Lanzarote spricht über den Triathlon-Weltcup in Costa Teguise, einen großen Kokainfund in Arrecife und den Schutz eines Jugendlichen vor Übergriffen sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Triathlon-Weltcup in Costa Teguise mit internationaler Spitze
Der Weltcup-Auftakt hat Costa Teguise in den internationalen Triathlonkalender 2026 gebracht. Rund 120 Elite-Athleten aus 30 Nationen kämpften um die ersten Punkte im Ranking und damit auch um den Weg Richtung Olympia in Los Angeles. Zudem gingen 300 Starter im Volkstriathlon an den Start.
Bei den Frauen gewann die Deutsche Nina Eim vor der Britin Taylor Brown und der Deutschen Laura Lindemann, beste Spanierin war Marta Pintanel als Vierte. Bei den Männern siegte der Spanier David Cantero trotz 10-Sekunden-Strafe im Sprint, Dritter wurde Jawad Abdelmoula.
Mutmaßlicher Kokainring in Arrecife zerschlagen
Die Polizei hat in Arrecife drei Verdächtige im Alter von 40 bis 48 Jahren festgenommen. Die Ermittlungen begannen nach einem anonymen Hinweis im Januar 2026 und führten zur Überwachung des Hauptverdächtigen, der bereits mit einem Fall aus Mai 2025 in Verbindung gebracht worden war.
Beamte fanden bei einer Kontrolle zunächst sieben Kilogramm Kokain. Nach weiteren Durchsuchungen in zwei Wohnungen und einem Geschäftslokal entdeckten sie insgesamt 11 Kilogramm Kokain sowie 10.000 Euro Bargeld. Die Justiz ordnete für zwei Festgenommene Untersuchungshaft an.
Jugendlicher in Arrecife nach sexuellen Angeboten geschützt
Die Polizei hat auf Lanzarote einen 69-jährigen Mann festgenommen, der einem 16-Jährigen sexuelle Angebote gemacht haben soll. Der Vorfall ereignete sich nahe eines Jugendzentrums in Arrecife, in dem der Jugendliche lebte. Der Mann hatte ihn am Bus angesprochen und später per Messaging-App kontaktiert.
Die Leitung des Zentrums alarmierte die Familien- und Fraueneinheit, die den Jungen befragte und die Kommunikation auswertete. Die Justiz ordnete an, dass sich der Mann dem Jugendlichen nicht nähern und keinen Kontakt aufnehmen darf.
Casa Torres in Teguise bleibt geschlossen
Der PSOE-Abgeordnete Marcos Bergaz hat im Parlament die Öffnung der Casa Torres in La Villa de Teguise gefordert. Er fragte Kulturministerin Migdalia Machín von der Coalición Canaria nach den Schritten, die das historische Gebäude nach dem Ankauf durch die frühere Regionalregierung unter Ángel Víctor Torres für Besucher zugänglich machen sollten.
Machín hatte eine Formalisierung der Übertragung an die Inselverwaltung für den 17. Oktober 2025 angekündigt. Im Februar 2026 lag sie laut Bergaz noch nicht vor, weil der Vertrag beim Cabildo geprüft wurde. Bergaz drängte auf Übertragung, Sanierung und Eröffnung als Museum.
Ausstellung "Vacío" eröffnet Kulturprogramm 2026 in Arrecife
Die Sala Cubo de El Almacén hat die Fotoausstellung "Vacío" von Carlos de Saá eröffnet. Das Kulturamt der Inselverwaltung startete damit sein Programm für bildende Kunst 2026. Die Serie zeigt Bilder aus dem Lockdown 2020 und dokumentiert ein menschenleeres Fuerteventura.
Der Kulturbeauftragte Jesús Machín Tavío erklärte, das Projekt lade zu einem neuen Blick auf Landschaft ein. Begleitend bot der Kunsthistoriker David Machado Führungen an. Für den 16. Mai war ein Künstlergespräch mit Juan Darias geplant, moderiert von María Valerón.
Hecher Sosa: UFC-Debüt auf Großleinwand in Arrecife
Die Casa de la Juventud zeigte den Kampf von Hecher Sosa aus Arrecife gegen den Brasilianer Luan Lacerda auf Großleinwand. Der Fight in Las Vegas markierte Sosas Debüt in der höchsten Klasse der Mixed Martial Arts. Der Eintritt in Arrecife blieb frei bis zur Kapazitätsgrenze.
Der stellvertretende Bürgermeister Echedey Eugenio ermutigte Fans zur Unterstützung und hob die Organisation durch Jugendstadtrat Rosmen Quevedo hervor. Sosa, bekannt als "Guanche Warrior", hatte sich nach Stationen bei FCR und WOW FC bis zur Ultimate Fighting Championship hochgearbeitet.
Zonzamas und Magec Tías verlieren knapp
Zonzamas Plus Car Lanzarote hat in San Bartolomé gegen Costa del Sol Málaga mit 20:22 verloren. Das Team hielt defensiv dagegen, ließ im Angriff aber Chancen liegen und lag zur Pause mit 7:10 zurück. In der Schlussphase verkürzte es noch einmal.
Magec Tías Lanzarote unterlag in Madrid bei Cesur Distrito Olímpico mit 63:73. Die Spielerinnen führten im ersten Viertel, gerieten bis zur Halbzeit ins Hintertreffen und blieben bis zum Ende in Reichweite. Sie konnten das Spiel aber nicht drehen und stehen weiter auf Rang elf der Liga Femenina 2.
Presa-Canario-Club ruft nach Hundeangriff zu Verantwortung auf
Der Club Lanzaroteño del Presa Canario hat nach einem Vorfall auf der Insel sein Bedauern geäußert. Zwei Hunde hatten eine Nachbarin angegriffen und ihr Haustier getötet. Die Organisation sprach der Betroffenen Solidarität aus und warnte vor pauschalen Schuldzuweisungen an eine Rasse.
Der Verein erklärte, Verhalten hänge von Erziehung, Sozialisation, Umfeld und Halterverantwortung ab. Er verwies auf eigene Treffen und Aktivitäten mit Presa-Canario-Hunden ohne Zwischenfälle und lud Öffentlichkeit und Medien ein, die Rasse im Rahmen dieser Veranstaltungen kennenzulernen.





