Teneriffa spricht über die Wiedereröffnung des Gran Hotel Taoro, neue Investitionen in die Verkehrssicherheit in Anaga und die Rettung tausender Sturmtaucher sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Puerto de la Cruz eröffnet das Gran Hotel Taoro offiziell wieder
Das Gran Hotel Taoro hat seine historische Wiedereröffnung mit einer offiziellen Feier abgeschlossen. Die Veranstaltung am Freitag in Puerto de la Cruz verband die Geschichte des 1890 eröffneten Hauses mit seiner neuen Rolle als kultureller und sozialer Anziehungspunkt im Norden. Anwesend waren unter anderem Ignacio Polanco, Präsident der Grupo Timón, sowie Rosa Dávila, Präsidentin der Inselverwaltung.
Lope Afonso, Vizepräsident und Tourismusrat des Cabildo, bezeichnete die Rückkehr als historisches Ereignis für den Tourismus. Manuel Domínguez, Vizepräsident der Kanarischen Regierung, sprach von einem Meilenstein für den Tourismus der Kanarischen Inseln, während Bürgermeister Leopoldo Afonso die Bedeutung für Investitionen und Arbeitsplätze betonte.
1,8 Millionen Euro für Straßensicherheit in Anaga
Die Inselverwaltung hat 1,8 Millionen Euro in Maßnahmen zur Verkehrssicherheit im Anaga-Gebirge investiert. Die Straßenabteilung unter Dámaso Arteaga setzte Erhaltungsarbeiten um und bereitete neue Projekte vor. Ein zentrales Vorhaben war die ausgeschriebene Verbesserung der Seitenstreifen an der TF 12, die noch in diesem Jahr starten sollte.
Das Projekt betraf den Abschnitt zwischen Kilometer 22+635 und 26+575 und sah für 305.250,76 Euro die Erhöhung von sechs Seitenstreifen auf 662 Metern vor. Im vergangenen Jahr erneuerte die Verwaltung zudem Haltebuchten, sanierte die TF 145, markierte Straßen neu und plante für den nächsten Monat die Asphaltierung der TF 134 in Taganana.
2.637 Sturmtaucher-Jungvögel auf Teneriffa gerettet
Die Inselverwaltung hat die Ergebnisse der Rettungskampagne 2025 für Gelbschnabel-Sturmtaucher vorgestellt. In 50 Tagen retteten Helfer 2.637 Jungvögel, vor allem in Adeje mit 953 und in Arona mit 730 Tieren. Das Wildtier-Rettungszentrum La Tahonilla koordinierte die Einsätze und brachte 2.535 Vögel zurück ins Meer, was 94 Prozent entsprach.
Blanca Pérez, zuständige Inselrätin, hob die Arbeit von 349 Mitgliedern der Umweltpatrouillen und 151 geschulten Freiwilligen hervor. Pedro Millán, insularer Direktor für natürliche Ressourcen, erinnerte an die Rolle der Lichtverschmutzung und kündigte für 2026 an, stärker mit der Wirtschaft an weniger Außenbeleuchtung und an der Einhaltung von Vorgaben zu arbeiten.
23 Prozent mehr Busfahrgäste in Anaga
Der öffentliche Nahverkehr in Anaga hat in drei Jahren um 23 Prozent zugelegt. 2025 nutzten 478.294 Fahrgäste die Buslinien der Transportes Interurbanos de Tenerife (TITSA), nachdem Inselverwaltung, Santa Cruz de Tenerife und La Laguna Linien verstärkt und Haltestellen sowie Fahrpläne angepasst hatten. Die Maßnahmen reagierten auf Forderungen der Anwohner und sollten auch den Besucherandrang ordnen.
Im Januar 2025 verstärkte La Laguna die Linie 273 am Wochenende um 150 Prozent, während die Linie 274 ihr Wochenendangebot verdreifachte. Zudem verband die kostenlose Linie 948 seit Sommer 2020 Azanos, Almáciga und Benijo, um den Strandverkehr zu lenken. Inselrätin Eulalia García kündigte an, die Strategie für nachhaltige Mobilität in Anaga stehe vor der Bürgerbeteiligung.
Gewaltfolgen für Kinder juristisch diskutiert
Der Cabildo hat an der Universität von La Laguna eine Veranstaltung zu den Auswirkungen von Gewalt gegen Frauen auf Kinder organisiert. Juristinnen und Juristen diskutierten dabei rechtliche Herausforderungen, wenn Kinder in gewalttätigen Umfeldern Unterstützung benötigen. Partner waren das Institut für Frauenstudien der Universität und die Vereinigung der Richterinnen Spaniens.
Águeda Fumero, Sozialdezernentin der Inselverwaltung, betonte den Wert des fachlichen Austauschs zwischen Verwaltung, Universität und spezialisierten Fachleuten. Unter den Teilnehmern waren Flor de Torres Porras, Staatsanwältin für Gewalt gegen Frauen, sowie die forensische Psychologin Sonia Vaccaro, die als Expertin für Stellvertretergewalt gilt.
Neue Überdachung für Sportplatz in Machado
Die Inselverwaltung hat den Bau der Überdachung des Sportplatzes neben der CEIP Machado in El Rosario unterstützt. Sportdezernentin Yolanda Moliné besuchte am Freitag die Baustelle mit Bürgermeister Escolástico Gil und dem Sportdezernenten Juan Jesús del Rosario. Der Cabildo steuerte 196.929 Euro bei, während das Gesamtbudget bei 366.745 Euro lag.
Die Arbeiten hatten kürzlich begonnen und sollten nach sieben Monaten abgeschlossen sein. Geplant war eine vorgefertigte Konstruktion aus Brettschichtholz mit sieben bogenförmigen Portalen, die mehrere Spielfelder ermöglichen sollte. Ziel war, dass Kinder und Jugendliche das Gelände ganzjährig nutzen können.
MAIT-Sammlungen in zwölf neuen Videos
Die Inselverwaltung hat die dritte Ausgabe des Projekts Indispensables del MAIT gestartet und zwölf neue Videos zu Stücken des Museo de Artesanía Iberoamericana de Tenerife in La Orotava vorgestellt. Efraín Medina präsentierte die Reihe gemeinsam mit Ricardo Cólogan und Milagros Amador. Die Beiträge sollten über soziale Medien und in Kunsthandwerkszentren weltweit verbreitet werden.
Medina verwies auf rund 11.000 Besucher im Vorjahr und ein Bildungsprogramm mit etwa 7.000 Schülern. Zudem plante die Verwaltung 14 Wanderausstellungen des Museums, die bis 2027 terminiert waren. Die Videos erzählten die Geschichten und Techniken ausgewählter Objekte aus verschiedenen Ländern.
Teneriffa-Handwerk in Madrid präsentiert
Tenerife Moda hat die nationale Präsenz insularen Talents beim OMODA Madrid es Moda verstärkt. Der Cabildo nahm am Samstag, 14. März, um 12 Uhr im Club Financiero Génova an einer Veranstaltung im offiziellen Kalender von Madrid es Moda teil. Designerin Paloma Suárez trat dort mit den Kunsthandwerkern Antonio Rodríguez Ruiz, Nathalie Leturcq und Marisol Ramos auf.
Efraín Medina, Arbeits- und Bildungsrat der Inselverwaltung, ordnete den Auftritt in den strategischen Plan für den Textil- und Modesektor ein. Er erklärte, die Förderung von Ausbildung, Modernisierung und Außenprojektion solle Handwerk und Mode als Motor für qualifizierte Beschäftigung und nachhaltige Entwicklung stärken.
Jugendkunst in El Tanque gefördert
Die Inselverwaltung hat mit der Gemeinde El Tanque das Projekt Juventud Visible 2026 gestartet. Das Programm erhielt 12.000 Euro aus Tenerife Joven en Acción 2026 und sollte Jugendlichen kulturelle, künstlerische und bildende Aktivitäten bieten. Serafín Mesa, Jugend- und Ausbildungsbeauftragter des Cabildo, nannte als Ziel Räume für persönliche und soziale Entwicklung, besonders in geografisch isolierten Gebieten.
Rund 40 junge Menschen zwischen zwölf und 30 Jahren sollten teilnehmen, darunter mit Gemeinschaftswandbildern und zwei Graffiti-Workshops. Zudem stand am 28. März vormittags eine Exkursion ins Museum der Illusionen in Santa Cruz de Tenerife an. Laut SEPE-Daten sank die Arbeitslosigkeit unter 25 Jahren auf Teneriffa im Vorjahr um 16 Prozent, das entsprach 629 Personen.
Spanische Meisterschaften im Synchronschwimmen in Puerto de la Cruz
Das Centro de Deportes Acuáticos de Tenerife hat vom 20. bis 22. März die spanischen Junior- und Senioren-Meisterschaften im Synchronschwimmen ausgerichtet. In Puerto de la Cruz traten mehr als 300 Athleten aus elf autonomen Gemeinschaften an, darunter zwei Vereine von Teneriffa. Bei der Präsentation am 11. März nahmen unter anderem Lope Afonso, Vizepräsident des Cabildo, und Fernando Carpena, Präsident des spanischen Schwimmverbands, teil.
Carpena erklärte, die Meisterschaft biete die Gelegenheit, die spanische Nationalmannschaft zu erleben. Yolanda Moliné, Sportbeauftragte der Inselverwaltung, betonte die Nachwuchsförderung, während Bürgermeister Leopoldo Afonso die Wirkung für die Stadt hervorhob. Der Wettbewerb begann am Freitag mit Solo-Technik-Eliminierungen und endete am Sonntag mit den Finalen im Duo und Team.
CIMASUB zeigt Ozeanschutz in vier Gemeinden
CIMASUB hat seine dritte Ausgabe auf Teneriffa durchgeführt und kostenlose Vorführungen sowie Bildungsaktivitäten zum Schutz der Ozeane angeboten. Das älteste Unterwasserfilmfestival der Welt lief vom 14. bis 17. April in La Laguna, San Miguel de Abona, Arona und Santa Úrsula. Partner waren unter anderem die Inselverwaltung, Volcanic Xperience, Umweltfreiwillige und die Federación Canaria de Actividades Subacuáticas.
Blanca Pérez, Umweltministerin der Inselverwaltung, erinnerte daran, dass Teneriffa das Festival vor drei Jahren von San Sebastián auf die Insel holte. Pedro Millán erklärte, die Filme sollten besonders bei Jüngeren Bewusstsein schaffen, weshalb es Vormittagsvorführungen für Schüler zwischen zehn und zwölf Jahren gab. Gezeigt wurden Produktionen zu Unterwasserwelt und Problemen wie Verschmutzung und Überfischung.








