Gran Canaria erlebte mit Sturm Therese schwere Unwetter, die Erdrutsche, Straßensperrungen und einen Notstand auslösten. Gleichzeitig nahm die Wetteragentur Aemet neue Radarsysteme in Betrieb.
Sturm Therese löste Erdrutsche und Straßensperrungen aus
Sturm Therese brachte in der Nacht zum Samstag starken Regen und heftige Böen nach Gran Canaria. Besonders betroffen waren die Bergregionen sowie der Südosten und Südwesten der Insel. Das Unwetter löste Erdrutsche, Felsstürze und umgestürzte Bäume aus. Mehrere Orte gerieten durch Wasserabflüsse unter Druck, Straßen wurden beschädigt.
Mehr als 1.200 Kräfte von Polizei, Zivilschutz und Feuerwehr arbeiteten daran, gesperrte Verbindungen wiederherzustellen. Betroffen waren unter anderem Aríñez, Ayacata, die Strecke zwischen Artenara und La Aldea de San Nicolás sowie die GC-210.
Notstand Stufe 1 wegen voller Stauseen und Überflutungsgefahr
Inselpräsident Antonio Morales rief wegen anhaltender Regenfälle den Notstand der Stufe 1 aus. Mehrere Stauseen erreichten ihre Kapazität, in den Bergregionen fielen große Regenmengen. Morales warnte vor zahlreichen Vorfällen und forderte die Bevölkerung zu Vorsicht auf.
Er verlangte, Berggebiete zu meiden und Abstand zu Schluchten und Stauseen zu halten. Erdrutsche und Überflutungen drohten. Die Inselverwaltung schloss Außenanlagen, Aktivitäten und Besucherzentren. Zudem warnte sie vor rauem Meer mit Wellen von vier bis fünf Metern.
Inselwasserrat meldete volle Stauseen und bekräftigte Sicherheitsregeln
Der Inselwasserrat meldete mehrere Stauseen als voll, darunter El Vaquero und Candelaria. Die Pegel waren nach den Niederschlägen stark gestiegen. Die Regenfälle verbesserten zwar die Wasserreserven für die Landwirtschaft, doch die Verwaltung verwies auf erhöhte Risiken an Abflüssen.
Die Behörde bekräftigte Sicherheitsregeln für Starkregen: Parken in öffentlichen Kanälen ist verboten, Material, das bei Überschwemmungen mitgerissen werden kann, muss entfernt werden. Tätigkeiten, die den Wasserfluss behindern, sollten unterbleiben.
Gerücht um Zusammenbruch des Stausees Los Pérez dementiert
Antonio Morales wies ein Gerücht in sozialen Medien zum Stausee Los Pérez in Agaete zurück. Die Behauptung hatte von einem angeblich bevorstehenden Zusammenbruch und einer präventiven Evakuierung zweier Stadtteile gesprochen. Morales erklärte, nichts davon sei wahr.
Er räumte ein, dass der Stausee überlaufen und Wasser die Schlucht hinunterfließen könne. Deshalb bleibe Vorsicht geboten. Die Inselverwaltung habe bereits einen Dienst eingerichtet, um größere Risiken zu mindern.
Notrufzentrale bearbeitete fast 600 Vorfälle auf den Kanaren
Die Notrufzentrale Cecoes 112 bearbeitete seit Beginn von Sturm Therese fast 600 Vorfälle auf den Kanarischen Inseln. Gemeldet wurden Wassereinbrüche in Häusern und Geschäften, umgestürzte Äste, Trümmer auf Straßen sowie Erdrutsche in bergigen Regionen. Sechs Personen erlitten Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades.
Auf Gran Canaria registrierte die Staatliche Wetteragentur Aemet seit Mitternacht 55,0 Liter pro Quadratmeter in Vega de San Mateo und 54,2 Liter in Tejeda. Für Gran Canaria und die westlichen Inseln galten seit Samstag Warnungen wegen Wind, Regen und hoher Brandung.
Flugverkehr mit Ausfällen und Umleitungen belastet
Sturm Therese beeinträchtigte den Flugverkehr auf den Kanaren mit Streichungen und Umleitungen. Am Samstag fielen nach Angaben des Flughafenbetreibers Aena 24 Flüge aus, drei Maschinen wurden umgeleitet. Am stärksten betroffen war der Flughafen Villa de Mazo auf La Palma.
Dort wurden unter anderem fünf Flüge von Gran Canaria gestrichen, außerdem Verbindungen aus Düsseldorf, Faro und Madrid. Ein Flug aus Frankfurt landete auf Lanzarote, eine Maschine aus Berlin wurde nach Porto umgeleitet, ein Flug aus Porto kehrte um.
Neue Wetterradare verbessern Beobachtung auf Gran Canaria
Die Staatliche Wetterbehörde Aemet nahm neue Radarsysteme in Betrieb und rüstete das System auf Gran Canaria auf. Gleichzeitig ging nach elf Jahren Verzögerung ein neuer Radar in Teno in Betrieb, wodurch eine Lücke in der Wetterbeobachtung auf den Kanarischen Inseln geschlossen wurde. Seit Freitagmorgen waren kombinierte Radarbilder auf der Website der Behörde abrufbar.
Beide Radare arbeiten mit Dual-Polarisationstechnologie und sollen Niederschlagsarten besser unterscheiden. Aemet erklärte, Meteorologen könnten Wetterbewegungen aus dem westlichen Atlantik nun in Echtzeit verfolgen, auch wenn die Systeme numerische Modelle und Warnsysteme nicht ersetzten.
Friedensdemonstration in Las Palmas de Gran Canaria
Kriegsgegner demonstrierten in Las Palmas de Gran Canaria für Frieden. Teilnehmer trugen Banner und riefen Parolen, um Dialog statt Konfrontation zu fordern. Die Aktion zog Passanten an, von denen sich einige anschlossen oder Unterstützung zeigten.
Die Anwesenden verwiesen auf die Tradition der Kanarischen Inseln als Ort des friedlichen Dialogs. Am Ende stand ein gemeinsamer Appell, sich weiter gegen Kriege einzusetzen und eine Zukunft ohne Konflikte anzustreben.
Gran Canaria Arena bereitete sich auf Sportduell vor
Die Gran Canaria Arena bereitete sich auf ein sportliches Duell mit großem Publikumsinteresse vor. Viele Fans strömten in die Ränge, die Veranstalter kündigten ein Rahmenprogramm mit Verkaufsständen für Fanartikel, Gastronomie sowie Live-Musik und Auftritten an. Die Atmosphäre sollte mit dem Anpfiff weiter anziehen.
Zum Spiel selbst blieben zentrale Details offen, darunter konkrete Uhrzeit und Mannschaften. Der Bericht verwies darauf, dass sich ein frühes Erscheinen lohnte, um Angebote und Stimmung vor Ort mitzunehmen.





