La Palma spricht über neue Bewässerungsprojekte, den Streit um Sandabbau in Tazacorte und den Druck auf sozialen Wohnungsbau sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Bewässerungsprojekte sollen Landwirtschaft auf La Palma absichern
Narvay Quintero hat mit Sergio Rodríguez die Prioritäten für Wasserbauprojekte auf La Palma festgelegt. Der Landwirtschaftsminister der Kanaren und der Präsident der Inselverwaltung besprachen fünf laufende Vorhaben mit 10,7 Millionen Euro. Quintero sagte, die Regierung wolle nach dem Vertrag mit der staatlichen Agrarinfrastrukturgesellschaft SEIASA ein neues stabiles Kooperationsmodell mit dem Staat erreichen. Rodríguez nannte die Fortsetzung der Separata Nummer 10 in San Andrés y Sauces als vorrangig, außerdem standen ein neues Becken in San Isidro sowie Arbeiten in Tijarafe und San Andrés y Sauces auf der Liste.
Tazacorte kritisiert Sandabbau an der Playa de los Tarajales
Die Küstenbehörde hat erneut Sand von der Playa de los Tarajales in Tazacorte abgetragen. Der Sand sollte andere Strände auf La Palma regenerieren, darunter Los Cancajos, Puerto Naos, Bajamar und Puerto Espíndola, während am Entnahmeort gesiebtes Gestein zurückblieb. Geplant waren 10.500 Kubikmeter, davon 7.500 für Puerto Espíndola sowie je 1.500 für Bajamar und für die Kioske. Die Gemeinde erinnerte an seit Jahren geforderte Küstenschutzmaßnahmen und verwies auf frühere Planungen der Inselverwaltung, die Strandpromenade und Pools abzureißen und die Fläche zu erweitern.
PP fordert Ausschreibung für 100 Sozialwohnungen in Tazacorte
Toni Santana hat die rasche Ausschreibung für 100 Sozialwohnungen in Tazacorte verlangt. Der Sprecher des Partido Popular im Ort verwies auf 14,8 Millionen Euro aus den europäischen Next Generation Fonds und auf eine bereits Anfang 2025 erteilte Genehmigung. Santana sagte, der Verwaltungsprozess stocke seit mehr als einem Jahr, obwohl die technische Genehmigung vorliege. Er begründete den Druck mit anhaltendem Wohnraummangel nach dem Vulkanausbruch und warnte vor Fristen, die die EU-Finanzierung gefährden könnten.
PSOE will Verkehrsanbindung in Montaña Tenisca in Los Llanos verbessern
Der PSOE hat eine Initiative gegen Verkehrsprobleme im Stadtteil Montaña Tenisca gestartet. Die sozialistische Fraktion im Rathaus von Los Llanos de Aridane kündigte an, dass der Antrag am Donnerstag im Gemeinderat beraten werde. Die Partei beschrieb unterbrochene Straßenabschnitte in Echedey, Mayantigo, Tamanca und Princesa Iballa, die Durchfahrten verhinderten und zu Parkplatzmangel sowie Risiken bei Notfällen führten. Sie forderte ein technisches Gutachten und verwies auf einen 2023 beschlossenen Sanierungsplan, der die interne Straßenverbindung nicht ausreichend berücksichtigt habe.
PSOE drängt in Breña Baja auf Sanierung der Plaza von San José
Der PSOE hat eine Wiederherstellung der alten Plaza von San José in Breña Baja angekündigt. Die sozialistische Gemeinderatsgruppe wollte den Antrag in den nächsten Stadtrat einbringen und verband ihn mit der kürzlich wiedereröffneten Kirche von San José. Die Partei kritisierte marode Bühne und Treppe mit Feuchtigkeitsschäden und freiliegenden Eisenbalken neben dem Rathaus. Sie erinnerte daran, dass die Sanierung einst über den Kooperationsplan der Inselverwaltung finanziert werden sollte, aber vier Jahre lang ausblieb, bevor Mittel für eine Skatebahn in San Antonio genutzt worden seien.
Inselverwaltung unterstützt Jugendorganisationen mit 120.000 Euro
Das Cabildo von La Palma hat 120.000 Euro für Jugendorganisationen bereitgestellt. Jugendrat Yurguen Hernández erklärte, die Hilfen sollten konkrete Aktivitäten fördern und Begegnungsräume für junge Menschen schaffen. Gefördert wurden laut Ausschreibung unter anderem Kultur und Kreativität, Naturprojekte, Beschäftigungsförderung sowie Programme zu Gesundheit und emotionaler sowie sexueller Bildung. Anträge waren vom 27. April bis 8. Mai über die elektronische Plattform der Inselverwaltung oder in den vorgesehenen Büros möglich.
Puntagorda hat PFAE-Programm für Umweltarbeit und Jobs gestartet
Der Stadtrat von Puntagorda hat das Programm Protegiendo Puntagorda gestartet. Das Projekt kombinierte Ausbildung mit bezahlter Arbeit für arbeitslose Einwohner und erhielt 369.171 Euro Finanzierung. Es bot 15 Plätze und führte zum Zertifikat AGAR0309 für Wiederaufforstung und waldbauliche Behandlungen. Bürgermeister Vicente Rodríguez sagte, die Teilnehmer hätten praktische Arbeiten wie Wiederaufforstung, waldbauliche Maßnahmen und Schädlingsbekämpfung umgesetzt, während das Programm ein Jahr lief und einen Arbeitsvertrag einschloss.
Puntallana hat Qualifizierungsprogramm Formándote aufgelegt
Der Stadtrat von Puntallana hat das Programm Formándote gestartet. In Zusammenarbeit mit der Regierung der Kanarischen Inseln bot es kostenlose Nachmittagskurse von Mai bis Juli in Bereichen mit hoher Nachfrage. Das Paket Sozialsanitäres umfasste mehrere Kurse von 16.00 bis 20.00 Uhr, darunter Unterstützung in Einrichtungen, Pflege zu Hause und Erste Hilfe. Im Bereich Gastgewerbe und Handel kamen eine Ausbildung zur Fleischereifachkraft sowie ein Kurs zu Lebensmittelhygiene hinzu, wobei Arbeitslose aus Puntallana Vorrang hatten und eine Anmeldung nötig war.
Santa Cruz de La Palma hat Programm für Fiestas de Mayo 2026 vorgestellt
Das Rathaus von Santa Cruz de La Palma hat das Programm der Fiestas de Mayo 2026 präsentiert. Bürgermeister Asier Antona sagte, die Feiern gehörten zur Identität der Stadt und sollten Tradition bewahren und zugleich Beteiligung ermöglichen. Festbeauftragter Raico Arrocha stellte zentrale Termine am 2. und 3. Mai rund um die Kreuzverehrung heraus, darunter Danza de Mascarones, Messe, Prozession sowie der Rundgang zu geschmückten Kreuzen. Das Programm sah außerdem Straßenmusik, einen Parrandas-Tag, ein Folklore-Festival und den Abschluss mit dem Tag der Kanaren am 29. und 30. Mai vor.
Villa de Mazo hat Ehrenbürgerin Miriam Cabrera zum 100. Geburtstag geehrt
Die Stadtverwaltung von Villa de Mazo hat Miriam Cabrera Medina zu ihrem 100. Geburtstag gratuliert. Stadtrat Joshua Martín besuchte sie mit Mitgliedern der Verwaltung in ihrem Zuhause, auch Vertreter der Ehrenbürger nahmen teil. Bürgermeister Idafe Hernández sagte, Cabrera verkörpere das Beste des Ortes. Die Gemeinde erinnerte daran, dass sie 1994 Ehrenbürgerin von Villa de Mazo und 2011 Ehrenbürgerin von La Palma geworden war, nachdem sie sich der Bildung sowie Kultur, Handwerk und lokalem Erbe gewidmet hatte.
Ärztestreik erreichte auf La Palma 2,99 Prozent Beteiligung
Ärzte haben sich am Montag an einem landesweiten Streik gegen Reformpläne zum Estatuto Marco beteiligt. Im Kanarischen Gesundheitsdienst Servicio Canario de la Salud nahmen 12,98 Prozent der aufgerufenen Ärzte teil. Auf La Palma streikten fünf von 167 Ärzten, das entsprach 2,99 Prozent. Der Vormittag verlief laut Bericht ohne besondere Vorkommnisse, während 1.343 Ärzte im Notdienst arbeiteten.
CICAR hat Partnerschaft mit Transvulcania adidas 2026 verlängert
Die Organisatoren der Transvulcania adidas 2026 haben die Partnerschaft mit CICAR verlängert. Das Unternehmen stellte erneut logistische Unterstützung in Aussicht und wollte die internationale Ausstrahlung des Berglaufs mittragen. CICAR sagte eine umfangreiche Fahrzeugflotte für Sicherheitskräfte, Technikteams, Presse und Organisation zu und kündigte während der Renntage zusätzliche Fahrzeugverfügbarkeit auf La Palma an. Davon sollten Teilnehmer, Begleiter, Medienvertreter und Besucher profitieren.
Bonos Consumo starteten mit 5.245 Gutscheinen für La Palma
Die Kanarische Regierung hat den Verkauf der Bonos Consumo Archipiélago gestartet. Wirtschaftsminister und Vizepräsident Manuel Domínguez sagte, mehr als 2.190 Geschäfte hätten sich für das Programm angemeldet. Die Kampagne lief zwei Monate, jeder Gutschein hatte 50 Euro Wert bei 25 Euro Eigenanteil. Insgesamt standen 97.918 Gutscheine bereit, davon 5.245 für La Palma, und sie galten nur in teilnehmenden Geschäften auf der jeweiligen Insel.
HiperDino hat auch Bananen von La Palma eingekauft
HiperDino hat 2025 insgesamt 585 Millionen Euro bei lokalen Produzenten auf den Kanaren eingekauft. Die Supermarktkette arbeitete mit 380 Unternehmen zusammen und meldete einen hohen Anteil aus dem Primärsektor. Im Bericht hieß es, HiperDino habe im vergangenen Jahr 8 Millionen Euro in Bananen von vier Genossenschaften auf Gran Canaria, La Palma und Teneriffa investiert. Álvaro Fernández-Fournier erklärte, die Nähe zu Produzenten sichere Frische, Qualität und Nachhaltigkeit.
PALCA hat Freigabe von Pflanzenschutzmitteln für Bananen und Avocados gefordert
Der Agrarsektor hat die Freigabe von Pflanzenschutzmitteln verlangt. Pablo Carmona, Vizepräsident der Plataforma Agraria Libre de Canarias, äußerte die Forderung nach einem Treffen mit Ángel Víctor Torres, Minister für territoriale Politik und demokratisches Gedächtnis. Carmona sagte, Plagen hätten die Ananasproduktion um 60 Prozent und die Avocadoproduktion um 30 Prozent sinken lassen, besonders auf La Palma und Teneriffa. Torres sagte laut Bericht zu, die Beschwerde an Landwirtschaftsminister Luis Planas weiterzuleiten, der die Genehmigung erteilen könne.
Gastbeitrag warb für wirtschaftliche Diversifikation auf La Palma
Manuel Marcos Pérez Hernández hat in einem Gastbeitrag für Diversifikation auf La Palma plädiert. Der ehemalige Abgeordnete für La Palma schrieb, die Abhängigkeit vom Bananenanbau reiche nicht mehr aus und die Abwanderung junger Menschen schwäche die Insel. Er verwies auf die Ley de Islas Verdes im Parlament der Kanaren und sah Chancen in nachhaltigem Tourismus, Astrotourismus am Observatorium Roque de los Muchachos sowie in digitaler Wirtschaft, Forschung und erneuerbaren Energien. Entscheidend seien bessere physische und digitale Verbindungen, damit Fachkräfte auf der Insel arbeiten könnten.





