Fuerteventura diskutiert neue Wohnraumpläne, eine Direktverbindung nach London Heathrow und den Kurswechsel beim Tourismusbau in Pájara. Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf der Insel.
Fuerteventura erfasst Leerstand als Wohnraumreserve
Die Inselverwaltung hat eine neue Strategie zur Wohnraumentwicklung gestartet. Präsidentin Lola García erklärte, die Lösung liege nicht allein im Neubau, sondern auch in niedrigeren Kosten, besserer Flächennutzung und abgestimmten öffentlichen Maßnahmen, um den Immobilienmarkt strukturell zu beeinflussen.
Gemeinsam mit den sechs Gemeinden erstellte die Verwaltung einen Bericht zu ungenutzten Flächen und knapp 30 unvollendeten oder verlassenen Gebäuden. García kündigte an, die Rechtslage zu prüfen, um geeignete Objekte für Wohnzwecke zu identifizieren – was Hunderte Wohnungen betreffen könne.
British Airways kündigt Direktflug Heathrow–Fuerteventura ab Winter 2026 an
Die Tourismusvereinigung Excelfuert hat die Ankündigung von British Airways begrüßt. Präsidentin Guacimara Cabrera erklärte, die erste Direktverbindung zwischen London Heathrow und Fuerteventura stärke die Wettbewerbsfähigkeit der Insel und könne Besucher mit höherer Wertschöpfung anziehen.
Die Route startet am 13. Dezember 2026 mit zwei wöchentlichen Flügen, jeweils donnerstags und sonntags. Excelfuert betonte, Heathrow verbessere zudem die Anbindung an Fernmärkte über Anschlussverbindungen und stärke Fuerteventuras Position im Netzwerk der oneworld-Allianz.
Pájara streicht 12.000 Tourismusbetten aus dem neuen Bebauungsplan
Asamblea Majorera Coalición Canaria (AM-CC) hat erklärt, der neue Generalbebauungsplan von Pájara werde mehr als 12.000 geplante touristische Betten aus dem bisherigen Modell streichen. Das Dokument solle zudem mehr als 1,2 Millionen Quadratmeter Bauland umwidmen und den Schutzanteil auf nahezu 90 Prozent anheben.
Der stellvertretende Bürgermeister von Pájara, Alexis Alonso, sagte, es gehe nicht darum, mehr zu wachsen, sondern besser. AM-CC erklärte, der Plan solle Wohnraum, öffentliche Einrichtungen und Mobilität mit rechtlicher Sicherheit ermöglichen und zugleich Landschaft sowie Identität der Gemeinde bewahren.
Guardia Civil nimmt Mann auf Fuerteventura wegen Betrugs fest
Die Guardia Civil der Comandancia de Las Palmas hat am 17. Juli auf Fuerteventura einen Mann festgenommen. Ihm werden wiederholte Unterschlagung, Betrug und Urkundenfälschung vorgeworfen, nachdem eine Anzeige das Fehlen von hydraulischem Material mit hohem Marktwert gemeldet hatte.
Ein externes Inventurunternehmen stellte laut Ermittlungen einen anfänglichen Schaden von 153.825,67 Euro fest. Die Beamten werteten Videoaufnahmen, Dokumente und Nachrichten aus und befragten Kunden, bevor sie den Verdächtigen dem Gericht in Puerto del Rosario vorführten.
Pájara installiert 75 Solarlaternen in Esquinzo
Der Gemeinderat von Pájara hat 75 Solarlaternen in Esquinzo installiert. Bürgermeister Alejandro Jorge, der erste stellvertretende Bürgermeister Alexis Alonso und Stadtrat José Díaz für Energie und öffentliche Beleuchtung überprüften den Fortschritt der Arbeiten, die 58.768 Euro kosteten.
Díaz erklärte, das Projekt sei Teil des Plans zur Erholung, Transformation und Resilienz der Next-Generation-Fonds sowie des Beleuchtungsplans für touristische Gebiete. Die Maßnahme wird von der Tourismusabteilung finanziert und soll Sicherheit, Energieeffizienz und erneuerbare Lösungen stärken.
Pájara lässt sieben Palmen in Solana Matorral aus Sicherheitsgründen fällen
Der Gemeinderat von Pájara hat in Solana Matorral sieben Palmen entfernen lassen. Polizeiberichte hatten laut Gemeinde vor der Gefahr gewarnt, dass Wind die Kronen der hohen, schmalen Palmen brechen und Menschen sowie Fahrzeuge gefährden könne.
Alexis Alonso, erster stellvertretender Bürgermeister von Pájara, sagte, die Sicherheit von Einwohnern und Besuchern habe Priorität. Bürgermeister Alejandro Jorge erklärte, die kanarische Palmenart sei unberührt geblieben, während nicht geschützte Exemplare entfernt worden seien.
Ölmühle in Pozo Negro startet Mahlsaison 2026
Die Landwirtschaftsbehörde der Inselverwaltung bietet Olivenbauern den Service der Ölmühle zur Herstellung von nativem Olivenöl an. Damit startete die Mahlsaison 2026 auf der landwirtschaftlichen Versuchsfarm in Pozo Negro; Termine vergab die Verwaltung telefonisch.
Die Ernte beginnt im August mit Manzanilla und Arbequina, setzt sich im September mit Hojiblanca und Picual fort und endet Ende September sowie im Oktober mit Verdial. Die Verwaltung nannte als Lieferbedingungen ein Mindestlos von 200 Kilogramm sowie die Einhaltung von Vorgaben zu Pflanzenschutzmitteln.
Kanarische Regierung bewilligt 1,19 Millionen Euro für Fischereigenossenschaften
Die kanarische Regierung hat Subventionen von 1.190.000 Euro für Fischereigenossenschaften der Kanarischen Inseln bewilligt. Landwirtschaftsminister Narvay Quintero erklärte, die Organisationen seien zentral für Struktur und Vertretung des Sektors; die Mittel sicherten den laufenden Betrieb.
Esteban Reyes, Generaldirektor für Fischerei, sagte, die Förderung stärke Management und Mitgliederbetreuung und stabilisiere eine strategische Aktivität in Küstenregionen. Finanziert werden unter anderem Betriebskosten, Personal, IT sowie Reisekosten; die Vergabe erfolgte im Wettbewerb nach festgelegten Kriterien.







