La Gomera beschäftigt sich derzeit mit Wiederaufforstung in Hermigua, neuen Kultur-Ehrungen in Valle Gran Rey und einem Sportprogramm in San Sebastián. Weitere Entwicklungen betreffen die Umsetzung von Ratsbeschlüssen, ein EU-Projekt zur Biodiversität und die Vertretung der Kanaren in einem internationalen Musikprojekt.
Schüler unterstützen Wiederaufforstung in Hermigua
Schüler des CEO Mario Lhermet haben sich an einer Wiederaufforstung mit einheimischen Arten beteiligt. Sie entfernten zunächst invasive Schilfrohre und pflanzten anschließend im Rahmen der Programme Plánta-te und Replantea in Hermigua.
Die Inselverwaltung fördert die Renaturierung von Galeriewäldern und Inselbächen. Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo hob den pädagogischen Wert hervor, während Umweltdezernent Héctor Cabrera erklärte, Replantea werde mit EU-Mitteln aus Next Generation finanziert und arbeite auch in Valle Gran Rey.
Valle Gran Rey ehrt Faride Cruz Niebla posthum
Bürgermeister Borja Barroso hat zwei posthume Ehrungen für Faride Cruz Niebla vorgestellt. Beim Event "8 Miradas" sagte er, der Gemeinderat werde im Mai über die Umbenennung des Kulturzentrums in "Centro Cultural Faride Cruz Niebla" entscheiden. Zudem solle eine Skulptur auf der Plaza de San Antonio entstehen.
Barroso erklärte, die Gemeinde würdige damit Cruz Nieblas Beitrag zur Bewahrung gomerascher Traditionen. Er verwies auf den Ehrenkodex von Valle Gran Rey und betonte, Cruz Niebla bleibe durch ihre Arbeit mit Folklore, Romancero sowie Chácaras in Erinnerung.
Kulturschaffende feiern das Erbe La Gomeras
Künstler von La Gomera haben in der Casa de la Cultura in Valle Gran Rey einen Abend dem Inselerbe gewidmet. Belén Álvarez Doreste, bekannt als Lajalada, trat ebenso auf wie die Gruppe Ecoss. Dazu kam ein Workshop für Trommeln, Chácaras und Tanz Faride.
Faride Cruz Niebla, Juan Montesino Barrera, Juan José Barrera González und Miguel Ángel Hernández Méndez stellten ein gemeinschaftlich angelegtes Buchprojekt vor. Sie beschrieben es als persönliche, sorgfältige Annäherung an die Kultur, illustriert mit Bildern aus einem halben Jahrhundert, und dankten dem Ayuntamiento von Valle Gran Rey für die Unterstützung.
San Sebastián startet Sportprogramm DxBarrios
Die Stadtverwaltung von San Sebastián de La Gomera hat das Programm DxBarrios gestartet. Bürgermeisterin Angélica Padilla erklärte, das Angebot solle gesunde Gewohnheiten stärken und Sport sowie Freizeit in die Stadtteile bringen.
Sportdezernent Aday Herrera kündigte Aktivitäten für April, Mai und Juni an, darunter Schach, 3×3-Basketball, Envite, Hallenfußball, Tischtennis und Judo. Anmeldungen laufen bis zum 30. März im Jugendzentrum. Weitere Formate wie Bola Canaria, Softball und ein städtischer Trail-Circuit bleiben in Planung.
IxLG kritisiert fehlende Umsetzung von Ratsbeschlüssen in Vallehermoso
Ramón Hernández von Iniciativa por La Gomera (IxLG) hat öffentlich die Nichterfüllung von Gemeinderatsbeschlüssen in Vallehermoso kritisiert. Er sagte, dies zeige mangelnden Respekt gegenüber Institution und Bürgern, und fragte, warum Beschlüsse gefasst würden, wenn sie nicht umgesetzt würden.
Hernández nannte als Beispiele fehlende öffentliche Toiletten in Orten wie Chipude und Alojera, eine ausstehende Straßenbenennung in Alojera nach José Damas sowie die nicht eingeführte Videoaufzeichnung von Ratssitzungen, die 2023 beschlossen worden war. Das lokale IxLG-Komitee forderte Rechenschaft und Umsetzung.
Vallehermoso plant Beteiligungsrunden für Projekt Bio Eco Tur
Der Stadtrat von Vallehermoso hat ein partizipatives Verfahren für Biodiversität sowie grüne und blaue Infrastrukturen gestartet. Er kündigte an, das Projekt Bio Eco Tur werde in der kommenden Woche vorgestellt und solle Vorschläge aus verschiedenen Sektoren bündeln.
Die Sitzungen fanden im Plenarsaal des Rathauses statt und waren in drei Runden geplant. Eingeladen waren unter anderem die Inselverwaltung, der Inselwasserrat, der Nationalpark Garajonay, AIDER La Gomera sowie Verbände und Vereine, später auch Unternehmen und der Tourismussektor. Bio Eco Tur läuft im EU-Programm Interreg-MAC 2021–2027.
Gomero vertritt Kanaren im Projekt "Song for the Stars"
Der Musiker und Komponist Juan Mesa hat die Kanarischen Inseln im internationalen Projekt "Song for the Stars" repräsentiert. Er arbeitete dabei mit dem Instituto de Astrofísica de Canarias und dem Institut für Astronomie der Universität von Hawaii zusammen, um ein kulturelles Kommunikationsprotokoll für möglichen Kontakt mit außerirdischem Leben zu entwickeln.
Die Initiative ging aus einem Treffen mit Dr. Jeff Kuhn hervor, dem Direktor des ExoPlanet Life Finder Projekts und Physiker an der Universität Princeton. Mesa sollte auf Maui mit Olivia Mesa sowie weiteren Musikern auftreten und kanarische Instrumente wie Gomera-Trommel, Chácaras und Timple einsetzen. Das Konzert war für Samstag, 28. März, angekündigt.
Kanaren bauen therapeutisches Bewegungsprogramm aus
Die Kanarischen Inseln haben seit September 2025 615 Patienten in ein neues Gesundheitsprojekt aufgenommen. Die Ministerien für Gesundheit und Bildung hatten das Programm in sieben Gesundheitszonen gestartet, um Bewegungsmangel und Risiken wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern.
Sportpädagogen erstellten Trainingspläne für überwiesene Patienten. Die Teilnahmequote lag laut Angaben bei 95 Prozent. Die Verwaltung meldete 903 geschulte Fachkräfte für sichere Bewegungsverschreibung und 227 zertifizierte Sportpädagogen. Gemeinden und Inselräte stellten dafür Räume und Personal bereit.
Spanien beschließt neue Vorgaben für staatliche Busse ab 2026
Das spanische Verkehrsministerium hat eine neue visuelle Identität für staatliche Busse beschlossen. Sie gilt für Konzessionsverträge, die nach Veröffentlichung der Resolution und ab dem 1. Januar 2026 ausgeschrieben werden. Haltestellen und Routen bleiben unverändert.
Das Ministerium begründete die Änderung mit Modernität und Nachhaltigkeit und kündigte eine schrittweise Umsetzung an. Die Reorganisation des Konzessionssystems soll weiterhin 2000 Gemeinden verbinden. Zugleich sollen Erneuerungen Tarifsenkungen, Flottenmodernisierung und neue Ticketkanäle unterstützen, wofür Kooperation mit den autonomen Gemeinschaften nötig bleibt.






