Alicia Vanoostende hat am Dienstag das Abstimmungsverhalten der konservativen Partei Partido Popular (PP) im spanischen Parlament kritisiert. Die Sprecherin für den ökologischen Wandel der sozialistischen Fraktion warf der PP vor, mit ihrem Nein zum sogenannten Anti-Blackout-Dekret erneut gegen die Interessen der Kanarischen Inseln zu handeln.
Vanoostende erinnerte daran, dass der kanarische Umweltminister Mariano Hernández Zapata von der PP und der Präsident der Kanarischen Regierung das Dekret vor einem Monat noch ausdrücklich begrüßt hatten. Das Gesetz soll den Einsatz von Batteriespeichern ermöglichen, um Stromausfälle auf den Inseln zu verhindern. Sie betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen dem spanischen Umweltministerium und der Regionalregierung bislang konstruktiv verlaufen sei.
Anti-Blackout-Dekret für die Kanaren im Fokus
Die Abgeordnete stellte die Frage, wie sich die kanarische Regierung nun nach dem Nein der PP positionieren werde. Sie kritisierte, dass die PP und ihre kanarischen Abgeordneten wiederholt gegen die Interessen des Archipels stimmen würden. „Das lässt sich nicht mehr rechtfertigen. Sie regieren auf den Kanaren und stimmen gegen das Dekret, das konkrete Maßnahmen für die Inseln vorsieht, wie mehr Versorgungssicherheit, bessere Speichermöglichkeiten, Förderung von Eigenverbrauch und Innovation“, sagte Vanoostende.
Die Sozialistin betonte, dass die Kanarischen Inseln seit Jahren unter Problemen bei der Stromversorgung leiden. Die spanische Regierung habe mit dem Gesetz auf die Forderungen der Inseln reagiert und ermögliche nun die Installation von Batteriespeichern als kurzfristige Lösung bei Stromausfällen, wie zuletzt auf La Palma.
Mehr Energiespeicher für die Kanarischen Inseln geplant
Vanoostende wies darauf hin, dass der kanarische Präsident Fernando Clavijo am Montag vergangener Woche die Aufnahme spezifischer Maßnahmen für die Inseln im Anti-Blackout-Dekret begrüßt hatte. Dazu zählt der Ausbau zusätzlicher Energiespeicher, um Stromausfälle auf drei Inseln zu verhindern.
Auch Umweltminister Mariano Hernández Zapata hatte erklärt, dass die bisherige Gesetzgebung nicht auf Batteriespeicher vorbereitet gewesen sei. Die kanarische Regierung habe deshalb bei der Ausarbeitung der neuen Regelung auf die besondere Notwendigkeit von Batteriespeichern für die Inseln hingewiesen.








