Mehr als die Hälfte der Absolventinnen und Absolventen der beruflichen Ausbildung auf den Kanaren hat im ersten Jahr nach dem Abschluss eine Anstellung gefunden. Nach Angaben des Kanarischen Instituts für Statistik (ISTAC) und der Agentur für Qualitätssicherung und Evaluation im Bildungswesen (ACCUEE) lag die Beschäftigungsquote bei den Absolventen der höheren beruflichen Ausbildung (CFGS) im Jahr 2021 bei 56,9 Prozent. Bei den Absolventen der mittleren Ausbildung (CFGM) erreichte die Quote 44,3 Prozent.
Die aktuelle Statistik zur Arbeitsmarktintegration in der beruflichen Bildung, die vom ISTAC in Zusammenarbeit mit der ACCUEE veröffentlicht wurde, zeigt, dass insbesondere die Fachbereiche Installation und Wartung (70,4 Prozent) sowie Transport und Fahrzeugwartung (70,1 Prozent) bei den Absolventen der höheren Ausbildung die höchsten Beschäftigungsquoten aufweisen. In den Bereichen mit den meisten Absolventinnen und Absolventen lagen Informatik und Kommunikation (65,5 Prozent), Verwaltung und Management (64,9 Prozent) sowie Gastronomie und Tourismus (58,6 Prozent) vorn.
Arbeitsmarktchancen für Absolventen auf den Kanaren
Im mittleren Ausbildungsbereich führte der Bereich Gesundheit mit einer Integrationsquote von 65,5 Prozent, gefolgt von Seefahrt und Fischerei (58,4 Prozent) sowie Sozial- und Gemeindedienstleistungen (47,5 Prozent). Zu den Fachrichtungen mit den besten Jobaussichten zählten Verwaltung und Finanzen (67,1 Prozent) sowie Pharmazie und Parapharmazie (62,5 Prozent).
Die Auswertung der Absolventen von 2018 ergab, dass nach vier Jahren 70,1 Prozent der Absolventen der höheren Ausbildung und 67,6 Prozent derjenigen mit mittlerer Ausbildung im Jahr 2022 beschäftigt waren. Besonders hohe Werte erreichten Installation und Wartung (81 Prozent), Sicherheit und Umwelt (80,8 Prozent) sowie Elektrotechnik und Elektronik (77,4 Prozent) im höheren Bereich. Bei der mittleren Ausbildung führten Lebensmittelindustrie (76 Prozent), Gesundheit (75,7 Prozent) sowie Installation und Wartung (75,2 Prozent).
Geschlechterverteilung und Ausbildungsformen auf den Kanaren
Im Jahr 2022 schlossen auf den Kanaren 13.569 Schülerinnen und Schüler ihre berufliche Ausbildung an öffentlichen Einrichtungen ab, wobei der Anteil der höheren Ausbildung 55,3 Prozent betrug. Die größten Fachbereiche auf beiden Niveaus waren Verwaltung und Management, Sozial- und Gemeindedienstleistungen, Gesundheit, Gastronomie, Handel und Marketing sowie Informatik und Kommunikation.
Der Bericht weist auf deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern hin. Während in den Basis- und Mittelstufen mehr Männer vertreten sind, stellen Frauen die Mehrheit in der höheren Ausbildung. In Fachrichtungen wie Informatik und Kommunikation lag der Männeranteil bei mehr als 88 Prozent, während in der frühkindlichen Bildung oder Pharmazie mehr als 80 Prozent Frauen waren.
Statistische Auswertung als Planungsinstrument für die Kanaren
Bezüglich der Ausbildungsform absolvierten 78,5 Prozent der Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildung in Präsenz. Das Fernstudium, das vor allem von Frauen gewählt wurde, machten 21,5 Prozent aus, wobei der Frauenanteil bei der höheren Ausbildung 71,1 Prozent betrug.
Die vorgelegte Statistik umfasst Daten vom Schuljahr 2017/18 bis 2021/22 und verknüpft Angaben zu Einschreibungen und Abschlüssen der Bildungsbehörde mit Beschäftigungs- und Arbeitslosenzahlen des ISTAC. Das System ermöglicht es, den Übergang der Absolventinnen und Absolventen vom Abschluss bis zu vier Jahre später zu analysieren. Dadurch entsteht ein wertvolles Instrument, um zu bewerten, welche Ausbildungswege am besten auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes auf dem Archipel abgestimmt sind. Die Möglichkeit, die Daten nach Geschlecht, Ausbildungsniveau, Studienform oder Fachbereich auszuwerten, trägt zu einer gezielteren und bedarfsgerechteren Bildungsplanung auf den Kanarischen Inseln bei.











