Die Kommission zur Überprüfung des Wirtschafts- und Steuersystems der Kanaren hat nach mehr als einem Jahr Arbeit ihre erste Phase abgeschlossen. Im aktuellen politischen Klima, das von Polarisierung geprägt ist, erscheint die Suche nach Konsens oft als überholt, doch bei der bevorstehenden Reform des kanarischen Wirtschafts- und Steuersystems (REF) gilt Einigkeit als unverzichtbar.
Im Parlament der Kanaren präsentierten 36 geladene Experten aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen ihre Analysen und Vorschläge zur Weiterentwicklung des REF. Die Kommission ermöglichte damit einen offenen Austausch, in dem auch gegensätzliche Positionen zur Sprache kamen und das Verständnis für die Herausforderungen des Systems vertieften.
REF als zentrales Instrument auf den Kanaren
Die Kommission setzte auf einen konstruktiven Dialog mit Wissenschaftlern, Gewerkschaftern, Unternehmern und Fachleuten, um das REF als Motor für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Inseln zu stärken. Gleichzeitig wurden Schwächen und Reformbedarf identifiziert, um das System an die aktuellen und künftigen Herausforderungen anzupassen.
Das REF bildet seit Jahrzehnten eine tragende Säule der kanarischen Selbstverwaltung. Es bietet Instrumente, um strukturelle Nachteile auszugleichen und die Besonderheiten der Inseln zu berücksichtigen. Das System hat Investitionen gefördert, Arbeitsplätze geschaffen und wirtschaftliche Chancen eröffnet. Dennoch zeigen verschiedene soziale und wirtschaftliche Indikatoren, dass das REF allein nicht ausreicht, um bestehende Defizite und Ungleichgewichte zu beseitigen.
Konsens als Voraussetzung für eine erfolgreiche Reform
Globale Entwicklungen wie Digitalisierung, ökologische Transformation, die Folgen der Pandemie und internationale Konflikte verändern das Umfeld der Kanaren. Ein zukunftsfähiges REF muss sich flexibel an diese Veränderungen anpassen können. Die Kommission hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, einen breit getragenen Konsens herzustellen, der nicht auf Einzelinteressen, sondern auf dem Gemeinwohl basiert.
Der vom Berichterstatter Ildefonso Socorro Quevedo erstellte Entwurf markiert einen wichtigen Meilenstein. Die nächste, anspruchsvollere Phase besteht darin, diesen Entwurf zu einer realistischen und ambitionierten Strategie für die künftige Entwicklung des REF weiterzuentwickeln.
REF als Zukunftspakt für die Kanaren
Der Erfolg der Reform hängt davon ab, dass der Grundsatz des Konsenses gewahrt bleibt. Dialog, Kompromissbereitschaft und das Zurückstellen von Maximalforderungen sind dafür unerlässlich. Nur so kann ein Wirtschafts- und Steuersystem entstehen, das die Kanaren wettbewerbsfähig, inklusiv und nachhaltig macht.
Letztlich soll das REF nicht nur ein System von Anreizen bleiben, sondern als gemeinsamer Zukunftspakt dienen. Ein solcher Pakt muss politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich getragen werden, damit das REF weiterhin als Instrument für eine geteilte Prosperität und sozialen Fortschritt auf den Kanaren wirkt.
Manuel Hernández Cerezo, Sprecher für Haushalt des sozialistischen Parlamentsklubs und Vorsitzender der Kommission zur Überprüfung des Wirtschafts- und Steuersystems der Kanaren











