El Hierro spricht über die Sturmschäden durch Therese, den Tod eines Badegasts bei El Tamaduste und die Trauer um Ex-Cabildo-Präsident Inocencio Hernández sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Sturmtief Therese hält Einsatzkräfte auf El Hierro in Atem
Das Sturmtief Therese hat auf El Hierro 69 Vorfälle ausgelöst. Die Inselverwaltung ließ den Notfallplan Plan Insular de Emergencias weiter aktiv und setzte die Einsätze auf der ganzen Insel fort. Am Freitag meldete sie fünf neue Ereignisse, vor allem Erdrutsche und Stromausfälle. In La Frontera fehlte in Tigaday die Beleuchtung, in Artero fiel der Strom aus.
Ana González, Vizepräsidentin der Inselverwaltung, sagte, die Lage habe sich stabilisiert, die Teams blieben aber mit allen Mitteln im Einsatz. Sie warnte, die Instabilität könne in den kommenden Tagen anhalten. Die Verwaltung hielt an Straßensperrungen und der Schließung von Wanderwegen fest und rief zu Vorsicht und weniger Fahrten auf.
Erdrutsche und Orkanböen treffen Straßen auf El Hierro
Einsatzkräfte haben in Valverde drei Erdrutsche beseitigt. Die Abgänge lagen auf der HI-2, auf der HI-20 beim Mirador von El Tamaduste und auf der HI-30 hinter dem Tunnel in Richtung Parador de Turismo. Die Arbeiten gehörten zu den laufenden Maßnahmen, nachdem Therese erneut Probleme auf Straßen und bei der Grundversorgung verursacht hatte.
Die Wetterlage bleibt herausfordernd, besonders wegen des Winds. Gemessen wurden Böen von 110,7 km/h in Malpaso und 82 km/h in La Frontera. Die Inselverwaltung erinnerte daran, dass präventive Einschränkungen weiter gelten.
79-Jähriger stirbt nach Rettung aus dem Meer bei El Tamaduste
Ein 79-jähriger Mann ist nach einer Rettung aus dem Meer an der Playa de El Tamaduste gestorben. Das Zentrum für Notfallkoordination und Sicherheit CECOES 112 der Kanarischen Regierung meldete, der Notruf sei um 14.52 Uhr eingegangen, nachdem der Mann bewusstlos aus dem Wasser gezogen worden war und Helfer bereits reanimiert hatten.
Das CECOES entsandte einen Rettungswagen des Kanarischen Rettungsdienstes SUC sowie Guardia Civil und örtliche Polizei. Die Sanitäter stellten einen Herz-Kreislauf-Stillstand fest und führten erweiterte Wiederbelebungsmaßnahmen durch, konnten den Tod aber nicht verhindern. Die Guardia Civil übernahm die Ermittlungen.
El Hierro trauert um Inocencio Hernández González
El Hierro hat den früheren Cabildo-Präsidenten Inocencio Hernández González verloren. Der Politiker aus Valverde starb im Alter von 79 Jahren. Er führte die Inselverwaltung von 1991 bis 1995 als erster sozialistischer Präsident und prägte die Politik der Insel. Zudem gehörte er für den PSOE dem kanarischen Parlament in der VII. Legislaturperiode von 2007 bis 2011 an.
Der PSOE auf El Hierro würdigte Hernández als wichtige Figur der jüngeren Inselgeschichte und verwies auf sein Engagement für soziale Gerechtigkeit und Gleichheit. Die Trauerfeier fand im Plenarsaal der Inselverwaltung statt, der Gottesdienst war für Sonntag um 17.00 Uhr angesetzt, anschließend sollte die Beisetzung auf dem Friedhof von Valverde folgen.
Drei Tage Trauer und Rückblick auf Hernández‘ Amtszeit
Die Inselverwaltung hat nach dem Tod von Inocencio Hernández drei Tage Trauer verhängt. Die Flaggen wehten auf Halbmast, um seine Verdienste zu ehren. Der PSOE erinnerte an seine Verbundenheit mit der Partei und beschrieb ihn als verlässlichen Weggefährten.
Während seiner Amtszeit wurden Projekte im Tourismus und in der Altenpflege angestoßen, außerdem entstand die Bewässerungsanlage im Valle de El Golfo. Zuletzt nahm Hernández 2025 an den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Inselverwaltung teil.






