La Gomera treibt Wohnraum-Pläne für Studierende voran
Casimiro Curbelo hat mehr bezahlbare Unterkünfte für Studierende von La Gomera auf Teneriffa und Gran Canaria gefordert. Steigende Mieten und ein schrumpfendes Angebot erschwerten vielen jungen Menschen den Studienstart und könnten über Abbruch oder Fortsetzung entscheiden, sagte er.
Die Inselverwaltung arbeitet an einem Vorschlag für Wohnplätze nahe der Hochschulzentren, vor allem auf Teneriffa. Geprüft werden Neubauten, Kauf oder Sanierung von Immobilien sowie Vereinbarungen mit bestehenden Einrichtungen und Kooperationen zwischen Verwaltungen.
Casimiro Curbelo verweist auf neuen Rechtsrahmen der Kanaren
Als rechtliche Grundlage für Maßnahmen außerhalb der eigenen Insel nannte Curbelo die neue Ley de Cabildos. Diese Möglichkeit solle genutzt werden, wenn Vorhaben im allgemeinen Interesse liegen und mehrere Inseln betreffen, erklärte er.
Die geplante Initiative soll ein gemeinsames Problem von La Gomera, El Hierro, La Palma, Lanzarote und Fuerteventura lösen. Curbelo betonte, die Verwaltungen müssten zusammenarbeiten, damit der Wohnort auf einer nicht-kapitalen Insel nicht über Bildungschancen entscheide.
Inselverwaltung La Gomera stockt Stipendien und Mietbeihilfe auf
Die Inselverwaltung hat mehr als 2,5 Millionen Euro für Stipendien und Beihilfen bereitgestellt. 651 junge Menschen hätten davon profitiert, teilte sie mit – individuelle Hilfen lösten das strukturelle Wohnraumproblem jedoch nicht allein.
Erstmals wurde eine spezielle Mietbeihilfe von bis zu 1.000 Euro pro Student eingeführt, um steigende Wohnkosten abzufedern. Zugleich erhöhte die Verwaltung die Investitionen in die Bildungsinfrastruktur auf 1,5 Millionen Euro und plant Maßnahmen in zwölf Zentren.
La Gomera setzt seit Jahren auf Bildung als Priorität
Curbelo beschrieb die Bildungsförderung auf La Gomera als langfristige Linie. Die Inselverwaltung habe seit mehr als zwei Jahrzehnten klare Prioritäten gesetzt und verteile zu Beginn jedes Schuljahres Schulbücher an alle Schüler, erinnerte er.
Die Unterstützung für Familien sei kontinuierlich ausgebaut worden – durch Studienbeihilfen, Transporthilfen sowie Vereinbarungen mit kanarischen Universitäten und der UNED, der spanischen Fernuniversität. Ziel bleibe, dass Studierende vor Kursbeginn Planungssicherheit zu Unterkunft und Kosten haben.




