La Gomera beschäftigt sich mit verschärfter Unwetter-Vorsorge, Einschränkungen im öffentlichen Leben und Investitionen in die Infrastruktur. Die Insel reagiert auf Sturmtief Therese und treibt gleichzeitig wichtige Projekte voran.
Unwetterlage löst Notfallpläne und Sperrungen aus
Die Inselverwaltung aktivierte den Insularen Notfallplan und organisierte zusätzliche Kräfte. Zivilschutz und Notfalldienste wurden verstärkt, Einsätze über das Lagezentrum CECOPIN koordiniert. Mehr als 40 Einsatzkräfte überwachten und reinigten 17 Straßen. Die Verwaltung warnte vor Erdrutschen und Hindernissen. Sie sperrte die Straße El Rejo CV-14 sowie Wanderwege, Forststraßen und Erholungsgebiete inklusive des Nationalparks Garajonay. Auch Besucherzentren und der Botanische Garten in Vallehermoso blieben geschlossen.
Valle Gran Rey sagt Veranstaltungen ab und schließt Einrichtungen
Bürgermeister Borja Barroso aktivierte den kommunalen Notfallplan in Valle Gran Rey. Er ließ ein Koordinationszentrum im Rathaus einrichten und mobilisierte nach Angaben der Gemeinde alle verfügbaren Ressourcen. Die Maßnahme galt wegen Wetterwarnungen im Zusammenhang mit Sturmtief Therese. Die Gemeinde sagte öffentliche Veranstaltungen ab und schloss kommunale Einrichtungen. Barroso rief die Einwohner zu Vorsicht auf: Sie sollten unnötige Fahrten vermeiden und im Notfall den Notruf 1-1-2 wählen.
Sturmtief Therese bringt Regen, Wind und hohen Wellengang
Die Direktion für Katastrophenschutz und Notfallhilfe hielt die Unwetterwarnung auf den Kanaren aufrecht. Sie begründete dies mit Sturmtief Therese, das mindestens bis Sonntag, 22. März, anhalten sollte. Die staatliche Wetteragentur AEMET meldete seit Donnerstag verstärkte Regenfälle und sehr starke Böen aus westlichen Richtungen, in Höhenlagen mehr als 90 km/h. Dazu kam hoher Seegang, teils mit Wellen über vier Meter. Die Behörden empfahlen, Hinweise zu beachten, Fahrten anzupassen und Küstenbereiche bei starkem Wellengang zu meiden.
Verkehr und Schulen erleben Einschränkungen
Die Unwetterlage beeinträchtigte Verbindungen und den Schulbetrieb auf La Gomera. Die Inselverwaltung meldete, dass Luft- und Schiffsverkehr am Mittwoch und Donnerstag eingeschränkt waren. Das Fährunternehmen Fred.Olsen Express strich Fahrten zwischen San Sebastián, Playa de Santiago und Valle Gran Rey am Morgen und am Nachmittag. Die kanarische Fluggesellschaft Binter Canarias sagte am Donnerstagmorgen keine Flüge ab. Die kanarische Bildungsbehörde ordnete für Donnerstag, 19., und Freitag, 20. März, Fernunterricht an. Die Schulen blieben geschlossen.
Buchpräsentation mit Marta Saavedra verschoben
Die Inselverwaltung verlegte die Präsentation des Buches "Jerónimo Saavedra, el último prócer". Sie setzte als neuen Termin Freitag, 10. April, 19.00 Uhr, im Plenarsaal der Institution fest. Die Verschiebung erfolgte wegen vorbeugender Maßnahmen zu Sturm Therese und der Aktivierung des Insel-Notfallplans. Bei der Veranstaltung soll die Journalistin Marta Saavedra als Autorin über die Entstehung sprechen. Casimiro Curbelo, Präsident der Inselverwaltung und im Buch als Zeitzeuge erwähnt, wird ebenfalls teilnehmen.
Vallehermoso beschließt Bauprojekte für 1,9 Millionen Euro
Der Stadtrat von Vallehermoso genehmigte mehrere Vorhaben für insgesamt 1,9 Millionen Euro. Er verabschiedete auch den Sicherheits- und Gesundheitsplan, damit die Arbeiten in den kommenden Monaten starten können. Schwerpunkt sind Verbesserungen der Zufahrten zu den Ortsteilen Erque und Erquito. Zudem brachte der Stadtrat die Modernisierung des Fußballplatzes La Mancha voran und führte das Projekt mit der Veröffentlichung der Ausschreibung auf der Plattform für öffentliche Aufträge fort.
IxLG kündigt Beschwerden zur Bibliotheksversorgung an
Iniciativa por La Gomera, kurz IxLG, kündigte eine Beschwerdekampagne zur Einhaltung der kanarischen Bibliotheksgesetze an. Die Partei will Bürgerbeschwerden sammeln und sie der Ombudsfrau vorlegen. Der Inselkoordinator Alejandro García Vera erklärte, mehrere Gemeinden erfüllten die gesetzlichen Vorgaben nicht. Oft fehle qualifiziertes Personal und es gebe zu wenig Mittel für Qualitätsstandards. Er sagte, Bibliotheken dürften keine nachrangigen Dienste sein, da es sich um ein Bürgerrecht und eine Pflicht der Verwaltungen handle.
Olivenöl-Wettbewerb bringt Produzenten im Hotel Jardín Tecina zusammen
Der offizielle Wettbewerb Agrocanarias für extra natives Olivenöl fand auf La Gomera statt. Das Instituto Canario de Calidad Agroalimentaria, kurz ICCA, organisierte die neunte Ausgabe im Hotel Jardín Tecina. 21 Proben von 12 Unternehmen wurden nach einem Jahr Pause in einer Blindverkostung geprüft. Ein Panel aus zehn Experten bewertete Geruch und Geschmack. ICCA-Direktor Luis Arráez Guadalupe eröffnete die Veranstaltung. Außerdem nahmen Noelia Morales von der Inselverwaltung und Fidela Curbelo von der Stadt San Sebastián teil. Die Gewinner sollen in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.





