Die neue PP-Führung auf Gran Canaria, Festnahmen nach Einbrüchen in Agaete und eine Studie zu Franco-Opfern auf dem Friedhof Vegueta – das sind die Themen, die die Insel derzeit beschäftigen.
PP auf Gran Canaria setzt auf Carlos Sánchez trotz laufender Verfahren
Die Volkspartei hat Carlos Sánchez an die Spitze ihrer Inselstruktur gebracht. Am Samstag ernannte sie ihn in Las Palmas de Gran Canaria zum Präsidenten des PP-Verwaltungskomitees – obwohl er sechsmal vor Gericht stand und die Staatsanwaltschaft Haftstrafen forderte. Verurteilt wurde er nur einmal.
Der nationale PP-Generalsekretär Miguel Tellado und der regionale PP-Präsident Manuel Domínguez stützten die Entscheidung. Auch José Manuel Soria, der 2016 nach den Panama Papers aus der Politik ausgeschieden war, stellte sich hinter Sánchez.
Guardia Civil nimmt drei Verdächtige nach Einbrüchen in Agaete fest
Nach Anzeigen von Anwohnern und Händlern nahm die Guardia Civil in Agaete im April drei mutmaßliche Täter fest. Ihnen werden mehrere Diebstähle in Häusern und Geschäften vorgeworfen.
Ein Verdächtiger soll vier Einbrüche begangen haben, überwiegend während ausländische Urlauber abwesend waren, und Beute im Wert von mehr als 2.000 Euro gestohlen haben. Mit gestohlenen Bankkarten löste er demnach unautorisierte Transaktionen aus. Zwei weitere Festnahmen betrafen versuchte Restaurant-Einbrüche sowie einen gewaltsamen Diebstahl in einem Geschäft. Alle Fälle wurden an die Justiz übergeben.
Studie auf dem Friedhof Vegueta soll Franco-Opfer lokalisieren
Das Ministerium für Demokratisches Gedächtnis hat eine Untersuchung auf dem Friedhof von Vegueta beauftragt. Ziel ist es, Opfer der Franco-Diktatur zu lokalisieren und unmarkierte Gräber zu identifizieren.
Die Arbeiten sollen Familien von Verschwundenen Gewissheit geben und die historische Aufarbeitung stützen. Das Ministerium kündigte an, mit lokalen Gemeinschaften und Organisationen zusammenzuarbeiten, um Transparenz zu gewährleisten und Betroffene einzubinden.
Papst Leo XIV thematisiert auf den Kanaren Migration und Frieden
Papst Leo XIV besuchte die Kanarischen Inseln und löste damit eine politische Debatte aus. Seine Reise stellte die Inseln als Ort der Begegnung dar und verband religiöse Botschaften mit Appellen für Frieden, Menschenwürde und Solidarität.
Er kritisierte die "Globalisierung der Gleichgültigkeit" und forderte Schutz und Integration von Migranten – auch mit Blick auf die Atlantikroute. Zugleich verwies der Bericht auf den geplanten EU-Migrations- und Asylpakt, der Kontrollen an Außengrenzen verschärfen soll. US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Papst als "schwach"; Leo XIV wies das zurück.
Almogarén schlägt Tegueste – Unión Gáldar gerät unter Druck
In der Liga Disa Gobierno de Canarias de Primera Categoría masculina hat Almogarén für eine Überraschung gesorgt. Das Team gewann 12:9 gegen Tegueste und fügte dem Tabellenführer der Gruppe C die erste Saisonniederlage zu.
In Gruppe B blieb Chimbesque ungeschlagen und bezwang Unión Gáldar 12:9, womit der Kampf um Platz zwei enger wurde. Suma feierte zudem den elften Sieg gegen Unión Gáldar, während Aridane in Gruppe A mit einem 12:9 gegen Unión Antigua bis auf zwei Punkte herankam.





