Gran Canaria beschäftigt derzeit eine Hitzewarnung mit erhöhter Waldbrandgefahr, die anhaltende Krise der Kanaren-Blutbank sowie ein Wohnungsbrand mit verletzten Kleinkindern.
Hitzewarnung und erhöhte Waldbrandgefahr auf Gran Canaria
Die Notfalldirektion der Kanarischen Inseln hat ab Donnerstag, 11.00 Uhr, vor Hitze und Feuergefahr gewarnt. Die staatliche Wetteragentur prognostizierte für die südlichen und westlichen Innenbereiche Gran Canarias bis zu 34 Grad, einzelne Orte konnten bis zum Wochenende 38 Grad erreichen. Besonders betroffen waren Höhenlagen über 400 Meter, wo trockene Luft und eine Luftfeuchtigkeit von teils unter 30 Prozent herrschten.
Mäßige nordöstliche Passatwinde dominierten das Wetter, in exponierten Lagen traten zeitweise starke Böen auf. Leichter Calima blieb möglich, signifikante Staubwerte wurden jedoch nicht erwartet. Die Kanarische Regierung kündigte an, die Lage fortlaufend zu beobachten und Warnungen je nach Risiko anzupassen.
Kanaren-Blutbank nach Führungswechsel weiter unter Druck
Die Kanaren-Blutbank kämpft nach einem Führungswechsel mit Engpässen und Versorgungsproblemen. Iván Santiago Falcón hatte am 13. Oktober 2025 als Direktor für Blutspende und Transfusion der Kanarischen Inseln seinen Posten niedergelegt – zu einem Zeitpunkt, als Blutspenden zurückgingen, Operationen ausgesetzt wurden und mehr als 3.500 Plasmabeutel wegen technischer Probleme verloren gingen.
Gesundheitsministerin Esther Monzón erklärte, Falcón habe auf eigenen Wunsch gekündigt; kurz darauf wechselte er als Berater in ihr Kabinett. Berichten zufolge verließen rund 60 Mitarbeiter die Einrichtung, die Spendenzahlen sanken von 60.728 Beuteln im Jahr 2024 auf 59.106 im Jahr 2025. Im Parlament wurde das Management kritisiert, ein Bericht machte den Plasmaverlust öffentlich und erhöhte den Druck, weil Plasma zugekauft werden musste.
Kleinkinder nach Wohnungsbrand in Las Palmas im Krankenhaus
Nach einem Wohnungsbrand in Las Palmas de Gran Canaria hat der Rettungsdienst zwei Kleinkinder ins Krankenhaus gebracht. Die drei und vier Jahre alten Kinder erlitten am Dienstagabend Rauchvergiftungen; der Alarm ging gegen 21.29 Uhr aus der Straße Manuel de Falla ein. Der Kanarische Notdienst Servicio de Urgencias Canario stellte einen ernsten, aber beherrschbaren Zustand fest.
Ein Krankenwagen brachte die Kinder ins Hospital Materno Infantil auf Gran Canaria. Die Feuerwehr löschte den Brand zügig und belüftete das Gebäude; lokale und nationale Polizeikräfte unterstützten den Einsatz.
Inselverwaltung schulte Sicherheitskräfte im Naturreservat Maspalomas
Die Inselverwaltung von Gran Canaria hat rund 30 Sicherheitskräfte im Naturreservat Maspalomas an neuer Sensor- und Videotechnik geschult. Beamte von Guardia Civil, Kanarischer Polizei, Lokalpolizei sowie Umweltagenten der Verwaltung erhielten Einweisungen in ein Kommandosystem, das Daten von Kameras und Sensoren im gesamten Schutzgebiet bündelt.
Das System soll Besucherströme nachvollziehbar machen, Nutzungsmuster auswerten und Kontrollen besser planbar machen. Raúl García Brink, Umwelt-, Energie- und Klimabeauftragter der Inselverwaltung, erklärte, die Vertrautheit mit dem System mache Maßnahmen präziser und effizienter, weil sich in Echtzeit erkennen lasse, wo der Druck auf die Dünen besonders hoch sei.






