La Gomera investiert Millionen in Infrastruktur, wirbt in Norwegen für nachhaltigen Tourismus und fördert Wohnraum in ländlichen Gebieten. Die Insel treibt zugleich Arbeitsmarktprogramme voran und drängt auf eine dauerhafte Hubschrauberbasis für den Brandschutz.
San Sebastián: 12,4 Millionen Euro für Infrastruktur und Beihilfen
Die Inselverwaltung hat 12,4 Millionen Euro in Projekte in San Sebastián de La Gomera investiert. Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo erklärte, die Mittel hätten Lebensqualität und wirtschaftliche Dynamik gestärkt. Ergänzend flossen Gelder aus dem Kanaren-Entwicklungsfonds Fdcan und Kooperationsprogrammen. Öffentliche Anreize in Höhe von 4,3 Millionen Euro kamen 370 Studierenden, 201 Unternehmen und 361 Antragstellern von Gesundheitsbeihilfen zugute. Vorangetrieben wurden unter anderem der Zugang zum Krankenhaus vom Hafen, ein neuer Wassertank in Las Galanas und eine Straße in El Molinito.
San Sebastián baut Dienste aus und plant 17-Millionen-Budget für 2026
Die Stadtverwaltung hat Verbesserungen bei Abwasserentsorgung, Reinigung und Wasserversorgung umgesetzt. Bürgermeisterin Angélica Padilla betonte, Bürgerbeteiligung habe dabei eine wichtige Rolle gespielt. Die Maßnahmen hätten den Alltag in der Gemeinde spürbar erleichtert. Die Kommune sanierte Plätze, Kapellen und Wege und schuf 240 neue Parkplätze. Eine Million Euro floss in die Aufwertung historischer und öffentlicher Bereiche. Für 2026 bezifferte Padilla das Budget auf 17 Millionen Euro, mit sozialpolitischen Linien für mehr als 270 Studierende, 118 Rentner und Organisationen.
Tourismuswerbung in Norwegen setzt auf Nachhaltigkeit und Garajonay
Turismo de La Gomera hat eine Werbeaktion in Norwegen gestartet und an den ANTOR Regional Workshops teilgenommen. Inselrätin María Isabel Méndez erklärte, die Präsenz habe den Austausch mit Fachleuten gestärkt, die Angebote im Einklang mit den Werten der Insel entwickelten. Die Roadshow führte nach Stavanger, Kristiansand und Oslo und brachte Tourismusbüros, Fluggesellschaften und Branchenpartner zusammen. La Gomera stellte den Nationalpark Garajonay, Aktivtourismus sowie das Kulturerbe Silbo Gomero heraus. Zudem warb die Insel mit lokaler Gastronomie und Ruhe als Profil für den nordischen Markt.
Vallehermoso sichert sich 39.000 Euro für ländliche Wohnraumsanierung
Vallehermoso hat sich für 2026 an ein Kooperationsprogramm des Instituto Canario de la Vivienda und des Gemeindeverbands FECAM gebunden. Bürgermeister Emiliano Coello sagte, die Wohnraumversorgung habe Priorität und solle Abwanderung aus ländlichen Gebieten auf den Kanarischen Inseln bremsen. Das kanarische Wohnungsinstitut wies der Gemeinde mehr als 39.000 Euro zu, nachdem bereits mehr als 60 Haushalte von früheren Förderungen profitiert hatten. Coello verwies auf ARRU I mit 14 und ARRU II mit 22 Wohnungen, während ein fast drei Millionen Euro schwerer Antrag für ARRU III noch auf Bewertung wartet.
Arbeitsmarktprogramme senken Jugendarbeitslosigkeit und stützen Ältere
Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo hat Beschäftigung als strategische Priorität für La Gomera hervorgehoben. Er erklärte, Arbeit sei mehr als ein Indikator und entscheide über soziale Stabilität. Die Verwaltung müsse Chancen für junge Menschen und ältere Arbeitnehmer eröffnen. In den letzten zwei Jahren investierte die Inselverwaltung nach seinen Angaben mehr als 2,2 Millionen Euro, wodurch 60 junge Absolventen starten konnten. Für über 60-Jährige flossen mehr als 5 Millionen Euro in Programme, von denen mehr als 300 Personen profitiert hätten. Curbelo forderte zugleich mehr Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige als Hebel für private Initiative.
ASG drängt im Kanaren-Parlament auf Hubschrauberbasis und sichere Finanzierung
Casimiro Curbelo hat im Parlament der Kanarischen Inseln Fragen zur Brandbekämpfung und zur autonomen Finanzierung gestellt. Der Präsident der Agrupación Socialista Gomera (ASG) erklärte, Verzögerungen und Unsicherheiten erschwerten die Planung der Regionalregierung und der lokalen Verwaltungen, besonders auf nicht-kapitalen Inseln. Er erkundigte sich zudem nach dem Stand einer dauerhaften Hubschrauberbasis in Alajeró zur Unterstützung der EIRIF, der spezialisierten Waldbrand-Einheiten. Curbelo sagte, das technische Dokument sei Ende 2025 ausgearbeitet gewesen, warte aber noch auf Genehmigungen der Flughafenbetreiberin AENA. Eine feste Basis solle die Reaktionsfähigkeit bei Waldbränden verbessern.





