David Toledo Niz hat im Parlament von den Kanarischen Inseln die Haltung der Regionalregierung zur geplanten Sonderfinanzierung für Katalonien durch die spanische Zentralregierung hinterfragt. Der Vorsitzende der nationalistischen Fraktion erklärte, dass eine solche Regelung die Kanaren um 2500 Millionen Euro im Haushalt bringen würde. Laut Toledo würde dadurch jeder Einwohner des Archipels mehr als 1100 Euro verlieren. Er betonte, dass die Sonderfinanzierung nicht nur die Bereiche Gesundheit, Bildung und Infrastruktur auf den Kanaren beeinträchtige, sondern auch das Sondersteuerregime (REF) und die Würde der Bevölkerung. Toledo kritisierte zudem, dass der kanarische Sozialisten-Minister Ángel Víctor Torres das katalanische Abkommen unterschrieben habe, das die Kanaren benachteilige.
Der Abgeordnete der Coalición Canaria warf Torres vor, die Interessen der Kanaren zu verraten und warnte davor, mehr als 2000 Millionen Euro im Haushalt zu verlieren. Toledo forderte den Präsidenten der Kanaren auf, sich entschieden gegen das Abkommen zu stellen. Er schlug vor, gemeinsam mit anderen Parteien ein Bündnis zu schmieden, ähnlich wie bereits in der Migrationspolitik, um die Kanaren geeint gegenüber der Zentralregierung zu vertreten.
Finanzierungskonflikt zwischen Kanaren und Zentralregierung
Für den Präsidenten der Kanaren, Fernando Clavijo, ist ein breites Bündnis gegen die geplante Sonderfinanzierung für Katalonien unerlässlich. Clavijo äußerte seine Sorge über die Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes im Staat und kritisierte das Schweigen der kanarischen Sozialisten zu diesem Thema. Er betonte, dass es um die Existenzgrundlage der Region gehe.
Clavijo zeigte sich zuversichtlich, Unterstützung aus anderen Teilen Spaniens zu gewinnen, um gemeinsam gegen die geplante Regelung vorzugehen. Er kündigte an, Ende August ein Gipfeltreffen einzuberufen, um eine einheitliche Strategie gegen die Sonderfinanzierung zu entwickeln. Dieses Thema sei für die Kanarischen Inseln von entscheidender Bedeutung.






