La Palma spricht über neue Schutzpläne für bedrohte Pflanzen, die Debatte um eine mögliche Privatuniversität im Valle de Aridane und die anhaltende Wetterfront Therese sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Schutzplan für Pico de Fuego und Pico Cernícalo
Die Kanaren-Regierung hat einen Rettungsplan für Pico de Fuego und Pico Cernícalo auf La Palma beschlossen. Er sieht 738.792 Euro vor und soll das Überleben der beiden endemischen Arten sichern. Die Maßnahmen laufen über fünf Jahre und umfassen mehr Pflanzenproduktion in Baumschulen, genetische Erhaltung, Monitoring und Forschung. Außerdem zielt der Plan darauf, Lebensräume zu verbessern, Verbreitungsgebiete zu erweitern und Bedrohungen durch invasive Arten, eingeführte Fauna und menschliche Einflüsse zu senken. Die Inselverwaltung setzt ihn unter regionaler Koordination um.
PSOE fordert Klarheit zur Privatuniversität in Los Llanos
Der PSOE in Los Llanos de Aridane hat Bürgermeister Javier Pérez zu einer möglichen Universität im Valle de Aridane befragt. Zuvor hatte der Präsident der Inselverwaltung eine private Universität in Verbindung mit der Universität von Navarra ins Gespräch gebracht. Die Sozialisten warnen vor hohen Kosten und nennen Studiengebühren zwischen 15.000 und 20.000 Euro, die viele junge Menschen auf La Palma ausschließen könnten. Der PSOE betont die Rolle der öffentlichen Universitäten Universität von La Laguna und Universität von Las Palmas de Gran Canaria und kritisiert, Pérez habe Fragen nicht beantwortet und die Vorschläge als "wunderbare Einfälle" abgetan.
Wetterfront Therese beeinflusst die Kanaren bis Mittwoch
Aemet-Delegierter David Suárez hat vor Nachlässigkeit während der Wetterfront Therese gewarnt. Er sagt, die Unwetterlage halte bis Mittwoch an und in Teilen der Kanarischen Inseln gälten Warnungen der Stufe Orange. Suárez erklärt, starke lokale Niederschläge dauerten noch heute und morgen an, ab Donnerstag solle das Azorenhoch die Lage verändern. In einigen Gebieten seien mehr als 300 Liter pro Quadratmeter gefallen, und es sei wahrscheinlich, dass mehrere Regenrekorde gebrochen wurden. Die Feierlichkeiten zum Weltmeteorologietag finden dieses Jahr auf La Palma statt.
Puntallana startet Zuschüsse für Wohnraumsanierung 2025
Der Stadtrat von Puntallana hat die fünfte Ausschreibung für Zuschüsse zur Sanierung privater Wohnhäuser für 2025 aufgelegt. Er stellt 85.209,18 Euro bereit, Anträge laufen bis zum 22. April. Die Förderung gehört zum Programm gegen Landflucht im Wohnungsbauplan der Kanarischen Inseln 2020 bis 2025. In der Regel deckt sie 50 Prozent der Kosten bis maximal 10.000 Euro, besonders schutzbedürftige Haushalte können bis zu 100 Prozent erhalten. Der Stadtrat verweist darauf, dass 16 Familien mit Mitteln aus der letzten Runde sanierten.
Transvulcania adidas gewinnt Nutrinovex als neuen Partner
Die Transvulcania adidas hat einen Sponsoringvertrag mit Nutrinovex geschlossen. Das Trailrunning-Event findet vom 7. bis 9. Mai 2026 auf La Palma statt und zieht internationale Spitzenathleten an. Yurguen Hernández, Sportbeauftragter der Inselverwaltung, erklärt, strategische Partner seien wichtig für das internationale Ansehen der Veranstaltung. José Pons, CEO von Nutrinovex, lobt die Zusammenarbeit mit einem der renommiertesten Trailrunning-Events. Nutrinovex soll an Verpflegungsstationen präsent sein und Produkte in Starterpaketen platzieren, organisiert wird die Transvulcania über SODEPAL.
Perdigón fordert ausstehende Zahlungen an Kulturschaffende
Miguel Perdigón von der Volkspartei hat die Inselverwaltung aufgefordert, offene Rechnungen von Kulturschaffenden zu begleichen. Er sagt, Betroffene hätten Projekte für die Institution umgesetzt und warteten teils seit Monaten oder Jahren auf ihr Geld. Perdigón fragt bei der zuständigen Bereichsleiterin nach dem Zahlungstermin und kritisiert, dass viele ihre Beschwerden über soziale Medien oder an Oppositionsgruppen richten mussten. Er betont, dass Selbstständige und kleine Unternehmen auf Summen warteten, die bei einem Inselbudget von mehr als 223 Millionen Euro gering wirkten, für die Betroffenen aber entscheidend seien.
Tazacorte bereitet Küstenpolitik und Blaue Flagge 2026 vor
Der Stadtrat von Tazacorte hat sein Strandmanagementkomitee einberufen und die Küstenpolitik abgestimmt. Bürgermeister David Ruiz nahm teil, ebenso Jared Rodríguez von der örtlichen Polizei, die Rettungsfirma SOAC, die Unternehmervereinigung COEMTA und die Stiftung des Biosphärenreservats La Palma. Das Gremium wertete das Programm Blaue Flagge 2025 aus und verwies auf elektrische Fahrzeuge, neue Ausstattung wie Duschen und barrierefreie Zugänge sowie ein aktualisiertes Bojensystem. Für 2026 plant es unter anderem Ökotourismus mit verantwortungsvollem Whale Watching, Tauchen und Kajak sowie eine ganzjährige Erweiterung des Rettungsdienstes. Im September 2026 soll die spanische Meisterschaft im Unterwasservideo stattfinden.
Villa de Mazo bietet Kurse zu Cybersicherheit und Handwerk an
Der Stadtrat von Villa de Mazo hat eine Schulung zu Cybersicherheit und digitalen Rechten durchgeführt. Bürgermeister Idafe Hernández sagt, das Angebot solle digitale Autonomie stärken, Stadträtin Concepción Triana verbindet es mit besserer Beschäftigungsfähigkeit. Der Kurs läuft im Kulturzentrum Andares mit 7,5 Stunden für Anfänger und behandelt Geräteschutz, Privatsphäre und sichere Internetnutzung. Parallel startet die Gemeinde einen kostenlosen Einführungskurs im Schnittmusterwesen, geleitet von der Handwerkerin Mary Carmen Felipe. Hernández betont dabei den Wert traditioneller Praktiken, Triana spricht von praktischen Fähigkeiten und möglichen beruflichen Chancen.
PP in Breña Alta schlägt Jugendraum vor
Der Partido Popular in Breña Alta hat einen sicheren Freizeitraum für Jugendliche angeregt. Melisa Rodríguez, Sprecherin und Stadträtin, sagt, junge Menschen bräuchten einen eigenen Ort, weil Aktivitäten bisher in gemeinsam genutzten Räumen stattfänden. Die Initiative verweist auf bestehende Angebote wie den Punto de Información Juvenil Balta Joven und die Organisation Mojo de Caña, die mit einem festen Raum gestärkt werden sollten. Vorgesehen ist ein partizipatives Modell mit Wochenendangeboten und die Anpassung vorhandener kommunaler Einrichtungen, um Ressourcen zu schonen und eine nachhaltige Verwaltung zu ermöglichen.






