barrios, Präsidentin von Charter 100 Canarias. Die Teilnehmerinnen sprachen über Verantwortung, Vorbilder und Barrieren in der kanarischen Politik. Zugleich startete Charter 100 Fuerteventura offiziell unter der Leitung von Clara Peña.






