Die spanische Regierung hat mehr als 2660 Millionen Euro aus dem Plan zur wirtschaftlichen Erholung an die Kanarischen Inseln vergeben. Diese Mittel fließen in Projekte für Nachhaltigkeit, Wohnungsbau, Gesundheitswesen, Beschäftigung und Energie. Nach Angaben der Delegation der spanischen Regierung auf den Inseln vom Donnerstag verteilte sich die Summe auf 836 Millionen Euro, die direkt von der Zentralregierung verwaltet wurden, sowie 1824 Millionen Euro, die über sektorale Konferenzen an die autonome Gemeinschaft der Kanaren gingen.
Der Regierungsdelegierte auf den Kanaren, Anselmo Pestana, betonte, dass bereits mehr als 36.100 Menschen auf dem Archipel von dieser europäischen Finanzierung profitiert haben. Er erklärte, diese Zahlen belegten das Engagement des Staates für Dezentralisierung, Nachhaltigkeit und eine wirtschaftliche Erholung mit sozialem Fokus.
Investitionen auf den Kanaren: Energie, Wohnungsbau und Gesundheit
Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt auf nachhaltiger Energie. Der Archipel erhielt mehr als 300 Millionen Euro für Strategien in diesem Bereich und hat davon bereits 42 Prozent umgesetzt. Hinzu kommen weitere 100 Millionen Euro, die der Staat direkt in Projekte für saubere Energien wie Tiefengeothermie, erneuerbare Meeresenergie und Eigenverbrauch investiert.
Im Bereich Wohnungsbau flossen 103,7 Millionen Euro in die Sanierung und 46,7 Millionen Euro in den Bau von 1500 Sozialwohnungen. Außerdem investierte die Regierung 38,5 Millionen Euro in die technische Ausstattung von Krankenhäusern des kanarischen Gesundheitsdienstes.
Staatliche Mittel für Mobilität, Digitalisierung und Landwirtschaft
Für nachhaltige und digitale Mobilitätsprojekte stellte der Staat 44,5 Millionen Euro bereit. Weitere 5,9 Millionen Euro flossen in die Verbesserung der Hafeninfrastruktur. Im Agrarsektor wurden 79 Millionen Euro für die Modernisierung der Bewässerung auf Lanzarote, Fuerteventura und La Palma eingesetzt.
Weitere bedeutende Projekte sind das PERTE für Sozialwirtschaft mit 106,1 Millionen Euro, der urbane Wasserkreislauf mit 17,3 Millionen Euro, die Reindustrialisierung durch Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen mit 72,7 Millionen Euro, das PERTE für Luft- und Raumfahrt mit 14,2 Millionen Euro sowie das PERTE für Elektrofahrzeuge mit 40 Millionen Euro.
Sozialer Fortschritt durch Beschäftigung, Bildung und Schutz
Die sozialen Auswirkungen zeigen sich in der Beschäftigung und im sozialen Schutz. Auf den Kanaren sind 938.227 Menschen berufstätig, davon 309.854 mit unbefristeten Verträgen. Im Vergleich zu 2018 entstanden fast 147.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Seit 2020 profitierten 174.900 Menschen von der Erhöhung des Mindestlohns und mehr als 120.000 vom Mindestgrundeinkommen.
Im Schuljahr 2024/2025 erhielten 46.716 kanarische Studierende staatliche Stipendien. Bis Ende Mai verfügten rund 46.000 Haushalte über den Sozialtarif für Strom. Die durchschnittliche Altersrente liegt mittlerweile bei 1390 Euro im Monat, das sind 374 Euro mehr als 2018.
Langfristige Strategie für nachhaltige Entwicklung auf den Kanaren
Die Regierungsdelegation hob hervor, dass diese Finanzspritze Teil einer umfassenden Strategie für nachhaltige Entwicklung, sozialen Zusammenhalt und die Modernisierung des Wirtschaftsmodells auf den Kanaren ist. Anselmo Pestana kündigte an, dass die Gemeinschaft im Jahr 2026 „die höchsten Vorauszahlungen ihrer Geschichte“ erhalten werde. Diese werden auf 7069 Millionen Euro geschätzt.











