Gran Canaria spricht über die Schließung eines Pflegeheims, die Verurteilung eines Bürgermeisters und die Rückkehr eines Manrique-Kunstwerks sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Pflegeheim auf Gran Canaria nach Mängelberichten geschlossen
Die Inselverwaltung hat die Schließung einer von Quorum 77 betriebenen Pflegeeinrichtung angeordnet. Mehrere Inspektionen stellten erhebliche Defizite fest, darunter zu wenig Personal, mangelhafte Hygiene und unsichere Bedingungen für Bewohner.
Die Verwaltung plante die Verlegung der Betroffenen in andere Heime und suchte nach passenden Alternativen. Quorum 77 erklärte, man kooperiere vollständig und wolle die Standards verbessern, um Sicherheit und Betreuung zu gewährleisten.
Bürgermeister von Guía wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt
Alfredo Gonçalves wurde wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt. Der Bürgermeister von Santa María de Guía auf Gran Canaria war laut Mitteilung des Obersten Gerichtshofs der Kanarischen Inseln vor dem Gericht in San Bartolomé de Tirajana erschienen.
Die Polizei hatte ihn bei einer Routinekontrolle mit 0,72 und 0,7 mg/l gestoppt, als er mit seinem Privatwagen auf der Avenida de España unterwegs war. Gonçalves gestand im beschleunigten Verfahren und akzeptierte 40 Tage gemeinnützige Arbeit sowie ein achtmonatiges Fahrverbot. Er entschuldigte sich, lehnte einen Rücktritt aber ab.
Manriques Windspiel an Las Canteras wieder aufgestellt
Die Stadt Las Palmas de Gran Canaria hat das Windspiel von César Manrique in der Plaza de La Puntilla erneut installiert. Das Ayuntamiento ließ eine exakte Nachbildung des Originals von 1995 aus widerstandsfähigeren Materialien fertigen, damit sie dem Seespray besser standhält.
Gemma Martínez Soliño, Stadträtin für strategische Entwicklung, Nachhaltigkeit und Energie, Parks und Gärten sowie den Primärsektor, besuchte die Fertigstellung. Die Restaurierung erfolgte mit der César Manrique Stiftung, finanziert über eine Ausschreibung mit 290.009,90 Euro. Das Original war 2016 wegen starker Oxidation entfernt worden.
Inselrat lässt Löffler nach Operation in Maspalomas frei
Der Rat von Gran Canaria hat einen Löffler in der Lagune von Maspalomas freigelassen. Ein Bürger hatte den Vogel im März nahe dem Atlántico Einkaufszentrum in Santa Lucía de Tirajana mit Flügelbruch gefunden und das Wildtier-Rehabilitationszentrum in Tafira informiert.
Nach einer Operation und Rehabilitation mit Röntgenkontrollen erreichte das Tier Ende April wieder optimale Kondition. Bei der Freilassung waren Raúl García Brink als Umweltbeauftragter des Inselrats, Araceli Armas als Umweltbeauftragte von San Bartolomé de Tirajana und Pascual Calabuig, Tierarzt und Leiter des Zentrums in Tafira, anwesend. Mit dem Löffler flogen auch eine Schnatterente und ein Seidenreiher zurück in die Natur.
Polizei klärt Identität eines Leichnams im Jinámar-Tal
Die Polizei hat den Fall um einen im Jinámar-Tal gefundenen Leichnam abgeschlossen. Bauarbeiter hatten die Überreste am 29. April bei Erdarbeiten auf einer Baustelle hinter einem bekannten Schnellrestaurant entdeckt, danach untersuchten Forensiker den Fundort.
Die Ermittlungen ergaben, dass es sich um einen 1978 geborenen Mann handelte, der seit Juli 2024 als vermisst galt. Fremdverschulden schlossen die Ermittler aus, damit galt das Verfahren als beendet.
Womad ehrt Kulturproduzentin Dania Dévora aus Gran Canaria
Das Womad Festival hat mit einer Hommage an Dania Dévora begonnen. Die Kulturproduzentin aus Las Palmas de Gran Canaria hatte das Festival in Cáceres über Jahrzehnte geprägt, dort würdigten Veranstalter und Stadt ihre Arbeit mit einer Veranstaltung im Gran Teatro und einem Banner am Museo de Pedrilla.
Rafael Mateos, Bürgermeister von Cáceres, regte eine angemessene Ehrung an, die sozialistische Fraktion im Stadtrat kündigte eine posthume Ernennung zur Adoptivtochter der Stadt an. Dévora war am 25. März im Alter von 73 Jahren in Las Palmas de Gran Canaria gestorben.





