Die konservative Fraktion im Cabildo von La Palma hat die geplante Einführung eines inselweiten Handelsregisters begrüßt. Gleichzeitig kritisierte die Partei jedoch das aus ihrer Sicht mangelnde Engagement der Inselregierung für lokale Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren.
Die zuständige Abgeordnete Nieves Hernández erklärte, jeder Schritt zu mehr Organisation und Transparenz im Handelssektor sei positiv. Sie betonte jedoch, dass solche Initiativen nur dann Wirkung zeigten, wenn sie mit konkreten Maßnahmen, ausreichender Finanzierung und einem langfristigen Engagement einhergingen.
Handel auf La Palma: Kritik an fehlender Digitalförderung
Hernández erinnerte daran, dass die Regierung im laufenden Jahr keine Fördermittel für die digitale Transformation der Unternehmen ausgeschrieben habe. Ursprünglich habe das Programm für 2024 ein Budget von 100.000 Euro vorgesehen, das später jedoch anderweitig verwendet worden sei. Für 2025 seien nur noch 1.000 Euro eingeplant. „Wir können nicht von digitalem Fortschritt sprechen, wenn es weder Mittel noch offene Ausschreibungen gibt. Das ist eine der größten Herausforderungen für den lokalen Handel, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagte Hernández.
Sie hob hervor, dass der Erfolg der Digitalisierung im Handel maßgeblich von der Finanzierung abhänge. Zudem mangele es oft an Schulungen, um neue technologische Werkzeuge einzusetzen. Die Inselregierung müsse hier gezielt Lösungen anbieten.
La Palma: Händler fordern konkrete Unterstützung
Hernández verwies auf das Projekt „Descubre La Palma, descubre su comercio rincón a rincón“ als Beleg für das Engagement der lokalen Händler. Diese seien bereit, sich für Digitalisierung, Sichtbarkeit und Kundenbindung einzusetzen. Dafür benötigten sie jedoch echte Unterstützung seitens der Institutionen – nicht nur Ankündigungen in der Presse, so Hernández abschließend.





