La Gomera spricht über Straßensicherheit nach Sturm Therese, Streit um Barrierefreiheit in La Calera und neue Hilfen für Hörgeschädigte sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
1,5 Millionen Euro für Straßensicherheit auf La Gomera
Die Inselverwaltung hat Notfallmaßnahmen auf den Straßen GM-1, GM-2 und GM-3 gestartet. Sie reagierte damit auf Schäden durch Sturm Therese und die intensiven Regenfälle im März. Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo erklärte, mehr als 1,5 Millionen Euro flössen in Böschungssicherung, neue Schutzelemente und Reparaturen. Geplant sind unter anderem die Erneuerung von Schutznetzen, die Reinigung von Hängen, Spritzbeton mit Verankerungen sowie neue Rückhaltesysteme, um Erdrutsche zu vermeiden und Verbindungen zwischen Gemeinden zu sichern.
Streit um Barrierefreiheit in La Calera
Iniciativa por La Gomera hat von der ASG-Regierung Aufklärung zu einem angekündigten Barrierefreiheitsplan in Valle Gran Rey gefordert. Die Partei kritisierte, der 2022 vorgestellte Ansatz sei ohne sichtbare Ergebnisse geblieben. Sprecher Carlos Hernández Chinea sagte, mehr als drei Jahre nach der Präsentation durch Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo und den damaligen Bürgermeister Ángel Piñero habe es weder genehmigte Haushaltsmittel noch Ausschreibungen oder Zeitpläne gegeben. IxLG verlangte vom aktuellen Bürgermeister Borja Barroso sowie von der Inselverwaltung Auskunft zum Stand der an Gesplan vergebenen technischen Projekte und zu zugesagten Mitteln.
Induktionsschleife für Hörgeschädigte im Gesundheitszentrum
Der Kanarische Gesundheitsdienst hat im März und April 2025 magnetische Induktionsschleifen in Gesundheitszentren installiert. Er wollte damit die Kommunikation für Menschen mit Hörbehinderungen an Schaltern verbessern. Der Service Canario de la Salud verteilte die Geräte nach Zugänglichkeitskriterien, auf La Gomera kam eine Anlage zum Einsatz. Das System überträgt drahtlose magnetische Signale an Hörgeräte und Cochlea-Implantate und macht Gespräche in lauten Bereichen verständlicher. Die Maßnahme gehört zur Strategie einer personenzentrierten Versorgung 2025 bis 2029.
Notstromanlage auf Teneriffa sichert auch La Gomera ab
Die kanarische Energiebehörde hat eine neue temporäre Notstromanlage in Los Realejos begutachtet. Sie soll die Versorgungssicherheit auf Teneriffa stärken und laut Angaben auch La Gomera mit absichern. Mariano Hernández Zapata, Leiter der kanarischen Energiebehörde, besuchte die Anlage im Industriegebiet La Gañanía zusammen mit Ángel Montañés, Generaldirektor für Umweltqualität, und Ibrahim Pérez, Direktor von Sampol Canarias. Die Anlage umfasst acht Generatoren mit 14,8 Megawatt, kostete rund 11 Millionen Euro und wurde mit Red Eléctrica getestet, bevor sie bei Bedarf aktiviert werden soll.
Bergrennen in Hermigua mit Sperrungen und Shuttle-Service
Die Organisatoren haben die XXII Subida Hermigua La Carbonera 2025 am Samstag ausgetragen. Sie sperrten die Strecke ab 8.30 Uhr und staffelten Trainings- und Rennläufe bis in den späten Nachmittag. Die Inselverwaltung richtete einen Shuttle-Service ab Los Telares ein, Abfahrten waren um 7.30, 10.30 und 14.30 Uhr vorgesehen. Für Fahrten nach San Sebastián de La Gomera galt eine Umleitung von der GM-1 über das Cruce de Las Rosas zur CV-5 und weiter zur GM-2, Hinweisschilder sollten den Verkehrsfluss sichern.
San-Isidro-Feier in Alajeró mit Messe, Prozession und Tanz
Die Gemeinde Alajeró hat am Freitag das Fest zu Ehren von San Isidro Labrador gefeiert. Sie hielt damit eine Tradition lebendig, die mit Versprechen und Hingabe an den Schutzpatron der Landwirte verbunden ist. Das Programm begann um 17.30 Uhr mit einer Messe und führte anschließend in eine Prozession, begleitet von Chácaras und Trommeln. Danach spielte Tomás Duque zum Tanz. Unterstützt wurde das Fest vom Rathaus Alajeró, der Pfarrei El Salvador und Anwohnern, die typische Produkte beisteuerten.
Jugendliche von La Gomera erlebten Frauenfußball in Santa Cruz
Die Fundación Canaria Tenerife Costa Adeje hat Jugendlichen von La Gomera einen Stadionbesuch ermöglicht. Fast 40 Mitglieder der Asociación Joven Tagoror sahen das Spiel von Costa Adeje Tenerife Egatesa gegen Barcelona im Estadio Heliodoro Rodríguez López. Sergio Batista, Präsident der Frauenabteilung des CD Tenerife und der Stiftung, sagte, der Verein setze auf Gleichheit, Inklusion und Vielfalt. Carla Darias, Präsidentin der Asociación Joven Tagoror, erklärte, die Kooperation mit dem Club und der Inselverwaltung habe der Jugend nicht nur ein Spiel, sondern eine umfassende Erfahrung und neue Perspektiven eröffnet.




