La Palma diskutiert über einen klaren Wiederaufbauplan für die Landwirtschaft, Maßnahmen gegen die Wohnungsnot in Santa Cruz, die hohen Füllstände der Wasserspeicher und weitere aktuelle Entwicklungen.
Landwirte fordern im Kanaren-Parlament Neustart nach Tajogaite
Landwirtschaftsverbände haben im Parlament der Kanarischen Inseln einen klaren Plan für den Wiederaufbau auf La Palma gefordert. In der Sitzung des Agrarausschusses kritisierten Asaga, COAG, UPA und Palca die bisherigen Schritte als unzureichend und schlecht koordiniert.
Miguel Martín von Asaga-Canarias erklärte, die Eruption im September 2021 habe rund 300 Hektar Anbaufläche zerstört, vor allem Bananen. Er forderte Einkommenshilfen bis zur ersten Ernte. Miguel Ángel López von COAG-Canarias verwies auf ausstehende Hilfen für indirekt Betroffene. Jorge Pelayo von UPA-Canarias warnte, ohne klare Strukturen könne die Erholung 10 bis 15 Jahre dauern.
Stadtrat Santa Cruz lehnt Einstufung als angespannter Wohnungsmarkt ab
Der Stadtrat von Santa Cruz de La Palma hat am Freitag einen Antrag der sozialistischen Fraktion abgelehnt, die Gemeinde als angespannten Wohnungsmarkt zu deklarieren. Die PSOE stimmte dafür, die Partido Popular dagegen, die Coalición Canaria enthielt sich – obwohl die Regierungsfraktion ein strukturelles Problem einräumte.
PSOE-Sprecherin Ylli Lemes sagte, die Erklärung hätte sofortige Instrumente des Wohnungsbaugesetzes zur Preisstabilisierung aktiviert, während Neubau Jahre brauche. Sie warf der Partido Popular vor, Marktinterventionen zu blockieren, und kritisierte die Enthaltung der Coalición Canaria als zu zurückhaltend.
Inselwasserrat meldet deutlich gestiegene Füllstände der Stauseen
Der Inselwasserrat hat für Mai 8,1 Millionen Kubikmeter zusätzliches Wasser in den Speichern auf La Palma gemeldet, rund 3 Millionen mehr als im Vorjahr. Die zwölf öffentlichen Stauseen waren damit zu 81 Prozent gefüllt, mehr als die Hälfte lag über 90 Prozent.
Juan Ramón Felipe, Vizepräsident und Wasserbeauftragter der Insel, führte den Anstieg auf starke Regenfälle zurück. Er mahnte zugleich einen verantwortungsvollen Umgang an, weil der Sommer niederschlagsarm bleibt.
Mehr als 600 Kinder setzen bei Transvulcania Kids Junior Rekord
Die Transvulcania adidas hat am Freitag im Refugio de El Pilar mehr als 600 Kinder bei der Kids Junior an den Start gebracht. Die Veranstaltung erreichte damit nach Angaben der Organisatoren eine Rekordbeteiligung und zeigte die anhaltende Begeisterung junger Läufer auf La Palma.
Inklusive Teams meisterten die Strecke auch mit Joelette-Rollstühlen. Inselpräsident Sergio Rodríguez sagte, die Anmeldungen und Wartelisten hätten bereits vor dem Start Bestmarken erreicht, zudem habe es Rekorde im Kilómetro Vertical gegeben.
Inselverwaltung stellt eine Million Euro für Pflege und Kinderschutz bereit
Die Inselverwaltung hat eine Million Euro für Projekte zur Betreuung pflegebedürftiger Menschen in ländlichen Gemeinden auf La Palma bereitgestellt. Sozialrätin Ángeles Fernández sagte, die Förderung verbessere Versorgung und Wohl besonders dort, wo Alterung und Lage der Häuser die Arbeit erschwerten.
Zusätzliche Mittel erhielten Tijarafe, Puntagorda, Garafía, Barlovento, San Andrés y Sauces sowie Fuencaliente. Jede Gemeinde bekam mindestens 15.000 Euro für Maßnahmen zum Schutz von Minderjährigen in psychosozialen Risikosituationen, der Rest wurde nach Bevölkerungsanteil verteilt.
Cabildo schließt neuen Fußgängerweg auf LP-202 in Breña Alta fast ab
Der Cabildo de La Palma hat die Arbeiten am neuen Fußgängerweg an der LP-202 zwischen El Llanito und Las Ledas zu mehr als 70 Prozent abgeschlossen. Inselpräsident Sergio Rodríguez besuchte die Baustelle mit Infrastrukturminister Darwin Rodríguez sowie dem Bürgermeister von Breña Alta, Jonathan Felipe.
Die Maßnahme wurde mit 907.360 Euro aus dem Entwicklungsfonds der Kanarischen Inseln finanziert. Die Ausführung umfasste unter anderem eine kombinierte Sicherheitsbarriere aus Holz und Metall sowie zusätzliche Schutzgeländer aus Holz, zudem verlängerte die Verwaltung die Garantiezeit von einem auf zwei Jahre.
El Paso beginnt Umbau von Freifläche in Urbanización Nuestra Señora del Pino
Die Stadtverwaltung von El Paso hat die Sanierung einer rund 1.620 Quadratmeter großen Freifläche zwischen Wohngebäuden und der Avenida Venezuela gestartet. Bürgermeister Eloy Martín Barreto sagte, das bislang ungenutzte Areal solle zu einem modernen und barrierefreien Gemeinschaftsbereich werden.
Das Projekt kostete 337.740,19 Euro inklusive der kanarischen Mehrwertsteuer IGIC und kam aus dem Kooperationsplan der Inselverwaltung. Bauausschussvorsitzender David González erklärte, neue Wege, Ausstattung und ein Kinderspielplatz sollten das Miteinander und die Bewegung im Viertel stärken.
Los Llanos de Aridane erklärt Recycling als Kostenfaktor
Los Llanos de Aridane hat die Kampagne "Tus impuestos a la basura" gestartet und auf Containern Informationsaufkleber angebracht. Bürgermeister Javier Llamas sagte, richtiges Recycling senke nicht nur Umweltbelastungen, sondern auch kommunale Ausgaben.
Rubens Díaz, Stadtrat für kommunale Dienste, erklärte, der graue Restmüllcontainer koste derzeit 87 Euro pro Jahr und könne mit dem Gesetz 7/2022 fast 150 Euro erreichen, während Recyclingcontainer keine Kosten verursachten. Die Stadt erinnerte zudem an Nutzungszeiten ab 20.00 Uhr und kündigte bei Verstößen Bußgelder ab 300 Euro an.
Sodepal bietet Kurs für Friseurhandwerk und Ästhetik mit 15 Plätzen
Sodepal hat im Auftrag der Inselverwaltung ein Ausbildungsprogramm für Friseurhandwerk und Ästhetik gestartet, das die Arbeitsmarktintegration auf La Palma verbessern soll. Miriam Perestelo, Wirtschafts- und Handelsförderungsrätin des Cabildo und Geschäftsführerin von Sodepal, verwies auf steigende Nachfrage nach Dienstleistungen rund um Wohlbefinden.
Der Kurs lief über 300 Stunden in zwölf Wochen und fand in Fuencaliente statt, durchgeführt von Allo Studio Islas SLU. Die Anmeldung war vom 4. bis 15. Mai 2026 möglich, zugelassen waren Personen ab 16 Jahren ohne Vorkenntnisse, Arbeitslose sollten bevorzugt werden.
Santa Cruz de La Palma öffnet Mobilitätshilfen für Studierende mit 40.000 Euro
Der Stadtrat von Santa Cruz de La Palma hat die Bewerbungsphase für Mobilitäts- und Reisekostenzuschüsse für Studierende eröffnet, die im Studienjahr 2025/2026 außerhalb der Insel lernen. Für das Programm standen 40.000 Euro bereit, die Frist endete am 5. Juni.
Bildungsstadträtin Omaira Pérez sagte, die Hilfen sollten Chancengleichheit sichern und Familien wegen der doppelten Inselabhängigkeit entlasten. Die Stadt hob die Pro-Kopf-Einkommensgrenze auf 14.000 Euro an und bezog Bachelor, Master, Berufsbildung sowie professionelle Musiklehrgänge in Präsenz ein.





