Die Polizei hat drei Verantwortliche eines Snack-Herstellers auf Lanzarote wegen mutmaßlicher Ausbeutung festgenommen. Die Ermittler werfen den Männern vor, zwei marokkanische Arbeitskräfte zu überlangen Schichten gezwungen und unter unhygienischen Bedingungen beschäftigt zu haben.
Die Situation der beiden irregulär eingereisten Arbeiter wurde nach einer Polizeiaktion am 10. Juni bekannt. An dem Einsatz beteiligten sich auch die Arbeitsinspektion und die Sozialversicherung von Las Palmas. Die Ermittlungen endeten am Mittwoch, 26. Juni, wie die Polizei gegenüber EFE mitteilte.
Festnahmen nach Arbeitsinspektion auf Lanzarote
Bei einer ersten Kontrolle fanden die Beamten in Nazaret im Gemeindegebiet von Teguise einen Mann, der in einem unhygienischen Raum ohne Mindeststandards lebte. Am 26. Juni entdeckten die Ermittler nach Aussagen der Festgenommenen bei einer zweiten Inspektion in einem Betrieb in Tías einen weiteren Arbeiter. Auch dieser war nach Polizeiangaben von ausbeuterischen Arbeitsbedingungen betroffen und hatte keine arbeitsrechtlichen Ansprüche.
Die Festgenommenen sind 66, 39 und 44 Jahre alt. Die Polizei wirft ihnen Verstöße gegen die Rechte von Arbeitnehmern und gegen die körperliche Unversehrtheit vor. Sie wurden der Justiz übergeben, wie die Polizeidirektion der Kanarischen Inseln mitteilte.
Sozialdienste betreuen betroffene Arbeiter
Die beiden marokkanischen Arbeiter werden derzeit von den Sozialdiensten betreut. Sie warten auf die Zuweisung eines Aufnahmezentrums auf Lanzarote.





