Lanzarote spricht über Kritik an Missständen in Residenzen, den Start der Rallye-Saison 2026 und neue Sicherheitsmaßnahmen bei der Müllentsorgung sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
CCOO hat Missstände in Residenzen auf Lanzarote angeprangert
Comisiones Obreras (CCOO) hat schwere Mängel in Betreuungseinrichtungen auf Lanzarote kritisiert. Die Gewerkschaft erklärte, besonders die von Ammavir betriebenen Residenzen seien in einem unhaltbaren Zustand, weil Instandhaltung ausblieb und Leistungen nicht ausreichten.
CCOO nannte fehlende Bettwäsche und Handtücher sowie zu wenige höhenverstellbare Betten und sprach von mangelhafter Ernährung und nicht eingehaltenen Diäten. Es habe keinen fest angestellten Arzt gegeben, zudem sei Physiotherapie unzureichend gewesen. Die Gewerkschaft forderte Betreiber und Inselverwaltung zu einem Notfallplan auf und schloss Mobilisierungen oder rechtliche Schritte nicht aus.
Arrecife hat die Rallye Orvecame Isla de Lanzarote offiziell eröffnet
Die 47. Rallye Orvecame Isla de Lanzarote Trofeo Ciudad de Arrecife hat die Rallye-Saison 2026 auf den Kanaren eröffnet. Die Organisatoren stellten das Programm im Einkaufszentrum Open Mall in Arrecife vor, das erneut als logistisches Zentrum mit Servicepark und Abnahmen im nahen Estadio Municipal diente.
Der Start erfolgte am Freitag mit einer Zeremonie in Arrecife, am Samstag standen sieben Wertungsprüfungen in mehreren Gemeinden an. 39 Teams meldeten sich, darunter Enrique Cruz, Yeray Lemes und Alexey Lukyanuk. Bei einer Sicherheitskoordinationssitzung segneten Behörden, Polizei und Rettungsdienste das Konzept ab, Kontrollen in publikumsstarken Bereichen bleiben verstärkt.
Arrecife hat Müllcontainer aus Sicherheits- und Hygienegründen umgestellt
Urbaser hat in Arrecife rund zehn Müllcontainer versetzt, darunter Standorte in Titerroy. Das Unternehmen erklärte gemeinsam mit dem zuständigen Stadtrat Jacobo Lemes, die Umstellung habe Sicherheits-, Gesundheits- und Rechtsgründe, weil neue Vorgaben andere Aufstellungen verlangten.
Die Container sollten demnach in vollständigen Inseln stehen und weiter von Wohngebäuden entfernt bleiben, auch wegen häufiger Brände. In Titerroy habe ein Standort nahe einer Gaststätte Ratten angezogen und einen gesundheitlich angeschlagenen Anwohner belastet. Die Stadt kündigte strengere Kontrollen gegen illegale Entsorgung an und verwies auf einen neuen Vertrag nach August 2026.
Teguise hat den Haushalt 2026 beschlossen und die Energiegemeinschaft vorangebracht
Der Stadtrat von Teguise hat den Haushalt für 2026 endgültig verabschiedet. Bürgermeisterin Olivia Duque erklärte, der Plan sichere Stabilität, stärke öffentliche Dienstleistungen und ermögliche strategische Investitionen, die die Transformation der Gemeinde fortsetzen sollten.
Zugleich trieb das Plenum die lokale Energiegemeinschaft „TODA Lanzarote“ voran, die in Zusammenarbeit mit Inselverwaltung und Handelskammer entstand. Nach der Dachfreigabe für Solaranlagen 2025 billigte der Stadtrat nun das Modell des kollektiven Eigenverbrauchs, bei dem Energie an Bewohner und kleine Geschäfte verteilt wird. Ungenutzte Anteile will die Gemeinde übernehmen, zudem verabschiedete sie eine Erklärung zum Frauentag am 8. März.
Yaiza hat eine fünftägige Schulung für Taxifahrer gestartet
Der Stadtrat von Yaiza hat einen fünftägigen Kurs für Taxifahrer begonnen, an dem 60 Teilnehmer in drei Gruppen teilnahmen. Bürgermeister Óscar Noda verwies auf die Zusammenarbeit mit Asolan, der Asociación Insular de Empresarios de Hoteles y Apartamentos de Lanzarote, um die Qualifikation im Kundenservice zu verbessern.
Verkehrsdezernentin Beatriz Vázquez sagte, eingeladen gewesen seien aktive Fahrer und Kandidaten für den kommunalen Taxischein, für den der Kurs Voraussetzung ist. Die tägliche dreistündige Schulung verband Inhalte mit Alltagserfahrungen, damit Nutzer zufriedener sind und das Verhalten einzelner Fahrer das Bild von Yaiza und Lanzarote nicht belastet.
Die spanische Marine hat mit der „Meteoro“ die Überwachung auf den Kanaren verstärkt
Die spanische Marine hat das Patrouillenschiff „Meteoro“ auf den Kanarischen Inseln stationiert, um maritime Überwachung und Abschreckung zu verstärken. Die „Meteoro“ patrouillierte in den Gewässern rund um die Kanaren und darüber hinaus, um illegale Aktivitäten wie Schmuggel, unerlaubte Fischerei oder Meeresverschmutzung zu erkennen.
Heute lagen auch das Patrouillenschiff „Relámpago“ und die „Meteoro“ im Hafen von Arrecife. Bürgermeister Yonathan de León empfing die Kommandanten Víctor Meijueiro Morado und Alejandro Fraga Pardo de Guevara sowie Javier Coello de Miguel, den Kommandanten der Marinehilfe Lanzarote, und würdigte die Arbeit der Streitkräfte.
San Bartolomé hat ein Programm zum Internationalen Frauentag vorgestellt
Der Stadtrat von San Bartolomé hat Aktionen rund um den Internationalen Frauentag im März präsentiert. Bürgermeister Isidro Pérez erklärte, der 8. März bleibe ein Tag, um das Engagement für Gleichstellung zu bekräftigen, während die Gleichstellungsbeauftragte Mónica de León Bildung, Gesundheit, Beteiligung und Kunst als Schwerpunkte nannte.
Das Programm begann am 6. März mit einem Schulmarsch durch die Calle Mayor und endete mit einem institutionellen Akt samt Manifest. Am 7. März folgte „Notas de Mujer“ als zentraler Kulturtermin, am 8. März nahm die Gemeinde an der insularen Demonstration in Arrecife teil. Ergänzend liefen Projekte wie „Buchito de Café“, Beratungsangebote und Workshops an Schulen.
Selbstständige haben sich auf Lanzarote an einer landesweiten Mobilisierung beteiligt
Die Plattform für die Würde der Selbstständigen 30N hat am 2. März eine landesweite Mobilisierung organisiert, an der fast 20.000 Menschen in 35 Städten teilnahmen. Auf Lanzarote protestierten nach Angaben der Plattform etwa 150 Personen, auf La Graciosa rund 20, die Versammlungen verliefen friedlich.
Die Organisatoren erklärten, der Montag habe die Teilnahme erschwert, weil viele Selbstständige ihre Arbeit unterbrechen mussten. Die Bewegung wertete die gleichzeitigen Aktionen als Hinweis auf ein strukturelles Problem in Branchen wie Handel, Gastronomie und Bau. In Madrid habe es einen Zwischenfall gegeben, weil Taxis und leichte Transportfahrzeuge trotz Genehmigung nicht teilnehmen durften.
Die Arbeitslosigkeit auf den Kanaren ist im Februar deutlich gesunken
Die Arbeitslosigkeit auf den Kanarischen Inseln ist im Februar im Jahresvergleich um 12.195 Personen gesunken. Das spanische Arbeitsministerium meldete 145.656 Arbeitslose, das waren 7,73 Prozent weniger als vor einem Jahr und 750 weniger als im Vormonat.
Frauen blieben stärker betroffen als Männer, zudem waren 7.882 Unter-25-Jährige ohne Arbeit. Den größten Rückgang verzeichneten Dienstleistung und Bau, während die Zahl der Verträge im Februar auf 53.486 sank. In Spanien insgesamt stieg die Arbeitslosigkeit im Februar, blieb aber auf dem niedrigsten Februarstand seit 18 Jahren.
Die Inselverwaltung hat den Theaterzyklus „La Grieta“ angekündigt
Die Inselverwaltung von Lanzarote hat die erste Ausgabe des Theaterzyklus „La Grieta“ vorgestellt. Kulturbeauftragter Jesús Machín erklärte, das Programm solle Theater als Ort von Präsenz und Dialog stärken und zugleich kanarisches Talent sichtbar machen.
Die Reihe begann am Freitag, 6. März, mit „El hombre que se convirtió en perro“ von Compañía Somos. Es folgten „La otra bestia“ am Samstag, 7. März, „Zorra dorada“ am Donnerstag, 12. März, „Seca“ am Freitag, 13. März, und „Con siete estrellas verdes“ am Samstag, 14. März. Tickets gab es über www.culturalanzarote.com.











