La Gomera verarbeitet die Folgen von Sturm Therese, präsentiert neue Tourismusangebote und plant eine Ehrung in Valle Gran Rey. Was die Insel aktuell bewegt.
Sturm Therese löste mehr als 100 Einsätze aus
Die Inselverwaltung hat nach Sturm Therese mehr als 100 Vorfälle bewältigt. Der Schwerpunkt lag auf der Verkehrssicherheit: 72 Einsätze erfolgten wegen Erdrutschen, 16 wegen Hindernissen auf Straßen. Der Insulare Notfallplan blieb aktiv und führte zu präventiven Schließungen von Erholungsgebieten, Wegen und Pfaden.
Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo hob die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte hervor und rief zu Vorsicht sowie zur Nutzung offizieller Informationskanäle auf. Er nannte den Zusammenbruch der Straße zum Barrio Erque und Erquito, der 15 Personen isolierte. Notfallrat Héctor Cabrera erklärte, der CECOPIN überwache die Lage weiter und die Bevölkerung solle Anweisungen beachten.
Sperrungen und Selbstschutzempfehlungen dauern an
Die Inselverwaltung hat Einschränkungen verlängert und einzelne Bereiche geschlossen gehalten. Die Straße El Rejo CV-14 blieb gesperrt, ebenso der Botanische Garten in Vallehermoso und weitere Erholungsgebiete. Technische und menschliche Ressourcen der Verwaltung sowie freiwillige Kräfte und staatliche Sicherheitskräfte blieben im Einsatz.
Der Wasserinsellrat empfahl, Dächer und Abflüsse zu prüfen und landwirtschaftliche Flächen zu meiden. Er riet außerdem davon ab, überflutete Brücken zu überqueren und Fahrzeuge in Erdrutsch- oder Barranco-Bereichen abzustellen. Im Notfall sollten Betroffene 112 oder den CECOPIN unter 922 14 15 01 kontaktieren.
La Gomera warb auf der B-Travel in Barcelona für nachhaltigen Urlaub
Die Insel hat am vergangenen Wochenende ihre Angebote auf der Reisemesse B-Travel in Barcelona präsentiert. Die Tourismusbeauftragte María Isabel Méndez erklärte, die Teilnahme sei wichtig, weil sie kulturellen, sozialen und ökologischen Respekt betone. Die Insel zielte auf spanische Gäste, die ruhige Ziele und authentische Erlebnisse suchen.
La Gomera stellte sechs neue Erlebnisse aus dem Plan für nachhaltigen Tourismus vor, darunter Sternenbeobachtung, umweltfreundliches Wandern, nachhaltigen Küstentourismus und kulturelle Routen. Die Messe mit mehr als 100 Ausstellern und erwarteten mehr als 26.000 Besuchern bot Kontakte zu Endkunden, Reiseagenturen und Branchenprofis.
Valle Gran Rey plant posthume Auszeichnung für Cruz und Negrín
Iniciativa por La Gomera hat eine Motion für Ehrenauszeichnungen im Rathaus von Valle Gran Rey eingereicht. Die progressive Partei will Faride Cruz Niebla und José Negrín Aguilar, genannt Cheo, posthum mit der Plakette für künstlerisch soziokulturelle Verdienste würdigen. Beide starben im August 2025 unter tragischen Umständen.
IxLG begründete den Vorstoß mit Cruz‘ Beitrag zur Weitergabe des Baile del Tambor und mit Negríns Rolle als Pionier des heroischen Weinbaus, dessen Kellerei die Weine der Gemeinde als Qualitätsmaßstab auf den Kanaren etablierte. Die Motion sieht je Verfahren einen Instruktor vor, der binnen sechs Monaten Unterstützungen einholen soll, bevor der Stadtrat entscheidet.
Valle Gran Rey stellte das Osterprogramm 2026 vor
Der Stadtrat hat ein Programm für die Osterwoche 2026 präsentiert, das Sport, Natur und Traditionen verbindet. Es startet am Samstag, 28. März, mit einem Badminton Clinic im Sportzentrum Borbalán um 18.30 Uhr und setzt am Montag, 30. März, mit Stand Up Paddle am Strand von Vueltas fort.
Für Dienstag, 31. März, kündigte die Gemeinde eine nächtliche Wanderung "El Camino de las Brujas" in Las Hayas unter Leitung von Carlos Simancas an, begrenzt auf 20 Teilnehmer. Weitere Termine reichen bis Samstag, 4. April, inklusive Salto del Pastor Workshop in Chelé und Korbflechten im Kulturzentrum. Anmeldungen laufen per WhatsApp und E-Mail.
Schüler und Lehrer bereiten Bildungsreise nach Vigo vor
Ein Institut auf La Gomera nimmt am zweijährigen Programm der Bildungszentren des spanischen Bildungsministeriums 2024 bis 2026 teil. Acht Schüler und zwei Lehrer reisen nach Vigo, nachdem die Schule im Oktober Gastgeber war. Das Projekt dreht sich um Kommunikation und Kulturerbe und verbindet mehrere Einrichtungen auf der Halbinsel.
Vom 23. bis 26. März richtet das IES Santa Irene in Vigo die letzte Etappe aus. Die Delegation von La Gomera tauscht sich dort mit einer Gruppe des IES Goya aus Zaragoza sowie Lehrern des IES Cardenal Cisneros aus Madrid aus. Das Programm ist in der galizischen Kultur verankert und findet an einer der ältesten weiterführenden Schulen Galiciens statt.
Kanaren-Delegation warb in Brüssel für lokale Fischereiaktionen
Vertreter der Gruppen für lokale Fischereiaktionen, kurz GALP, haben in Brüssel Gespräche mit EU-Abgeordneten und der Europäischen Kommission geführt. Sie wollten den partizipativen lokalen Entwicklungsansatz, kurz DLP, in der künftigen EU-Fischereipolitik absichern. Die Delegation forderte ausreichende Finanzierung und weniger Bürokratie.
Die GALP trafen spanische EU-Abgeordnete aus Volkspartei und Sozialisten sowie Carmen Crespo, die Vorsitzende des Fischereiausschusses. In Spanien setzten die GALP 2014 bis 2020 insgesamt 2.645 Projekte mit Investitionen von mehr als 170 Millionen Euro um und erreichten fast 96 Prozent Mittelverwendung. Sie sind in 44 Küstengebieten aktiv und bündeln mehr als 1.200 Organisationen.






