Gran Canaria spricht über Unwetterwarnungen, milliardenschwere Flughafenpläne und den angekündigten Papstbesuch sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Gran Canaria rüstet sich für DANA, Regen und hohe Wellen
Die Kanaren-Regierung hat eine Regenvorwarnung für Gran Canaria ausgegeben. Sie begann am Donnerstag um 11.00 Uhr, während eine Schneevorwarnung auf Teneriffa bereits um 3.00 Uhr startete.
Die Behörden warnten vor anhaltendem Regen, teils mit kräftigen Schauern und starken Winden. An den nördlichen und westlichen Küsten galt zudem eine Küstenwarnung, weil Wellen bis fünf Meter und Böen bis 80 Kilometer pro Stunde möglich waren. Staub aus Afrika konnte die Lage verschärfen und Schlamm begünstigen.
Experten erwarten Starkregen, Gewitter und Saharastaub auch auf Gran Canaria
Wetterexperte Samuel Biener vom Portal Meteored hat für Donnerstag instabile Bedingungen auf den Kanarischen Inseln angekündigt. Er rechnete mit Schauern, die sich besonders in nördlichen Gebieten zeigten.
Für Freitag sah er die stärksten Regenfälle auf Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera und La Palma. In exponierten Lagen seien Böen von mehr als 70 km/h möglich gewesen, dazu hoher Seegang mit Wellen von mehr als vier Metern. Biener riet, Autos nicht zu waschen, weil Saharastaub erwartet wurde.
Aena hat 336,3 Millionen Euro für den Flughafen Gran Canaria angekündigt
Aena hat Investitionen von 1,806 Milliarden Euro für die acht Flughäfen der Kanarischen Inseln angekündigt. Der staatliche Flughafenbetreiber plante die Ausgaben für den Zeitraum 2027 bis 2031 und verwies auf eine deutliche Steigerung gegenüber dem vorherigen Fünfjahreszeitraum.
Für den Flughafen auf Gran Canaria waren 336,3 Millionen Euro vorgesehen. Zur Finanzierung schlug Aena eine durchschnittliche jährliche Gebührenerhöhung von weniger als 0,30 Euro pro Passagier vor, die durch Anreize auf unter 0,10 Euro bei Interinsel-Flügen sinken sollte.
Puertos Canarios hat den Hafen Agaete für die Blaue Flagge nominiert
Puertos Canarios hat die Bewerbung um sechs Blaue Flaggen in öffentlich verwalteten Häfen gestartet. Der Hafen von Agaete auf Gran Canaria gehörte zu den erstmals offiziell nominierten Standorten.
Die Behörde arbeitete an Vorgaben wie Umweltinformation, Abfallmanagement, Sanitäranlagen sowie Rettungs und Feuerlöschausrüstung. Geplant waren unter anderem Infotafeln zu Küstenökosystemen und mindestens drei Umweltbildungsaktivitäten pro Jahr. Die Blaue Flagge vergibt die Stiftung für Umwelterziehung, in Spanien betreute sie ADEAC.
Der Papst hat seinen Besuch auf Gran Canaria angekündigt
Der Papst hat einen Besuch auf Gran Canaria angekündigt. Der Präsident der Insel erklärte, die Reise komme zu einem entscheidenden Zeitpunkt und werde als moralische Unterstützung in der aktuellen Migrationssituation verstanden.
Er verband damit die Hoffnung auf mehr Aufmerksamkeit für die Lage ankommender Migranten und auf Impulse für Debatten zur Einwanderungspolitik in Spanien und Europa. In der lokalen Gemeinschaft fielen die Reaktionen laut Bericht überwiegend positiv aus, während die Vorbereitungen weiterliefen.
Las Palmas hat den Filmzyklus „Malditas Guerras“ abgeschlossen
Der Filmzyklus „Malditas Guerras“ hat am Donnerstag in Las Palmas geendet. Nach fünf Monaten Vorführungen schloss die Reihe mit dem Spielfilm „La Marsellesa de los Borrachos“ ab.
Die Abschlussveranstaltung bot neben dem Film eine besondere Sonderaufführung. Laut Bericht hatte der Zyklus in den Monaten zuvor Diskussionen über Krieg und seine Folgen angestoßen und in der lokalen Gemeinschaft anhaltendes Interesse geweckt.
Dokumente haben Reaktionen auf den 23F-Putsch auch in Las Palmas beschrieben
Deklassifizierte Dokumente haben das politische Klima nach dem 23F-Putsch von 1981 auf den Kanaren beleuchtet. Mehr als 150 Unterlagen wurden zwei Tage nach dem 45. Jahrestag öffentlich zugänglich gemacht, darunter Transkripte und handschriftliche Notizen.
Berichte des damaligen Polizeichefs beschrieben Graffiti und Versammlungen an der Universität von La Laguna auf Teneriffa. Für Las Palmas hielten die Unterlagen Proteste am 26. Februar fest, die von außerparlamentarischen linken Gruppen organisiert wurden und laut zeitgenössischer Darstellung unkoordiniert verliefen.











