La Palma meldet neue Freigaben in Puerto Naos, hält an einem geplanten Interuniversitätszentrum fest und erklärt den Masernausbruch für beendet. Weitere Themen bewegen die Insel.
Drei weitere Geschäftslokale in Puerto Naos freigegeben
Der Ausschuss des Insularen Notfallplans Peinpal hat drei neue Geschäftslokale in Puerto Naos genehmigt. Cabildo-Präsident Sergio Rodríguez leitete die Sitzung und verwies auf die laufende technische Arbeit sowie die tägliche Auswertung der CO2-Daten. Freigaben erfolgen nur unter sicheren Bedingungen.
Rodríguez nannte als Standorte die Calle Juana Tabares Nummer 1, das Gebäude Atlántico Playa in der Calle Mauricio Duque Camacho und das Gebäude Los Rombos im Barranco de Los Hombres. Zuvor waren bereits 994 Wohnungen in Puerto Naos und 51 in La Bombilla freigegeben worden.
Inselverwaltung hält an Interuniversitätszentrum fest
Die Inselverwaltung hält an ihren Plänen für ein internationales Interuniversitätszentrum auf La Palma fest. Die Inselrätin für Bildung, Susa Armas, erklärte, das Zentrum solle regulierte Ausbildung führender spanischer Universitäten anbieten und internationale Einrichtungen einbinden, gestützt auf die bereits vorhandenen wissenschaftlichen Institutionen.
Armas sagte, das Vorhaben schaffe Stipendien und Forschungsprojekte und eröffne ein bislang undenkbares Bildungsangebot. Sie reagierte damit auf Kritik aus dem lokalen Umfeld und betonte, das Zentrum bleibe öffentlich und bedeute keine Privatisierung, sondern solle Talente auf der Insel halten.
Masernausbruch auf den Kanaren beendet
Die Gesundheitsbehörde hat den Masernausbruch auf den Kanarischen Inseln mit 56 Betroffenen auf La Palma, Teneriffa und Gran Canaria beendet. Der Ausbruch war am 20. Oktober auf La Palma gemeldet worden, betroffen waren 22 Menschen auf La Palma, 30 auf Gran Canaria und vier auf Teneriffa.
Elf Erkrankte mussten im Krankenhaus behandelt werden, im Schnitt 4,8 Tage, Komplikationen wurden nicht gemeldet. Die Behörde erinnerte an die zweifache Impfung mit zwölf Monaten und drei Jahren und rief dazu auf, den Impfstatus von Kindern und nach 1978 Geborenen zu prüfen.
Aemet warnt vor Starkregen auf La Palma
Die staatliche Wetteragentur Aemet hat am Dienstag für La Palma eine Warnung der Stufe Orange wegen starker Regenfälle ausgegeben. Die Prognosen zeigten, dass in einer Stunde mehr als 30 Liter pro Quadratmeter fallen könnten, in zwölf Stunden auf La Palma sogar mehr als 120 Liter pro Quadratmeter.
Zusätzlich bestand auf mehreren Inseln der Kanarischen Inseln Gewittergefahr. Für La Gomera und El Hierro galt eine gelbe Warnung, während Lanzarote und Fuerteventura derzeit ohne Warnstufe blieben.
Drago La Palma kritisiert Kürzungen bei der Energiewende
Drago La Palma hat Kürzungen im Haushalt der Inselverwaltung für die Energiewende kritisiert. Die Sprecherin Sara Hernández erklärte, betroffen seien das Büro für Erneuerbare Energien der öffentlichen Gesellschaft SODEPAL, der Sociedad de Promoción y Desarrollo Económico y Social de La Palma, sowie die Initiative La Palma Renovable.
Drago bezifferte die Reduzierungen auf etwa 60 Prozent beim SODEPAL-Zentrum und rund 40 Prozent bei La Palma Renovable gegenüber dem Vorjahr. Zudem habe die Asamblea Ciudadana por la Energía trotz 150.000 Euro im Jahr 2024 nicht stattgefunden, nun werde das Budget auf 50.000 Euro gesenkt.
Grupo Popular fordert bessere Verbreitung des Ökotourismus-Katalogs
Der Grupo Popular im Cabildo Insular von La Palma hat eine bessere Information und Verbreitung des vorgestellten Ökotourismus-Katalogs gefordert. Die Sprecherin Nieves Hernández sagte, der Katalog mit 38 zertifizierten Erlebnissen sei nach der Präsentation weder auf der Website der Inselverwaltung noch in den wichtigsten offiziellen Tourismuskanälen verfügbar gewesen.
Hernández erklärte, derzeit lasse sich der Katalog nur über eine externe Plattform einsehen, was die Sichtbarkeit für Besucher und lokale Unternehmen einschränke. Die Fraktion verlangte Klarheit, wo das Angebot abrufbar sei und wie die Erlebnisse beworben würden.
Agua para La Palma zweifelt Mikroplastik-Studie zum Grundwasser an
Die Asociación Agua para La Palma und der Ingenieur Carlos Soler haben Ergebnisse einer Studie der Universität La Laguna angezweifelt, die Mikroplastik im Grundwasser auf La Palma und El Hierro nahelegte. Sie argumentierten, Proben seien an bereits kontaminierten Stellen entnommen worden, weshalb die Schlussfolgerungen des Berichts nicht belastbar seien.
Die Untersuchung war 2022 im EU-Projekt ARSINOE erfolgt und nannte Konzentrationen von bis zu 23 Partikeln pro Liter. Soler empfahl Proben direkt aus Quellen oder Galerien und kritisierte Entnahmestellen wie Kläranlagen und Bewässerungsbecken. Die Organisation vermutete zudem politische Motive zugunsten von Entsalzungsanlagen.
Partido Popular fordert Lösungen gegen Staus vor Schule in El Paso
Der Partido Popular in El Paso hat den täglichen Verkehrskollaps vor der örtlichen Schule kritisiert. Die Sprecherin Nayra Castro sagte, zahlreiche Anwohner berichteten von Staus und Problemen zu den Schulschlusszeiten, Vertreter der Partei hätten die Lage vor Ort überprüft und bestätigt.
Im Stadtrat fragte die Partei nach Maßnahmen, die Stadtregierung habe jedoch nur auf laufende Bauarbeiten verwiesen und keine Übergangslösungen genannt. Castro warf dem Rathaus fehlende Planung vor und kündigte an, weiter Verantwortung einzufordern, da die Sicherheit der Familien betroffen sei.
Santa Cruz de La Palma feiert Auftakt der Semana Santa 2026
Die Kirche San Francisco in Santa Cruz de La Palma hat am Montagabend den Auftakt der Semana Santa 2026 mit dem traditionellen Pregón gefeiert. Der Reverendo Óscar Luis Guerra Pérez, Pfarrer von San Francisco de Asís und Nuestra Señora del Pilar y Santiago Apóstol, hielt die Eröffnungsrede und betonte die Bedeutung der Bruderschaften.
Bürgermeister Asier Antona sagte, der Pregón verbinde die Stadt mit ihren Wurzeln und ihrer Geschichte. Kulturstadtrat Alberto Perdomo hob den kulturellen und emotionalen Wert der Semana Santa hervor und erklärte, die Stadtverwaltung arbeite daran, die Traditionen zu bewahren und zu verbreiten.
Tijarafe bietet Osterferien-Campusprogramm erneut an
Der Stadtrat von Tijarafe hat das Campus-Programm für die Osterwoche erneut gestartet. Es fand vom 30. März bis 1. April statt und bot kostenlose Plätze für Kinder von drei bis 13 Jahren. Die Anmeldung lief bis zum 26. März über die elektronische Plattform oder direkt im Rathaus.
Das Angebot wurde über den Plan Corresponsables der Kanarischen Regierung finanziert und sollte berufstätige Eltern während der Schulferien unterstützen. Das Programm lief im CEO Tijarafe von 7 bis 15 Uhr, weitere Auskünfte gab die Telefonnummer 922 490 003.






