Gran Canaria spricht über Auszeichnungen der feministischen Vernetzung, eine Käsemesse in La Aldea und eine Ehrung für die Hebamme Pinito Calderín sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Feministische Vernetzung hat Engagement gegen Rassismus und Ausbeutung geehrt
Die Feministische Vernetzung Gran Canaria hat die Bewegung „Regularisierung Jetzt“ und die Sozialarbeiterin Idaira Alemán Afonso ausgezeichnet. Die Ehrung fand am Sonntag auf der voll besetzten Plaza de Santa Ana statt und würdigte eine Volksinitiative für die Anerkennung von Migranten sowie Alemáns Arbeit als Koordinatorin des Projekts „Por no Hablar“ gegen Menschenhandel.
Die Preisträger riefen „Rechte für alle“ und forderten, lokale Behörden sollten Migranten registrieren und Ausbeutung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt melden. Sie verlangten zudem die Schließung von Abschiebezentren und die Abschaffung des Ausländergesetzes, betonten aber zugleich den laufenden Regularisierungsprozess für Tausende Menschen.
Feministisches Netzwerk Gran Canaria hat „Loo Awards“ an Regierung und Julio Iglesias vergeben
Das Feministische Netzwerk Gran Canaria hat der Regierung der Kanarischen Inseln und dem Sänger Julio Iglesias einen „Loo Award“ verliehen. Die Auszeichnung sollte negative Handlungen und Haltungen benennen, die nach Ansicht des Netzwerks Geschlechterungleichheit und Sexismus fördern oder Gleichstellung ausbremsen.
Julio Iglesias kritisierte das Netzwerk wegen Aussagen über Frauen, die es als veraltet und abwertend einstufte. Die Regionalregierung hob es wegen einer Politik hervor, die es als unzureichend für Frauenrechte und Gleichstellungsinitiativen bewertete. Mit den Preisen wollte das Netzwerk Debatten anstoßen und Sensibilität für Sexismus stärken.
Europäische Käsemesse hat La Aldea mit 10.000 Besuchern belebt
Die Europäische Käsemesse hat in La Aldea rund 10.000 Besucher angezogen und 5.000 Kilo Käse verkauft. Die Veranstalter präsentierten lokale und internationale Produzenten und setzten auf Verkostungen, Workshops zur Herstellung und Kombination sowie Live-Musik, die das Wochenende prägte.
Viele Gäste suchten das Gespräch mit den Erzeugern und informierten sich über handwerkliche Produktion. Die Organisatoren beschrieben die Messe als Impuls für Tourismus und Umsatz vor Ort und verwiesen auf das zehnte Jubiläum, das La Aldea als Ziel für Käseliebhaber weiter etablieren sollte.
Nachbarn in Jinámar haben eine Würdigung für Hebamme Pinito Calderín vorangetrieben
Nachbarn in Jinámar haben Unterschriften gesammelt, um eine Straße nach Pinito Calderín zu benennen. Die Hebamme half im vergangenen Jahrhundert bei mehr als tausend Geburten und galt in der Umgebung auch bei Notfällen als feste Anlaufstelle, weil es in vielen Dörfern kaum Gesundheitsversorgung gab.
Der Präsident der Nachbarschaftsvereinigung, Tomás Santana Borrego, betonte die Bedeutung der Anerkennung für die Gemeinde. Die Stadt Telde erklärte, es gebe keine verfügbaren Straßen und Umbenennungen seien für Anwohner umständlich. Stattdessen schlug die Verwaltung vor, einen öffentlichen Platz nach Calderín zu benennen.









