Gran Canaria spricht über einen tödlichen Radunfall, gestoppte illegale Bauten und Streit um Proexca sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Tödlicher Unfall auf der GC-195 bei Ingenio
Ein Zusammenstoß hat am Freitag einen Radfahrer das Leben gekostet. Der Unfall ereignete sich auf der GC-195 bei Las Majoreras in Ingenio, wie 1-1-2 Canarias meldete. Um 15.41 Uhr ging der Notruf beim Notfall- und Sicherheitskoordinierungszentrum CECOES ein. Die Rettungskräfte des Kanarischen Rettungsdienstes SUC stellten beim Eintreffen den Tod des Mannes fest, weil die Verletzungen nicht mit dem Leben vereinbar waren. Die örtliche Polizei sperrte den Bereich ab, die Guardia Civil leitete Ermittlungen zum Hergang ein.
Guardia Civil stoppt illegale Bauten in Telde
Die Guardia Civil hat in Lomo Catela bei Telde neun illegale Bauten gestoppt. Die Beamten trennten nach eigenen Angaben die Wasserzufuhr zu den nicht genehmigten Gebäuden und setzten damit Anordnungen des Ermittlungsgerichts in Telde um. Die Umwelteinheit Seprona in Las Palmas ging gegen Siedlungen auf geschütztem Land vor, auf dem Wohnen und Freizeitnutzung verboten waren. Die Ermittler beschrieben ein Muster, bei dem rustikales Land mit besonderem Umweltschutz parzelliert und illegal weiterverkauft wurde, teils mit provisorischen Basisdiensten.
Gran Canaria kritisiert Teneriffas Einfluss bei Proexca
Vertreter Gran Canarias haben eine technische Dominanz Teneriffas bei Proexca kritisiert. In einer Pressekonferenz warfen sie der Agentur vor, Entscheidungen zu stark auf Teneriffa zu bündeln und damit Interessen anderer Inseln zu schwächen. Proexca verteidigte die Strategie und erklärte, der Schwerpunkt auf Teneriffa sei für regionale Wirtschaftsziele wichtig gewesen, zugleich brauche es mehr Zusammenarbeit zwischen den Inseln. Berichten zufolge billigte die kanarische Regierung die bisherige Linie stillschweigend, was auf Gran Canaria Forderungen nach fairerer Vertretung verstärkte.
ES-Alert-Test bei Übung in Moya erreicht mehrere Gemeinden
Die Kanaren-Regierung hat das Warnsystem ES Alert bei einer Waldbrandübung auf Gran Canaria getestet. Der Test lief am Mittwoch, 29. April, parallel zu einer Übung in Moya und wurde mit der Inselverwaltung sowie der Stadtverwaltung koordiniert. Fernando Figuereo, Generaldirektor für Notfälle, sagte, Übungen stärkten Werkzeuge der Bürgerprotektion und die Abstimmung über 112 Canarias. Zwischen 9.30 und 11.30 Uhr gingen Testmeldungen auch in Firgas, Santa María de Guía, Valleseco, Gáldar und Arucas ein, weil Telekommunikationsrelais diese Bereiche abdeckten.
Spanien beschließt DNA-Tests für Familien von Bürgerkriegs-Vermissten
Die spanische Regierung hat DNA-Tests für Angehörige von Vermissten aus Bürgerkrieg und Franco-Diktatur beschlossen. Ángel Víctor Torres, Minister für Territorialpolitik und Demokratisches Gedächtnis, stellte die Maßnahme bei einem Treffen des Territorialrats für Demokratisches Gedächtnis auf La Palma vor. Das Gremium nahm mit großer Mehrheit einen Vorschlag an, der 3 Millionen Euro für Exhumierungen und Untersuchungen in den autonomen Gemeinschaften vorsah. Die Kanaren erhielten 700.000 Euro, zudem sollten Mittel an lokale Räte auf La Palma, Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura gehen, wie Nieves Lady Barreto, Ministerin der Kanaren, erklärte.
Santa Brígida richtet Poetry Slam in der Stadtbibliothek aus
Santa Brígida hat in der Stadtbibliothek einen Poetry Slam veranstaltet. Am 8. Mai traten Dichter mit selbst verfassten Texten an, sie hatten jeweils drei Minuten Zeit und durften keine Musik oder Requisiten nutzen. Das Publikum vergab Punkte und bestimmte die Gewinner, zugleich stand die Vernetzung der Szene im Vordergrund. Die Gemeinde kündigte an, ab der Saison 2026 bis 2027 als Gastgeber von Poetry Slam España aufzutreten und einen Vertreter zum nationalen Wettbewerb zu entsenden.






