Der Grupo Popular im Cabildo von La Palma hat die Untätigkeit der Inselregierung erneut öffentlich kritisiert. Die Partei wirft der Coalición Canaria vor, den Rat für den Wiederaufbau bislang nicht einberufen zu haben, obwohl dieser als zentrales Gremium für die Bürgerbeteiligung nach dem Vulkanausbruch geschaffen wurde.
Die Sprecherin der Partei, Nieves Hernández, erklärte, dass der Rat trotz wiederholter Anträge und öffentlicher Zusagen bislang kein einziges Mal getagt habe. Sie betonte, dies zeige eine besorgniserregende politische Gleichgültigkeit und eine völlige Entkopplung von den Bedürfnissen der betroffenen Familien.
Wiederaufbau auf La Palma: Kritik an fehlender Bürgerbeteiligung
Hernández bezeichnete es als enttäuschend, dass ein so wichtiges Instrument ignoriert werde, das eigens geschaffen wurde, um die Mitwirkung der Bevölkerung zu gewährleisten. Sie forderte mehr Dialog, Transparenz und institutionelle Verantwortung. Stattdessen setze die Coalición Canaria auf Intransparenz und mangelnde Bereitschaft zum Zuhören. „Wir sind die Ausreden des zuständigen Ratsmitglieds, Yurguen Hernández, leid“, fügte sie hinzu.
Der Grupo Popular erinnerte daran, dass er bereits mehrfach eine dringende Einberufung des Gremiums gefordert habe. Die Partei betonte, Bürgerbeteiligung dürfe kein bloßes Schlagwort sein und verlangte eine sofortige Sitzung. Andernfalls würden die Betroffenen weiterhin von Entscheidungen ausgeschlossen, die sie direkt beträfen. Die Wiederaufbauarbeit dürfe nicht improvisiert oder im Stillen erfolgen, so Hernández abschließend.
Coalición Canaria steht auf La Palma unter Druck
Die Forderungen des Grupo Popular unterstreichen die anhaltende Debatte um Transparenz und Bürgernähe im Wiederaufbauprozess auf La Palma. Die Inselregierung hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.
Der Rat für den Wiederaufbau gilt als zentrales Forum, um die Anliegen der vom Vulkanausbruch betroffenen Bevölkerung in die politischen Entscheidungsprozesse einzubringen. Die anhaltende Verzögerung bei der Einberufung des Gremiums sorgt weiterhin für Unmut auf der Insel.











