Fuerteventura spricht über den gestoppten Windpark im Naturpark Jandía, neue Sportförderungen und einen Tierschutz-Meilenstein in Puerto del Rosario sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Windpark Costa Calma I im Naturpark Jandía gestoppt
Lola García begrüßte die Ablehnung des Windparks Costa Calma I. Die Inselverwaltung und die Gemeinde Pájara hatten das Projekt im Naturpark Jandía gestoppt und ihren Widerstand bereits im Juni 2023 an die Generaldirektion für Energie weitergeleitet.
Der Dienst für Raumordnung der Inselverwaltung unter Leitung von Nereida Calero informierte negativ, weil der Windpark im geschützten Gebiet liegen sollte und Zufahrtswege vorsah, die das Planungsverfahren ausdrücklich verbot. Auch Pájara lehnte ab. Stadtrat Alexis Alonso verwies auf die Unvereinbarkeit mit dem kommunalen Planungsrecht. Die Generaldirektion für Energie lehnte den Antrag für 18 MW ab.
Sportförderung für 2026 und 2027 ausgeschrieben
Die Inselverwaltung startete eine neue Ausschreibung für Sportförderungen. Erstmals lief die Vergabe über zwei Jahre und stellte mehr als 6 Millionen Euro für 2026 und 2027 bereit, darunter neue Linien für elektronische Ausrüstung und technische Studien.
Präsidentin Lola García erklärte, die Mittel sollten Sport und gesunde Lebensgewohnheiten auf Fuerteventura stärken. Sportdezernent Luis González sagte, die mehrjährigen Subventionen gäben Vereinen und Veranstaltern Planungssicherheit. Anträge konnten vom 23. März bis 14. April eingereicht werden. Adressiert wurden unter anderem Gemeinden, Clubs, Einzelathleten und Verbände mit Sitz auf der Insel.
Puerto del Rosario erreicht höchste spanische Tierschutz-Norm
Puerto del Rosario erhielt für sein kommunales Tierschutzzentrum die UNE 313001:2016-Zertifizierung. Die Prüfstelle AENOR kontrollierte das Zentrum, damit gehört es zu wenigen Einrichtungen in Spanien mit dieser höchsten Qualitätsnorm.
Bürgermeister David de Vera erklärte, die Gemeinde habe mit einem Jahresbudget von 360.000 Euro effizient gearbeitet und zugleich das CER-Verfahren für Katzenkolonien abgedeckt. Stadträtin Tacoremi Gutiérrez betonte den Einsatz von Personal und Freiwilligen. Die Norm verlangt unter anderem Gesundheitsprotokolle, emotionale Betreuung und digitale Rückverfolgbarkeit von der Aufnahme bis zur Adoption.
Sprachimmersion in Irland vorbereitet
Das Centro Insular de Juventud hielt die erste Informationsveranstaltung für das Sprachimmersion-Stipendienprogramm der Inselverwaltung ab. Ausgewählte Schülerinnen und Schüler trafen dort mit ihren Familien auf das Koordinationsteam und erhielten Details zum Ablauf.
Die Sitzung erklärte Vorbereitungsphase, Schulungen und einen vierwöchigen Aufenthalt in Irland mit Unterricht, Gastfamilien und kulturellen Aktivitäten. Präsidentin Lola García sagte, die Inselverwaltung öffne jungen Menschen Türen und ermögliche Rückkehr mit neuen Fähigkeiten. Adargoma Hernández, Bildungs- und Jugendbeauftragter der Inselverwaltung, nannte die Stipendien eine Chance für bessere Englischkenntnisse und internationale Erfahrung.
PP kündigt Zuschüsse und digitales Voting für Karneval an
Der Partido Popular in Puerto del Rosario kündigte einen Vorschlag für den Stadtrat an. Die Partei will Teilnehmer der achipencos und arretrancos im Karneval finanziell unterstützen und damit Beteiligung sowie den Aufwand der Gruppen anerkennen.
Der Partido Popular erklärte, Bau und Vorbereitung verursachten Material-, Transport- und Organisationskosten, deshalb solle die Stadt eine vorab gewährte und später nachgewiesene Unterstützung zahlen. Zudem schlug die Partei vor, die Abstimmung bei den arretrancos zu modernisieren und den Applaus durch digitale Verfahren wie QR-Code-Abstimmungen zu ersetzen, um Transparenz zu erhöhen.
Kanaren-Regierung beschreibt Tourismus trotz Krisen als stabil
Jéssica de León bezeichnete im autonomen Parlament die Kanarischen Inseln als sicheres Reiseziel. Die Tourismus- und Beschäftigungsministerin sagte, ihr Ressort habe zuletzt direkt mit Reiseveranstaltern gesprochen, um deren Einschätzungen zur internationalen Lage einzuholen.
De León erklärte, für Ostern werde ein Plus von 0,9 Prozent bei den geplanten Flugkapazitäten erwartet, zugleich bestehe Unsicherheit in den Herkunftsmärkten. Sie nannte steigende Treibstoffkosten, kürzere Aufenthalte von 9,3 auf etwa sieben Nächte und sinkende Ausgaben vor Ort als mögliche Folgen. Im Winter habe die Flugkapazität fast 2 Prozent zugelegt.





