Fuerteventura spricht über den Fachärztemangel im Inselkrankenhaus, einen millionenschweren Asphaltierungsplan in Pájara und neue Impulse gegen Ladenleerstand in Puerto del Rosario sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
PSOE kritisiert Fachärztemangel im Inselkrankenhaus
Manuel Hernández Cerezo hat anhaltende Defizite im Gesundheitswesen auf Fuerteventura kritisiert. Der Abgeordnete der PSOE von Fuerteventura sagte im Interview bei Onda Fuerteventura, trotz Fortschritten blieben erhebliche Lücken. Besonders betroffen sei das Hospital General de Fuerteventura, das aktuell keine Fachärzte für Gastroenterologie habe. Hernández Cerezo sprach von drei verlorenen Jahren, warnte vor längeren Wartelisten und kritisierte geschönte offizielle Daten sowie häufige Wechsel in der Leitung der Gesundheitsdienste.
Pájara investiert 1,97 Millionen Euro in Asphaltierung
Die Gemeinde Pájara hat einen Asphaltierungsplan im Wert von 1.969.492 Euro beschlossen. Bürgermeister Alejandro Jorge sagte, das Vorhaben sei notwendig und zeige das Engagement für eine schrittweise Verbesserung öffentlicher Räume. Der erste stellvertretende Bürgermeister und Stadtrat für Stadtplanung, Alexis Alonso, erklärte, die Technische Abteilung habe den Plan in den vergangenen Monaten erarbeitet. Betroffen seien 36 Straßen, darunter 20 in Costa Calma und zehn in Morro Jable, weitere Abschnitte lägen in Solana Matorral und im Sup 5 von Vinamar.
Puerto del Rosario startet Hilfe für Vermietung leerer Geschäfte
Puerto del Rosario hat eine Initiative zur Belebung leerstehender Ladenlokale gestartet. Bürgermeister David de Vera erklärte, die Stadt wolle geschlossene Lokale aktivieren und in reale Chancen verwandeln. Die Gemeinde arbeitete im Projekt "Intelligenter Handel" mit der Firma Redflexión zusammen und ließ ungenutzte Lokale in offenen Einkaufszonen erfassen. Eigentümer erhielten ein kostenloses Paket mit Imageverbesserung, Beschilderung und Eintrag in ein Online-Verzeichnis, zudem schlug das Team passende Geschäftsideen vor.
La Oliva: Blutspendeaktion mit mobiler Einheit gestartet
Der Kanarische Gesundheitsdienst hat in La Oliva eine Blutspendekampagne gestartet. Die Dirección General de Hemodonación y Hemoterapia des Servicio Canario de la Salud stellte dafür eine mobile Einheit auf der Avenida Nuestra Señora del Carmen auf. Der Dienst teilte mit, die Einheit öffne von Montag bis Mittwoch von 16.15 bis 20.30 Uhr sowie am Donnerstag und Freitag von 9.15 bis 13.30 Uhr. Zusätzlich blieb der feste Blutspendepunkt im Hospital General de Fuerteventura werktags von 11 bis 13.30 Uhr geöffnet, eine Terminvereinbarung wurde empfohlen.
La Oliva rüstet Polizei-Motorräder mit Airbag-Systemen aus
La Oliva hat ein neues Sicherheitssystem für Motorradpolizisten eingeführt. Bürgermeister Isaí Blanco sagte, die Verwaltung habe in Airbags investiert, um Verletzungen bei Unfällen zu verringern. Die Gemeinde erklärte, das System schütze Hals, Wirbelsäule, Brustkorb, Lendenbereich und Steißbein und löse bei Sturz oder Trennung vom Motorrad in Millisekunden aus. Sicherheitsstudien zeigten laut Rathaus, dass sich die Folgen für den Oberkörper um bis zu 80 Prozent reduzieren könnten.
Mancomunidad Centro Sur verabschiedet Haushaltspläne 2026
Die Mancomunidad Centro Sur hat ihre Haushaltspläne für 2026 verabschiedet. Präsident Enrique Cerdeña Méndez leitete die Sitzung am 23. April, in der das Budget einstimmig erhöht wurde. Die Mittel beliefen sich auf 999.234,65 Euro und sollen öffentliche Dienstleistungen stärken sowie Haushaltsstabilität sichern. Die Mancomunidad nannte als Schwerpunkte Kinder- und Familienhilfe in vier Gemeinden, das Tagesrehabilitationszentrum in Gran Tarajal, die Tierklinik La Pared mit 24-Stunden-Betrieb und den Ausbau der Kontrolle von Katzenkolonien.
AM-CC kritisiert Hafenbehörde wegen Afrika-Routen
Asamblea Majorera–Coalición Canaria Fuerteventura hat der Hafenbehörde von Las Palmas Doppelmoral vorgeworfen. Die Partei erklärte, dieselben Akteure hätten die Route Puerto del Rosario–Tarfaya kritisiert, während nun eine Linie zwischen Agadir und Gran Canaria gefördert werde. AM-CC verwies auf Aussagen von Beatriz Calzada, Präsidentin der Hafenbehörde von Las Palmas, die bei einem Besuch aus Agadir eine direkte Verbindung als wichtig bezeichnet habe, um Lieferzeiten um etwa anderthalb Tage zu verkürzen. Die Partei fragte, warum Warnungen zu Plagen und Agrarimporten nun ausblieben, und erinnerte an Vorschläge der Inselverwaltung von Fuerteventura und des Rathauses von Puerto del Rosario für eine Aufnahme der Tarfaya-Route in den Strategieplan bis 2035.
PP treibt Schutz traditioneller Küstenorte voran
Der Partido Popular hat im Kanaren-Parlament eine Initiative zum Schutz traditioneller Küstenorte vorangetrieben. Die Abgeordnete Jennifer Curbelo brachte den Vorstoß ein, der eine Änderung des spanischen Küstengesetzes von 1988 forderte. María Saavedra, Abgeordnete des Partido Popular für Fuerteventura, erklärte, viele Familien seien historisch mit Orten wie Majanicho oder Los Molinos verbunden. Sie forderte, die Verwaltung müsse von den Inseln aus erfolgen, und verlangte eine vollständige Kompetenzübertragung, damit Regelungen nach ihrer Darstellung gerechter umgesetzt würden.
Schwimm-Travesía Las Playitas–Gran Tarajal 2026 abgesagt
Der Club Fuertebrazada hat die Travesía Las Playitas–Gran Tarajal für 2026 abgesagt. Vereinschef Alberto Rivero sagte im Interview bei Onda Fuerteventura, fehlende Unterstützung habe die Durchführung unmöglich gemacht. Der Club erklärte, Finanzierungsprobleme und ausbleibende Subventionen hätten die Sicherheitsplanung infrage gestellt. Die XII. Ausgabe der Veranstaltung könne trotz Engagements weniger Mitglieder und Freiwilliger nicht stattfinden.
Pájara öffnet Voranmeldung für Musik- und Tanzschule
Die Escuela de Música y Danza de Pájara hat die Voranmeldung für das kommende Schuljahr geöffnet. Die Gemeinde teilte mit, neue Schüler könnten sich vom 4. bis 22. Mai anmelden. Die Schule bot Fächer von Klavier und Gitarre bis zu Blasinstrumenten, Gesang, Timple und Tanz an und arbeitete im Rahmen eines Projekts der Asociación Banda Municipal de Pájara mit der Kulturabteilung der Gemeinde zusammen. Nach Angaben der Organisatoren besuchten rund 250 Schüler die Standorte in Morro Jable und Costa Calma.
U13-Teams bereiten sich auf Kanaren-Meisterschaften vor
Fuerteventuras U13-Basketballteams haben sich auf die Kanarischen Schulmeisterschaften vorbereitet. Der Sportbeauftragte Luis González besuchte vier Spielerinnen und vier Spieler im Polideportivo Insular. Die Auswahl repräsentierte Fuerteventura erstmals bei der 43. Ausgabe, die vom 9. bis 10. Mai in Puerto de la Cruz auf Teneriffa stattfand. Die Veranstaltung wurde von der Federación Canaria de Baloncesto und der regionalen Sportbehörde organisiert, zudem wurde diese Alterskategorie erstmals in das Programm aufgenommen.
Guardia Civil meldet größten Kokainfund auf hoher See
Die Guardia Civil hat den größten bekannten Kokainfund auf hoher See an Bord eines Frachters gemacht. Laut La Provincia legte das Schiff unter Flagge der Komoren am Sonntag im Marinestützpunkt des Hafens von Las Palmas an, nachdem Beamte es am Freitag vor der Küste von Dajla im Süden Marokkos abgefangen hatten. Ersten Angaben zufolge versteckten Täter die Droge in Laderäumen und im Inneren des Rumpfes, der offizielle Zähl- und Wiegevorgang stand noch aus. Schätzungen sprachen von 1.500 Bündeln zu je 25 bis 30 Kilogramm, zudem nahm die Guardia Civil 23 Besatzungsmitglieder fest, die Ermittlungen führte die Zentrale Operative Einheit aus Madrid.
Clavijo führt in Brüssel Gespräche zur Energiekrise
Fernando Clavijo hat in Brüssel Gespräche über spezielle Maßnahmen zur Energiekrise geführt. Der Präsident der Kanarischen Inseln traf den EU-Kommissar für Verkehr und Tourismus, Apostolos Tzitzikostas, sowie die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für eine gerechte und wettbewerbsfähige Energiewende, Teresa Ribera. Clavijo habe steigende Kraftstoffkosten infolge des Krieges im Iran als Risiko für die Kanarischen Inseln beschrieben und Anpassungen für Regionen in äußerster Randlage angesprochen. Regierungssprecher Alfonso Cabello erklärte, der Archipel treffe die Abhängigkeit von Importen besonders, zudem wollte Clavijo Ausnahmen im EU-Emissionshandelssystem über 2030 hinaus absichern und eine Fristverlängerung für Next Generation EU-Mittel für Energieprojekte erreichen.





