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    La Palma Nachrichten 23. Juli 20253 Min. Lesedauer

    Lázaro Brito: Behinderung, Abhängigkeit und Wohnraumkrise auf La Palma im Fokus

    La Palma Nachrichten PH 6
    Die Küste von La Palma. Foto: Archivbild

    Lázaro Brito hat die wachsende Zahl an Bürgerbeschwerden auf den Kanarischen Inseln als alarmierend bezeichnet. Der aktuelle Generalsekretär des Diputado del Común und langjährige Politiker auf La Palma analysiert die Situation und benennt die größten Sorgen der Bevölkerung: Verzögerungen bei der Bewertung von Behinderungen, Probleme bei der Bearbeitung von Abhängigkeit und die anhaltende Wohnraumkrise. In einem Interview mit Canal 11 La Palma erklärte Brito, dass die Zahl der Beschwerden von anfangs 270 auf fast 3200 im vergangenen Jahr gestiegen ist. „Die Probleme wiederholen sich fast“, sagte Brito, wies jedoch auf eine Verschiebung hin: „Wir haben jetzt als Hauptproblem das Thema Behinderung, das die Bürger am meisten betrifft und das sie am stärksten empfinden“, wobei die Abhängigkeit weiterhin ein „kompliziertes Thema“ bleibe, da die Bearbeitung der Fälle viel Zeit in Anspruch nehme.

    Ein besonders auffälliges Detail betrifft laut Brito die Folgen des Vulkanausbruchs von Tajogaite im Jahr 2021. Trotz des massiven sozialen und verwaltungstechnischen Einflusses habe die Zahl der formellen Beschwerden der Betroffenen beim Diputado del Común „kaum wahrnehmbare“ Werte erreicht. Brito führt das darauf zurück, dass die Betroffenen ihren Druck direkt an andere Behörden wie die Zentralregierung, das Cabildo von La Palma und die Rathäuser von Los Llanos de Aridane, El Paso und Tazacorte weitergegeben hätten.

    Wohnraumkrise auf La Palma verschärft sich

    Lázaro Brito bezeichnet die Wohnsituation als eines der gravierendsten Probleme für die Bevölkerung. „Eine Wohnung zu finden ist fast wie ein Lottogewinn“, sagte er. Der Mangel an öffentlichem Wohnraum und die Verdoppelung der Mietpreise in den vergangenen Jahren hätten eine kritische Lage geschaffen. Das Problem betreffe zwar ganz Spanien, „auf La Palma hat sich die Situation durch den Vulkanausbruch noch verschärft“, so Brito. Die Suche nach Wohnraum sei zu einer „fast unmöglichen Aufgabe“ geworden.

    Brito begann seine Laufbahn 1985 im Rathaus von Breña Baja und war zehn Jahre lang Generalsekretär im Rathaus von Los Llanos de Aridane. Seine Erfahrungen als Bürgermeister von Barlovento und als Präsident der Federación Canaria de Municipios (FECAM) verschafften ihm einen umfassenden Einblick in die lokalen Institutionen. Seit 2012 arbeitet er beim Diputado del Común in Santa Cruz de La Palma.

    Lázaro Brito bringt Erfahrung in die Institution Diputado del Común ein

    In seiner Funktion hat Brito mit drei verschiedenen Amtsinhabern zusammengearbeitet: Jerónimo Saavedra, Rafael Yanes und der aktuellen Leiterin Lola Padrón, der ersten Frau an der Spitze der Institution. „Es sind unterschiedliche Phasen, weil jeder anders arbeitet“, kommentierte Brito. Er unterstützt die jeweilige Leitung als beratendes Organ.

    Bürger, deren Anliegen von einer Behörde nicht gelöst wurden, können sich an den Diputado del Común wenden. Während Beschwerden früher meist persönlich eingereicht wurden, erreichen sie die Institution heute überwiegend per E-Mail, über die Website oder das System ORBE der Kanarischen Gemeinschaft. Für ältere Menschen bleibt der persönliche Kontakt und ein telefonischer Service bestehen, um digitale Hürden zu überwinden.

    Immobilien Politik Vulkanausbruch
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