Gran Canaria beschäftigen derzeit Räumungen durch die Félix Santiago Banana Group, ein schwerer Poolunfall mit einem Kind und die mögliche Ankunft eines Kreuzfahrtschiffs unter Quarantäne sowie weitere Entwicklungen.
Félix Santiago Banana Group lässt fast 100 Menschen räumen
Die Félix Santiago Banana Group hat auf Gran Canaria fast 100 Menschen aus Wohnungen räumen lassen. Betroffen waren nach Berichten vor allem gefährdete Familien. Der Vorgang löste Proteste von Nachbarschaftsvertretern und Organisationen aus. Betroffene schilderten, sie hätten ihre Wohnungen plötzlich verloren und fürchteten um ihre Wohnsicherheit.
Einwohner und Initiativen verurteilten die Räumungen und forderten ein Eingreifen der Behörden. Aktivisten verlangten Schutzmaßnahmen, damit weitere Räumungen nicht unkontrolliert fortgesetzt werden. Gemeindeleiter organisierten Unterstützung und suchten nach Lösungen.
Vierjähriges Kind nach Poolunfall in kritischem Zustand
Rettungskräfte haben ein vierjähriges Kind nach einem Ertrinkungsunfall in einem Hotelpool im Süden von Gran Canaria in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Das Kind war regungslos im Wasser entdeckt worden, kurz darauf alarmierten Helfer die Rettungsdienste.
Die Einsatzkräfte begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen und transportierten das Kind zur weiteren Behandlung. Behörden nannten keine weiteren Details zu den Umständen oder zum aktuellen Zustand.
Kreuzfahrtschiff unter Hantavirus-Verdacht erwägt Gran Canaria als Anlaufhafen
Ein Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne hat Gran Canaria als möglichen Anlaufhafen in Betracht gezogen. Das Schiff lag vor Kap Verde, nachdem das Land die Einfahrt verweigert hatte. Der Betreiber Oceanwide Expeditions wartete auf Entscheidungen der Weltgesundheitsorganisation und der Regierungen.
Berichtet wurden drei Todesfälle und zwei erkrankte Passagiere, zudem benötigten zwei Besatzungsmitglieder der MV Hondius medizinische Hilfe. Die kanarischen Behörden koordinierten sich für den Fall eines Anlegens. Der Hafen von Las Palmas erhielt nach Angaben bislang keine Anfrage.
Photovoltaikanlage am Nilo Shopping Centre in Maspalomas fertiggestellt
Maspalomas hat die Installation einer Photovoltaikanlage am Nilo Shopping Centre abgeschlossen. Raúl García Brink, Umwelt-, Klima-, Energie- und Wissensrat der Inselverwaltung von Gran Canaria, besichtigte das Projekt. Es gehört zur Energiegemeinschaft Playa del Inglés und soll Strom für Eigenverbrauch und Mitglieder im Umkreis von fünf Kilometern liefern.
Die Anlage umfasst 432 Module und sechs Wechselrichter. Sie soll jährlich 549.208 kWh erzeugen und rechnerisch rund 158 Haushalte versorgen. Finanziert wurde das Gesamtpaket mit Mitteln aus den europäischen Next Generation Fonds. Weitere Anlagen in Maspalomas sind angekündigt.
Pflegekolleg beziffert Bedarf von 300 Hebammen in Las Palmas
Das Pflegekolleg hat für Las Palmas einen Bedarf von 300 Hebammen festgestellt. Die Nachfrage sei gestiegen, unter anderem wegen Änderungen in der Gesundheitspolitik und einer höheren Geburtenrate.
Behörden sollen Maßnahmen ergreifen, während Initiativen zur Ausbildung und Rekrutierung laufen. Das Pflegekolleg arbeitet dazu mit Bildungseinrichtungen zusammen, um Ausbildungswege zu verbessern und mehr Fachkräfte zu gewinnen.
Handelsgericht befreit Vater von 42.471 Euro Schulden
Ein Gericht hat in Las Palmas de Gran Canaria einen Vater von 42.471 Euro Schulden befreit. Das Handelsgericht entschied nach dem Second Chance Law. Der Mann hatte laut der Kanzlei Bergadá Associados Kredite aufgenommen, um nach einer Trennung Grundbedürfnisse zu decken und seine Tochter zu unterstützen.
Die Anwältin Marta Bergadá erklärte, der Mann habe nicht leichtfertig gehandelt und sei in eine unüberwindbare Schuldenfalle geraten. Ein Angehöriger habe ihn im September 2025 auf den Mechanismus hingewiesen, danach habe das Verfahren zur Entschuldung geführt.
Verkehrsunfall in Gáldar verletzt fünf Menschen
Ein Verkehrsunfall hat in Gáldar fünf Menschen verletzt, darunter eine ältere Frau. Zwei Fahrzeuge waren frontal zusammengestoßen. Rettungskräfte leisteten vor Ort Hilfe und brachten die Verletzten in Krankenhäuser. Die Behörden beschrieben alle als stabil.
Erste Ermittlungen deuteten darauf hin, dass zu hohe Geschwindigkeit eines Fahrers die Schwere des Unfalls verstärkt haben könnte. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, sperrte die Strecke zeitweise und befragte Zeugen.
Manuel Alcaide Alonso in Las Palmas de Gran Canaria gestorben
Manuel Alcaide Alonso ist am Samstagmorgen in seinem Haus in Las Palmas de Gran Canaria gestorben. Er hatte den Obersten Gerichtshof der Kanarischen Inseln von 1993 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2000 geleitet und war später von 2002 bis 2011 Stellvertreter des Común de Canarias.
Der Común de Canarias würdigte Alcaide als prägenden Verteidiger der Bürgerrechte gegenüber der öffentlichen Verwaltung. Die Aufbahrung sollte ab Samstagnachmittag im Bestattungsinstitut San Miguel in Las Palmas de Gran Canaria stattfinden.
Animayo Gran Canaria zeigt bis zu 34 Premieren
Animayo Gran Canaria hat in diesem Jahr bis zu 34 Premieren gezeigt. Die Jury führte Tony Bancroft an, der aus der Disney Animationswelt bekannt ist. Das Festival präsentierte neben Premieren auch eine Auswahl an Kurzfilmen.
Die Veranstaltung dient als Qualifikationsfestival für die Oscars und die Annie Awards und erhöht damit die Sichtbarkeit der gezeigten Arbeiten. Spezielle Vorführungen stellten zudem aufstrebende Talente vor und förderten den Austausch in der Branche.
Versammlung im San Telmo Park fordert Freilassung von Aktivisten
Eine Versammlung hat in Las Palmas de Gran Canaria die Freilassung von Thiago Ávila und Saif Abukeshek gefordert. Global Sumud nahm am Dienstag, dem 5. Mai, an der Aktion "Eine Stunde des Schweigens für den Frieden" teil, die jeden ersten Dienstag im Monat stattfindet.
Das Treffen begann um 19.00 Uhr im San Telmo Park und verlangte auch die Freilassung weiterer politischer Gefangener wie Marwan Barghouti sowie ein Ende des Genozids in Gaza. Die Organisatoren sprachen von mehr als 9.000 palästinensischen Gefangenen, darunter mehr als 400 Minderjährige ohne Anklage oder Verfahren.
Erneuerbare Energien auf den Kanaren erstmals vor Kohle
Eine Untersuchung hat ergeben, dass erneuerbare Energien auf den Kanarischen Inseln erstmals mehr Strom als Kohle erzeugt haben. Forscher der Universität Murcia und der Universität La Laguna nutzten das Modell CLIMAX und empfahlen, Solar und Wind so zu verteilen, dass sich Erzeugung und Nachfrage besser ausgleichen.
Ohne Speicher sollte Wind laut Studie rund 60 Prozent liefern, mit großen Speichern könne Solar auf 86 Prozent steigen. Der Anteil erneuerbarer Energien liegt derzeit bei 22,7 Prozent. Die Regierung der Kanarischen Inseln fördert Beschleunigungszonen und stößt dabei auf Widerstand.
Essay beschreibt Mechanismen kultureller Anerkennung auf den Kanaren
Ein Autor aus Las Palmas hat die Mechanismen kultureller Anerkennung auf den Kanaren beschrieben. Er schilderte nach fast vier Jahrzehnten Kulturarbeit eine Erschöpfung, weil Sichtbarkeit nicht automatisch Zugehörigkeit zu den entscheidenden Räumen bedeute.
Der Text nannte als Beispiel Dania Dévora Barrera und argumentierte, dass Karrieren trotz Beiträgen marginalisiert bleiben könnten. Anerkennung entstehe in Netzwerken aus Gewohnheiten, Orten und impliziten Mitgliedschaften, die manche Stimmen begünstigten und andere übergingen.





