Ein Waldbrand hat am Montagmittag in der Gemeinde El Tanque auf Teneriffa 81 Hektar Land erfasst. Das Feuer betraf vor allem Ginster- und Buschland und breitete sich auf einer Länge von 4,63 Kilometern aus. Am Dienstag um 19 Uhr erklärten die Behörden den Brand als unter Kontrolle. Das teilte Blanca Pérez, Ministerin für Umwelt, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Notfälle, auf einer Pressekonferenz mit.
Die Ministerin betonte, dass 21 Einsatzkräfte weiterhin über Nacht im Gebiet bleiben, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Nachdem der Brand als kontrolliert galt, senkte das Cabildo den Notfallstatus auf Stufe 0 und deaktivierte den Insel-Notfallplan PEIN für Teneriffa.
Waldbrand auf Teneriffa: Ursache und Einsatzkräfte
Rosa Dávila, Präsidentin des Cabildo von Teneriffa, erklärte: „Alles deutet darauf hin, dass der Ursprung des Waldbrandes in einem menschlichen Fehler liegt.“ Pérez wurde bei der Pressekonferenz von Pedro Millán, dem Insel-Direktor für Umwelt, Iván Martín, dem Direktor für Sicherheit und Notfälle, sowie Pedro Martínez, dem Leiter des forsttechnischen Dienstes, begleitet. Die Arbeiten konzentrierten sich am Dienstag darauf, erneute Brandausbrüche im betroffenen Gebiet zu verhindern.
Pérez hob hervor, dass hohe Temperaturen und unwegsames Gelände mit vereinzelten Glutnestern die Löscharbeiten erschwerten. Dennoch sei es dem engagierten Einsatz der Teams zu verdanken, dass das Feuer als kontrolliert gelte. Sie beschrieb den Brand als „relativ kompliziert“, zeigte sich aber zuversichtlich, da sich der Brandumfang in der Nacht nicht weiter ausdehnte.
Brandursache auf Teneriffa: Vermutete Fahrlässigkeit
„Es war notwendig, die Begrenzungslinien zu ziehen, was wegen des felsigen und schwierigen Geländes eine Herausforderung war. Wir haben zudem gewartet, bis die heißesten Stunden vorbei waren, um sicherzugehen, dass keine neuen Brandherde entstehen“, fasste Pérez zusammen. Sie erwartet, dass die Temperaturen in der Nacht und am Mittwoch sinken werden. Die Ministerin betonte, dass die Hinweise eher auf Fahrlässigkeit als auf vorsätzliche Brandstiftung hindeuten. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen weiter.
Pedro Martínez, Leiter des forstlichen Risikomanagements beim Cabildo, erklärte, das Feuer habe sich vor allem in Weideflächen „sehr schnell, aber mit geringer Intensität“ ausgebreitet. „Der Busch ist noch grün, daher gibt es mehr krautige Pflanzen als Brennstoff, aber nicht alle Sträucher waren betroffen. Im weiteren Verlauf des Sommers und bei Hitzewellen rechnen wir mit schwierigeren Bränden, wie es jedes Jahr üblich ist. Ein Feuer dieser Art Ende August wäre deutlich komplizierter gewesen“, so Martínez.
Maßnahmen und Warnungen für die Bevölkerung auf Teneriffa
Das Cabildo setzte am Dienstag 80 Einsatzkräfte ein, unterstützt von neun Luftfahrzeugen – acht Hubschraubern und einem Air Tractor. Beteiligt waren auch die Brifor-Einheit des Cabildo, das Feuerwehr-Konsortium Teneriffa und Freiwillige Feuerwehren. Zudem unterstützten das Militär, die Guardia Civil, die Kanarische Polizei, die Lokalpolizei von El Tanque und Santiago del Teide, das Rote Kreuz und der Katastrophenschutz die Löscharbeiten.
Die Inselverwaltung erinnert daran, dass weiterhin eine Waldbrandwarnung auf Teneriffa gilt. Es gelten Maßnahmen der Stufe 1 zur Vorbeugung von Waldbränden. Offenes Feuer, Grillen, Lagerfeuer, Gaskocher und ähnliche Geräte sind in Freizeit- und Außenbereichen verboten. Ebenso untersagt ist der Einsatz von Maschinen oder Werkzeugen, die Funken erzeugen können, sowie von Pyrotechnik in Risikogebieten.
Auch das Rauchen ist in Freizeitbereichen, Campingzonen, auf Wegen, Aussichtspunkten und anderen öffentlichen Einrichtungen im Wald untersagt.




