Gran Canaria beschäftigen derzeit die Gesundheitskrise in Gefängnissen, eine Waldbrandübung zur Notfallvorsorge und neue Sportförderung für Mädchen sowie weitere Entwicklungen.
Gefängnisse auf den Kanaren: Gefährliche Lücken in der medizinischen Versorgung
Soziale Organisationen und Gewerkschaften warnen vor einer Zuspitzung der Gesundheitskrise in Gefängnissen auf den Kanarischen Inseln. Fast zwei Drittel der Arztstellen bleiben unbesetzt. Sie fordern die Regionalregierung auf, die seit 2003 vorgesehene Zuständigkeit zu übernehmen.
Die Generaldirektion der Strafvollzugsanstalten bestätigt, dass nur elf von 30 Stellen besetzt sind. Besonders betroffen ist das Gefängnis Las Palmas II auf Gran Canaria. Der Oberste Gerichtshof entschied zugunsten des kanarischen Gesundheitsdienstes – das Innenministerium muss Behandlungen in öffentlichen Krankenhäusern finanzieren.
Todesfall in Las Palmas II verschärft Debatte um medizinische Nachlässigkeit
Der Fall des Häftlings Moisés verstärkt die Kritik an der Versorgung im Gefängnis Las Palmas II auf Gran Canaria. Der 41-Jährige starb am 9. November 2023 in einer Isolationszelle, nachdem er drei Tage lang starke Schmerzen gemeldet hatte. Laut Bericht erhielt er nur Paracetamol.
Die Autopsie ergab einen Herzinfarkt. Die Familie sammelte Überwachungsmaterial, das sein Leiden dokumentiert haben soll. Familie und Staatsanwaltschaft fordern eine vierjährige Haftstrafe für den behandelnden Arzt sowie Entschädigungen.
Waldbrandübung testet Notfallvorsorge auf Gran Canaria
Am 29. April führte Gran Canaria eine Waldbrandübung durch und probte die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Polizei und Zivilschutz. Die Einsatzkräfte überprüften Reaktionszeiten und Abläufe, um die Koordination zwischen den Diensten zu verbessern.
Die Übung fand in ausgewählten, waldbrandgefährdeten Gebieten statt. Details zu Standorten und Zeitplänen wurden kurz vorher bekannt gegeben. Anwohner sollten die Maßnahme einordnen können, damit während der Simulation keine unnötige Besorgnis entstand.
Inselverwaltung stellt 280.450 Euro für Mädchen im Sport bereit
Die Inselverwaltung von Gran Canaria hat 280.450 Euro vergeben, um Mädchen von vier bis 16 Jahren die Teilnahme an offiziellen Wettbewerben zu erleichtern. Das Insular Institute of Sports verteilte die Zuschüsse an 243 Vereine. Die Gesamtförderung für den Breitensport stieg damit auf 5,1 Millionen Euro.
Aridany Romero, Sportbeauftragter des Cabildo, erklärte, das Programm solle den Sportabbruch in der Adoleszenz bremsen, der laut spanischer Regierung im Schnitt mit etwa 14 Jahren einsetze. Je Lizenz stiegen die Zuschläge je nach Kategorie auf 20 bis 40 Euro.
Animayo Gran Canaria kündigt Tony Bancroft als prominenten Gast an
Das Animayo Gran Canaria Festival hat Tony Bancroft als zentrale Persönlichkeit vorgestellt. Bancroft wurde als Co-Regisseur des Animationsklassikers Mulan bekannt. Sein Auftritt soll mit Vorträgen, Meisterklassen und Austauschformaten Einblicke in Animation und Storytelling geben.
Die Veranstalter beschreiben Animayo als eine der bedeutenden Animationsplattformen in Spanien, die Kreativität und Innovation fördert. Das Festival bietet zugleich Nachwuchstalenten eine Bühne und unterstützt die Professionalisierung in der Branche.
UD Las Palmas trauert um früheren Spieler Ángel Sánchez Armas
UD Las Palmas hat den Tod des ehemaligen Spielers Ángel Sánchez Armas bekannt gegeben. Sánchez Armas starb im Alter von 49 Jahren. Der Klub sprach den Angehörigen und Freunden sein Beileid aus.
Er debütierte am 15. Juni 1997 gegen CD Toledo in der Zweiten Liga und absolvierte 33 Spiele in mehreren Spielzeiten. Später arbeitete er als Trainer und übernahm 2016/2017 das Projekt Las Palmas C in der regionalen Preferente, das mit Assistent Álex Castro den Aufstieg in die Dritte Liga der Kanarischen Inseln erreichte.







