Feuerwehrteams haben den Waldbrand auf Gran Canaria eingedämmt und Glutnester bekämpft. Der Brand hatte in den vergangenen Tagen mehrere Gemeinden bedroht und intensive Einsätze der Rettungskräfte erfordert. Rund 2.000 Acres waren betroffen, einige Gebäude galten weiterhin als gefährdet, in mehreren Gebieten liefen vorsorgliche Evakuierungen. Die Regierung der Kanarischen Inseln überwachte die Lage und lobte den Einsatz der Feuerwehrleute.
Ertrinken einer Zwölfjährigen löst Sicherheitsappelle aus
Der Tod eines zwölfjährigen Mädchens am Strand von La Laja hat neue Warnungen ausgelöst. Die Plattform "Canarias, 1.500 Km of Coast" zählte in diesem Jahr bereits 39 Ertrunkene, darunter fünf Minderjährige. Plattformpräsident Chano Quintana berichtete von rund 140 Wasserunfällen, meist an Stränden. In neun von zehn Fällen mit Minderjährigen habe mangelnde Aufsicht mitgewirkt. Bei einer Pressekonferenz mit Antonio Morales, dem Präsidenten der Inselverwaltung Gran Canaria, rief er zu mehr Wachsamkeit auf.
Rückströmungen: Verhaltensregeln und Gedenkaktion
Chano Quintana nannte Rückströmungen als eine Hauptursache vieler Badeunfälle und erläuterte konkrete Verhaltensregeln: Betroffene sollten ruhig bleiben, sich zunächst hinaustragen lassen und dann seitlich schwimmen, statt direkt gegen die Strömung zum Ufer zu kämpfen. Antonio Morales betonte die Zusammenarbeit mit der Plattform bei Aufklärung und Prävention – angesichts von 1.500 Kilometern Küstenlinie und Millionen Touristen pro Jahr. Zum Welt-Ertrinkungspräventionstag leuchteten die Gebäude der Inselverwaltung und des Kanaren-Parlaments am Abend um 20 Uhr blau.
TSJC-Präsident Avello verteidigt Protestrecht der Richter
Juan Avello hat das Recht von Richtern verteidigt, für die Unabhängigkeit der Justiz zu demonstrieren. Der Präsident des Obersten Gerichtshofs der Kanarischen Inseln erklärte, Proteste seien gerechtfertigt, wenn das Wohl der Bürger und die Integrität des Systems bedroht seien. Das öffentliche Vertrauen bleibe zentral; er verwies auf Zufriedenheitswerte von rund 55 bis 60 Prozent. Richter dürften ihre Meinung respektvoll äußern, sollten Proteste jedoch nicht mit politischen Parteien verbinden und müssten individuell über eine Teilnahme entscheiden.
Avello kündigt Modernisierung der Justiz auf den Kanaren an
Als neuer TSJC-Präsident hat Juan Avello Formoso eine umfassende Modernisierung der Justiz angekündigt. Der Archipel verzeichne seit sieben Jahren die höchsten Klageraten Spaniens, was zu Überlastung, Rückständen und gesundheitlicher Belastung bei Richtern geführt habe. Als Bremsen nannte er veraltete Technik, infrastrukturelle Mängel und Probleme mit dem Atlante-Managementsystem. Avello plant, das spezialisierte Gericht für Kinder- und Jugendgewalt aus Las Palmas auszuweiten, alle Inseln zu besuchen und mit mehr Personal sowie besseren Bedingungen die Bürger stärker in den Vordergrund zu stellen.


