Teneriffa spricht über den geplanten Satelliten-Teleport, die Reparaturpläne für das Auditorio und den Ausbau der biomedizinischen Forschung sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Satelliten-Teleport soll Teneriffa in der Raumfahrtwirtschaft verankern
Die Inselverwaltung hat den Bau eines hochmodernen Satelliten-Teleports angestoßen. Cabildo-Präsidentin Rosa Dávila besuchte dafür das Satellitenkontrollzentrum in Arganda del Rey bei Madrid und ließ sich die Abläufe strategischer Anlagen erklären. Der ehemalige Minister und Astronaut Pedro Duque erläuterte der Delegation die technischen Möglichkeiten, zu der auch Vertreter von Canarysat, Arquimea und dem Instituto Tecnológico y de Energías Renovables (ITER) gehörten.
Der Teleport sollte Satelliten steuern, Daten herunterladen und Netzwerke verbinden und für mehrere internationale Betreiber offen sein. Innovationsrat Juan José Martínez sah darin eine Chance für hochqualifizierte Jobs und eine Stärkung des ITER, auch durch die Anbindung an das Datacenter D-ALiX und den Supercomputer Teide.
Auditorio de Tenerife: Calatrava lieferte finales Reparaturprojekt
Die Inselverwaltung hat das finale Reparaturprojekt von Architekt Santiago Calatrava für das Auditorio de Tenerife „Adán Martín“ erhalten. Die Unterlagen gingen am 6. Februar ein und markierten einen wichtigen Schritt in den Verhandlungen mit Calatrava und den beteiligten Bauunternehmen, um die Arbeiten zu starten. Die von Rosa Dávila geführte Regierung setzte dabei weiter auf eine Einigung statt eines Rechtsstreits.
Techniker hatten bereits 2017 Schäden am Trencadís und Feuchtigkeitsprobleme festgestellt. Ein Richter drängte 2019 auf eine Verständigung, die das Verfahren aussetzte, und 2023 nahm die Verwaltung die Gespräche wieder auf. Nun prüfte die Abteilung für Architektur und Kulturerbe das Projekt, zudem plante das Cabildo Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz Dritter.
Institut für Biomedizinische Technologien soll um sechs Etagen wachsen
Die Inselverwaltung, die Universität La Laguna und die Stiftung Bioavance haben die zweite Bauphase des Instituts für Biomedizinische Technologien (ITB) vorangetrieben. Sie unterzeichneten dafür ein Kooperationsabkommen, das eine Erweiterung um sechs Etagen vorsah und mindestens 4.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche bringen sollte. Geplant waren 26 neue Labore sowie spezialisierte Arbeitsräume für translationale Forschung und Wissenstransfer.
Cabildo-Präsidentin Rosa Dávila sprach von einer Investition in Innovation und Talent, die qualifizierte Arbeitsplätze schaffen könne. Die Baukosten wurden auf mehr als 10,5 Millionen Euro geschätzt, die Finanzierung sollte die Inselverwaltung übernehmen. Bioavance plante das Projekt, während die Universität La Laguna Ausschreibung und Ausführung leitete.
CLAVE F&B brachte Spitzenpersonal aus Gastronomie und Hotellerie nach Teneriffa
Der Kongress CLAVE F&B hat am 9. und 10. März im Hotel Iberostar Heritage Grand Mencey stattgefunden und mehr als 100 Führungskräfte sowie 300 Fachleute aus dem Food and Beverage Sektor zusammengebracht. Kongresspräsident Juan José Martínez erklärte, die letzte Ausgabe habe Transaktionen von mehr als 60 Millionen Euro generiert und er erwarte eine höhere Summe. Ziel blieb, Teneriffa als Zentrum der Branche zu etablieren.
Dimple Melwani, Geschäftsführerin von Turismo de Tenerife, hob die Verbindung von Hotellerie, Landwirtschaft und Nachhaltigkeit hervor. Carmen Pérez von der Sociedad de Desarrollo in Santa Cruz de Tenerife betonte den wirtschaftlichen und kulturellen Wert der Gastronomie. Formate wie Ágora, HUB Experience und Talent Lab setzten auf Innovation, Networking und Nachwuchsförderung.
Supernova 2026 hat auf der Straßenbahn für Kongress in Arona geworben
Die Inselverwaltung hat eine Straßenbahn mit Werbung für den Kongress Supernova 2026 vorgestellt. Vizepräsident Lope Afonso, die Handels und Unternehmensförderungsrätin Krysten Martín sowie Arianna Gassmann als Präsidentin der Asociación de Jóvenes Empresarios de Tenerife präsentierten die Kampagne am Freitag, dem 6. Der Kongress sollte am 17. und 18. April in Arona stattfinden und Unternehmer, Händler und Fachleute zusammenbringen.
Die Bahn sollte auf Linie 1 fahren und laut Veranstaltern mehr als 200.000 Nutzer erreichen, während die Sichtkontakte auf Straßen und Haltestellen auf mehr als zwei Millionen geschätzt wurden. Der Eintritt blieb kostenlos, erforderte aber eine Anmeldung. Geplant waren Vorträge, Podien, Masterclasses, Mentoring und Networking sowie eine Live Aufnahme des Podcasts „Tengo un Plan“.
8. März: Inselverwaltung hat Gleichstellung und Inklusion betont
Die Inselverwaltung hat am Internationalen Frauentag ihre Gleichstellungspolitik bekräftigt und weitere Schritte gegen geschlechtsspezifische Gewalt angekündigt. Cabildo-Präsidentin Rosa Dávila erklärte im Salón Noble, der 8. März sei auch ein Tag der Reflexion über kommende Aufgaben, und die Politik müsse alle Frauen unabhängig von ihrer Lebensrealität erreichen. Die Verwaltung forderte dafür höhere Budgets von der kanarischen und der spanischen Regierung.
Zudem stellte das Cabildo den ONCE Coupon zum 8. März vor, der am Samstag in ganz Spanien erschien. Yurena García Gascon als Vizepräsidentin der ONCE auf den Kanaren und Águeda Fumero als Vizepräsidentin und Sozialdezernentin verwiesen auf zusätzliche Hürden für Frauen mit Behinderungen. Mehr als 5,5 Millionen Coupons zeigten verschränkte Arme als Symbol für Einheit und Inklusion.
Auditorio de Tenerife und AFES Salud Mental haben Opernzugang erleichtert
Das Auditorio de Tenerife hat mit AFES Salud Mental das Programm „Kultur Inklusiv“ gestartet, um Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen den Zugang zur Opernsaison zu erleichtern. Die Zusammenarbeit mit dem Instituto de Atención Social y Sociosanitaria (IASS) der Inselverwaltung setzte auf das soziale Modell der Behinderung und wollte Barrieren im Umfeld abbauen. Das Projekt sah kulturelle Vermittlung vor, damit Teilnehmende die Oper besser einordnen konnten.
Am Donnerstag, dem 5., fand ein erstes Treffen zur Vorbereitung auf die Premiere von „Roméo et Juliette“ statt, bei dem Proben in der Sala Sinfónica beobachtet wurden. Am 15. sollten die Teilnehmenden die Premiere besuchen und ihre Eindrücke in einem Podcast von Radio Himalia teilen, der seit einem Jahrzehnt von AFES betrieben wird. AFES engagiert sich seit mehr als 40 Jahren für Rechte und soziale Eingliederung Betroffener.
Projekt „Tenerife avanza con NOE“ hat mehr als 100 Jugendliche geschult
Die Inselverwaltung hat mit „Tenerife avanza con NOE“ mehr als 100 junge Menschen in beruflicher Orientierung geschult. Das Programm wurde von der Verwaltung initiiert und durch den Europäischen Sozialfonds Plus sowie den Servicio Canario de Empleo kofinanziert und bot in den ersten sechs Monaten auch erste Praxiserfahrungen. Arbeits und Bildungsminister Efraín Medina erklärte, die Jugendlichen erhielten konkrete Werkzeuge für den Einstieg in den Arbeitsmarkt.
Von sechs geplanten Workshops fanden bereits zwei statt und behandelten Themen wie inklusive Sprache, persönliche Marke, Stressmanagement, Verhandlungstechniken, Arbeitsrecht und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Jobsuche. Nach Abschluss sollten Teilnehmende ein Zertifikat erhalten. Das Projekt kostete 4.185.561,35 Euro, davon steuerte das Cabildo 843.733,35 Euro bei.
TEA hat Zyklus zum 100. Geburtstag von Manolo Millares gestartet
Das TEA Tenerife Espacio de las Artes hat den Zyklus „Otro Millares“ zum 100. Geburtstag des Künstlers Manolo Millares gestartet. Das Programm untersuchte sein Erbe mit Vorträgen, Filmvorführungen und Lesungen und stand unter Leitung von Mariano de Santa Ana. Auftakt war für Donnerstag, den 12., um 19.00 Uhr mit einem Vortrag des Kunsthistorikers Juan José Lahuerta bei freiem Eintritt angekündigt.
Weitere Termine umfassten ein Gespräch mit Alicia Chillida nach der Vorführung des Films „Millares 1966“ von Alberto Portera sowie eine Präsentation unveröffentlichten Filmmaterials durch Guillermo G. Peydró. Am 7. Mai sollte die Schauspielerin Aranza Coello „Dramen zum Lesen“ rezitieren, anschließend war eine Diskussion mit Natalia Álvarez Simó, Julián Díaz Sánchez und dem Zyklusleiter geplant.











