La Gomera diskutiert über Kritik am Abfallmanagement, neue Impulse für den lokalen Handel und digitale Bildungskurse sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
IxLG kritisiert Abfalltrennung auf La Gomera scharf
Iniciativa por La Gomera (IxLG) hat die Abfalltrennung unter der von ASG geführten Inselverwaltung kritisiert. Die Partei erklärte, die Servicequalität habe sich in San Sebastián de La Gomera und Valle Gran Rey seit der Übernahme durch das Cabildo und der anschließenden Privatisierung verschlechtert. Zuvor habe der Dienst in kommunaler Hand besser funktioniert.
IxLG bemängelte überfüllte und verschmutzte Container für Leichtverpackungen sowie Papier und Karton und verwies auf wachsende Unzufriedenheit. Die Partei erinnerte daran, dass der Vertrag seit April 2023 abgelaufen sei. Bisher gebe es weder eine neue Ausschreibung noch eine direkte öffentliche Verwaltung. In beiden Gemeinden will IxLG Anträge stellen, um den Dienst wieder kommunal zu organisieren.
Inselverwaltung startet Kampagne für lokalen Handel
Der Cabildo von La Gomera hat mit der Handelskammer von Santa Cruz de Tenerife eine Kampagne zur Belebung des lokalen Handels gestartet. Die Initiatoren wollen den Konsum vor Ort fördern und kleine Unternehmen stützen. In den kommenden Tagen sollen Aktionen in mehreren Gemeinden Menschen in die offenen Einkaufszonen bringen.
Am Freitag und Samstag verteilten Organisatoren in den Hauptgeschäftsstraßen Blumen an Mütter, gemeinsam mit Floristen der Insel. María Isabel Méndez, Inselrätin für Tourismus, Handel und Konsum, betonte, lokales Einkaufen sichere Arbeitsplätze. In San Sebastián de La Gomera gab es ab mehr als 20 Euro einen Gutschein für die Tapas-Messe am 2. Mai, in Valle Gran Rey lief eine Verlosung von 20 Gutscheinen zu je 50 Euro.
Neue kostenlose Online-Kurse zur digitalen Bildung auf La Gomera
Das Projekt La Gomera Aprende hat neue Kurse zur Stärkung digitaler Fähigkeiten gestartet. Die Initiative der Inselverwaltung wird durch EU-Mittel aus NextGenerationEU finanziert und soll die digitale Kluft verringern sowie soziale und territoriale Kohäsion auf La Gomera fördern.
Im Mai standen drei kostenlose Online-Kurse an. Vom 4. bis 15. Mai liefen Iniciación a la informática (PC) und Creación de contenido online, vom 11. bis 22. Mai folgte Inteligencia artificial para la vida diaria. Interessierte konnten sich über lagomeraaprende.es anmelden oder per E-Mail und Telefon Informationen erhalten.
Schulen auf La Gomera präsentieren Projekte bei Inseltreffen
Schüler und Lehrkräfte haben sich auf La Gomera zu einem Austausch getroffen. Das Treffen fand im CEIP Alajeró statt. Das Zentrum für Lehrerbildung CEP La Gomera organisierte die Veranstaltung mit etwa 120 Schülern von zehn Schulen der Insel.
Teilgenommen hatten unter anderem die CEO Santiago Apóstol, Nereida Díaz Abreu und En Vallehermoso sowie die CEIP Retamal, Áurea Miranda, Temocodá und Alojera. Die Schüler führten eine Batucada auf und gestalteten Workshops, bevor eine gemeinsame Aktivität mit Spielen und Orientierung den Tag abschloss, vorbereitet von Schülern des Centro Integral de Formación Profesional San Sebastián de La Gomera.
Neue Webseite für Nationalpark Garajonay freigeschaltet
Die Regierung der Kanarischen Inseln hat eine neue offizielle Webseite für die Nationalparks gestartet, die auch den Nationalpark Garajonay auf La Gomera abbildet. Mariano Hernández Zapata, Leiter der Consejería de Transición Ecológica y Energía, erklärte, das Portal sei Teil der digitalen Modernisierung und solle den Zugang zu Informationen erleichtern sowie Transparenz stärken.
Die Plattform bündelt Angaben zu Wegen, Zugängen, Öffnungszeiten und Regeln und richtet sich an Besucher, Einheimische, Wissenschaftler und Verwaltungen. Zudem bietet sie direkten Zugang zu Formularen und einen Bereich für Fachleute und Parkmitarbeiter mit Dokumenten, Verfahren und technischen Ressourcen.
Premios Gara würdigen Bildungsgleichheit auf La Gomera
Die Asociación de Mujeres Gara hat sich bei Unterstützern der III. Premios Gara bedankt, die der Gleichstellung in der Bildung gewidmet waren. Die Organisation erklärte, besonders bedeutsam sei gewesen, dass alle Bildungseinrichtungen auf La Gomera teilgenommen hätten.
Geehrt wurden unter anderem das Leitungsteam des Centro Integral de Formación Profesional de La Gomera sowie David Linares Galo, Juana Bethencourt Saavedra und Nieves Morales Marichal. Auch das CEIP Áurea Miranda de Agulo und die Lehrerin Raquel Bravo erhielten Anerkennung. Die Veranstaltung wurde nach Angaben des Vereins auch von Vertretern der Inselverwaltung unterstützt.
Acht Millionen Euro zur Senkung von Wasserkosten in der Landwirtschaft ausgeschrieben
Die kanarische Regierung hat acht Millionen Euro an Beihilfen ausgeschrieben, um Kosten der Wassergewinnung für die Landwirtschaft zu senken. Die Förderung soll Stromkosten aus dem Jahr 2024 für Wasserentnahme aus Brunnen und Galerien sowie für Meerwasserentsalzung abdecken und damit hohe Wasserpreise abfedern.
Anträge können bis zum 29. Mai 2026 über die elektronische Plattform der Regionalregierung eingereicht werden. Förderberechtigt sind öffentliche und private Einrichtungen, die Wasser für Bewässerung bereitstellen, darunter lokale Behörden, öffentliche Unternehmen, Wassergemeinschaften sowie Einzelpersonen und Firmen, die Wasser für die Landwirtschaft produzieren.
Playa de Santiago thematisiert Kultur und Geschichte rund um den Chinyero
Eine Veranstaltung in Playa de Santiago hat die Verbindung zwischen dem Ausbruch des Chinyero und den Ursprüngen des Ortes aufgegriffen. Vertreter der Gemeinde Alajeró begrüßten die Besucher. Jaime Coello Bravo, Direktor der Fundación Canaria Telesforo Bravo Juan Coello, hielt einen Vortrag zu geologischen und historischen Aspekten.
José Miguel Trujillo Mora, ein anthropologischer Soziokultureller, erläuterte danach Bezüge zwischen dem Ausbruch von 1909 und der Entwicklung von Playa de Santiago. Eine Ausstellungseröffnung schloss den Abend ab, unterstützt vom Rathaus von Santiago del Teide sowie von Ana María García Pérez und Joaquín Aguilera Klink. Bürgermeister Manuel Ramón Plasencia Barroso sprach von einer Chance, Playa de Santiago zu beleben.





