Kreditänderung von 22,6 Millionen Euro spaltet Inselpolitik
Das Plenum der Inselverwaltung hat eine Kreditänderung von 22.614.714,87 Euro beschlossen. Die Regierungsfraktion stimmte zu, die Asamblea Herreña enthielt sich, die Agrupación Herreña Independiente votierte dagegen. Das Dossier hatte seit April auf die Genehmigung gewartet, nachdem ein ursprünglicher Vorschlag gescheitert war.
Die Verwaltung erklärte, das Paket ermögliche neue Hilfen für Studierende, den Primärsektor, Unternehmen und den Tourismus sowie Subventionen für Energieeffizienz, Sportanlagen, Infrastrukturwartung und den Wohnungsbauplan. Drei Änderungsanträge der Regierungsfraktion verteilten zudem mehr als eine Million Euro um, um Landwirtschaft und Viehwirtschaft zu stärken.
PSOE und Asamblea Herreña beanspruchen Verdienst am Beschluss
Der PSOE auf El Hierro begrüßte die Freigabe der Mittel und bezeichnete die Enthaltung der Asamblea Herreña als entscheidend. Die Sozialisten erklärten, damit seien seit Monaten blockierte Ressourcen für Stipendien, Hilfen für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei sowie für soziale Dienste und Investitionen verfügbar geworden.
Cabildo-Präsident Alpidio Armas (PSOE) sagte, man habe keine Blockade zugelassen und das Allgemeininteresse verteidigt. David Cabrera, Sprecher der Asamblea Herreña, begründete die Enthaltung mit Verantwortung gegenüber Studenten, Familien und dem Primärsektor. Seine Gruppe kündigte an, die Umsetzung und fristgerechte Ausschreibungen zu kontrollieren.
AHI kritisiert abgelehnte Anträge und mangelnden Dialog
Die Agrupación Herreña Independiente berichtete, der Regierungsblock und die Asamblea Herreña hätten alle neun ihrer Änderungsanträge abgelehnt. Die Vorschläge hätten sich nach Angaben der AHI am Bedarf der drei Gemeindeverwaltungen orientiert und Projekte finanzieren sollen, die technisch ausgearbeitet und umsetzungsreif gewesen seien.
Die AHI nannte unter anderem das städtische Schwimmbad in Valverde, Straßenasphaltierungen sowie Arbeiten an La Maceta und am Komplex Piscinas Cascadas del Mar. Sie verwies zudem auf eine aus ihrer Sicht schwache Haushaltsausführung und bezifferte die Zahlungen 2025 auf rund 48 Millionen Euro bei einem Budget von mehr als 108 Millionen Euro sowie bis zum 2. Juni 2026 auf etwa 15 Millionen Euro bei 85 Millionen Euro.
Hitzealarm ab 11 Uhr – Ausweitung auf El Hierro erwartet
Die kanarische Regierung aktivierte ab Donnerstag, 30. Juli, 11 Uhr einen Hitzealarm. Der CECOPIN meldete, das Wetterphänomen habe am Mittwoch begonnen und zunächst vor allem die östlichen Inseln erfasst. Meteorologen sagten eine heiße, trockene Luftmasse aus Afrika voraus, die mehrere Tage anhalten könne.
Für die Kanarischen Inseln wurden sehr hohe Temperaturen erwartet – auf Gran Canaria teils 34 Grad und mehr, am Wochenende lokal über 38 Grad. Auch wenn die höchsten Werte zunächst anderswo prognostiziert wurden, sollten sich die Bedingungen auf El Hierro ausweiten. Eine niedrige Inversion zwischen 500 und 700 Metern sollte mittlere Höhenlagen zusätzlich austrocknen.
Waldbrandgefahr auf El Hierro als alarmierend eingestuft
Die Regierung der Kanaren stufte die Waldbrandgefahr auf El Hierro und weiteren Inseln ab Donnerstag, 30. Juli, 11 Uhr als alarmierend ein. Die Maßnahme erfolgte im Rahmen des INFOCA-Plans und stützte sich auf Vorhersagen der staatlichen Wetteragentur AEMET und weiterer Überwachungsstellen.
Die Behörden rechneten mit Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent und einem warmen, trockenen Klima in mittleren Höhenlagen. Der Nordostpassat weht mäßig und kann lokal stärker werden; generell starker Wind wurde nicht erwartet. Eine leichte Calima blieb möglich, die Lage soll fortlaufend überprüft werden.
El Pinar baut Reserveliste für Sozialarbeiter auf
Der Stadtrat von El Pinar hat ein Auswahlverfahren für eine Reserveliste in der Kategorie Sozialarbeiter gestartet. Bürgermeister und Sozialdezernent Juan Miguel Padrón Brito sagte, die Verwaltung wolle soziale Dienste effizient und bürgernah absichern und bei Bedarf schnell Personal bereitstellen.
Personaldezernentin Jaisan Morales erklärte, die Liste ermögliche transparente Reaktionen auf Vakanzen, Vertretungen oder Arbeitsanstiege bei Chancengleichheit. Bewerbungen sind vom Donnerstag, 30. Juli, bis zum 26. August möglich; die Liste gilt vier Jahre. Voraussetzung ist ein Abschluss in Sozialarbeit oder eine gleichwertige, anerkannte Qualifikation.
Valverde beschafft Hebebühne für Friedhöfe für 37.176 Euro
Der Stadtrat von Valverde hat den Liefervertrag für eine neue Hebebühne für die städtischen Friedhöfe vergeben. Den Zuschlag erhielt Máquinas Opein, S.L. für 37.176,08 Euro. Das Gerät soll regelmäßige Arbeiten erleichtern, Sicherheitsmaßnahmen stärken und den Service effizienter gestalten.
Bürgermeister Carlos Brito sagte, die Investition gehöre zur Strategie, öffentliche Dienste zu modernisieren. Solche Maßnahmen blieben oft unbemerkt, seien aber entscheidend für eine würdige Betreuung der Bürger. Vor allem die Sicherheit der Beschäftigten soll die neue Plattform verbessern.
La Frontera stellt Programm der Fiestas de Candelaria 2026 vor
Das Rathaus von La Frontera hat das Programm der Fiestas de Candelaria 2026 präsentiert und Vertreter beider Gemeinden zusammengebracht. Bürgermeister Pablo Rodríguez Cejas sagte, das Fest gehe über das Lokale hinaus und verbinde die Kanaren. Er erinnerte an die Tradition, dass am 15. August die Jungfrau von Candelaria und San Lorenzo gemeinsam durch La Frontera ziehen.
Die Bürgermeisterin von Candelaria auf Teneriffa, Mari Brito, nannte Eligio Hernández als Festredner und dankte für die Gastfreundschaft. Das Plakat stammt laut Rodríguez Cejas von einer Künstlerin aus La Frontera. Das Treffen soll die historischen und kulturellen Verbindungen beider Orte stärken.
Kanaren fördern Fischervereinigungen mit 1,19 Millionen Euro
Die kanarische Regierung hat 1.190.000 Euro für laufende Kosten von Fischervereinigungen, deren Verbänden und Meereskooperativen bewilligt. Alle 27 eingereichten Anträge auf den Inseln erhielten eine Zusage. Die Mittel stammen vollständig aus dem Regionalhaushalt.
Der zuständige Minister Narvay Quintero bezeichnete die Organisationen als wesentlichen Bestandteil der Fischereiwirtschaft. Esteban Reyes, Generaldirektor für Fischerei, erklärte, die Hilfen stärkten Management und Mitgliederbetreuung. Bezuschusst werden unter anderem Energie, Versicherungen, Arbeitsschutz, Personal, Sozialabgaben sowie juristische und IT-Beratung.





