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    La Palma Nachrichten 27. Juni 20264 Min. Lesedauer

    La Palma zeigt Solidarität: Termine verschoben für Venezuela

    Kanaren News La Palma News-Ticker

    La Palma hat aus Solidarität mit Venezuela Inseltermine verschoben, Fiestas angepasst und Hilfe zugesagt. Dazu kommen Meldungen aus Wissenschaft, Landwirtschaft und Kultur.

    La Palma verschiebt Inseltermine aus Solidarität mit Venezuela

    Die Inselverwaltung hat offizielle Veranstaltungen des Wochenendes verschoben, darunter die Eröffnung des neuen Auditorio Insular "Tomás Cabrera Martín". Cabildo-Präsident Sergio Rodríguez begründete dies mit der engen Verbindung zur "achten Insel": Geschichte, Migration und Rückkehr verbänden La Palma mit Venezuela. Neue Termine sollen bekanntgegeben werden, sobald eine angemessene Durchführung möglich ist.

    Los Llanos de Aridane passt Fiestas-Programm an Trauertage an

    Der Stadtrat von Los Llanos de Aridane hat das Wochenendprogramm der Fiestas de La Patrona de Nuestra Señora de Los Remedios geändert – als Reaktion auf drei offizielle Trauertage der Kanaren nach den Erdbeben in Venezuela. Die Romería Típica und der anschließende Tanz entfielen, das Folklorefestival der Agrupación Los Arrieros wurde verschoben. Die Subida de San Isidro Labrador fand als stille Prozession ohne Tracht statt, die Feria-Concurso Insular de Ganado ohne Musik. Sportliche Termine wie die Batalla de Aceró und der Wettbewerb im Viehziehen blieben bestehen.

    Inselverwaltung sagt Hilfe nach Erdbeben in Venezuela zu

    Die Inselregierung erklärte ihre Solidarität mit Venezuela und bot nach den zwei schweren Erdbeben Unterstützung an. In einem Beschlussdokument verwies sie auf die historische und emotionale Verbindung zwischen La Palma und Venezuela sowie auf Schäden und Opfer in Regionen wie La Guaira. Der Beschluss sollte im nächsten Plenum behandelt werden. Die Inselregierung würdigte die Rettungskräfte und sagte humanitäre sowie logistische Hilfe und die Begleitung betroffener Familien zu.

    Kanarenregierung bestätigt Tod ihrer Delegierten in Venezuela

    Die Kanarenregierung hat den Tod von Isabel Jara bestätigt. Die Delegierte der Kanaren in Venezuela war nach den Erdbeben als vermisst gemeldet worden. Regierungssprecher Alfonso Cabello teilte dies nach einer außerordentlichen Sitzung des Regierungsrats auf Teneriffa mit. Kanarenregierungspräsident Fernando Clavijo hatte zuvor erklärt, Jaras Wohngebäude in La Guaira sei eingestürzt. Die Regierung sprach den Angehörigen ihr Beileid aus.

    Spanische UME entsendet Rettungsteam nach Venezuela

    Das spanische Verteidigungsministerium hat Kräfte der Unidad Militar de Emergencias nach Venezuela verlegt. Ein Airbus A330 brachte 59 Soldaten, zwei Heeresingenieure und acht Rettungshunde ins Einsatzgebiet. Das Urban-Search-and-Rescue-Team sollte sofort mit der Suche nach Verschütteten beginnen. Berichten zufolge gab es 235 Tote, mehr als 4.300 Verletzte und 99 vermisste Spanier, darunter drei Todesopfer mit spanischer Staatsangehörigkeit.

    Venezuela meldet deutlich höhere Opferzahlen nach den Erdbeben

    Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez nannte am Freitag neue Zahlen: 589 Tote und 2.980 Verletzte. La Guaira sei als Katastrophengebiet ausgewiesen und militärisch gesichert worden, zudem habe es 214 Nachbeben gegeben. Straßen wurden geräumt, damit lokale und internationale Teams arbeiten können. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser werde organisiert, auch über das Programm "Vuelta a la Patria".

    Garafía bereitet Ecoluna 2026 am Roque de los Muchachos vor

    Der Stadtrat von Garafía hat die Vorbereitungen für den Weinwettbewerb "Ecoluna" abgeschlossen. Die siebte Ausgabe soll am 3. Juli 2026 im Besucherzentrum am Roque de los Muchachos auf mehr als 2.000 Metern Höhe stattfinden. Zugelassen sind ausschließlich Bio-Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung der Kanarischen Inseln; eine Jury von mehreren Inseln bewertet die Einreichungen. Bürgermeister José Ángel Sánchez hob die Bedeutung des Events für die Region hervor. Unterstützt wird es vom Institut für Qualität der Agrarlebensmittel der Kanaren (ICCA) und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft La Palma (SODEPAL).

    Kanarenforscher weisen Magnetfeld eines Exoplaneten indirekt nach

    Ein internationales Team unter Beteiligung des Instituto de Astrofísica de Canarias hat den bislang stärksten Beleg dafür vorgelegt, dass ein Planet die Aktivität seines Sterns messbar beeinflussen kann. Geleitet wurde die Studie vom Instituto de Astrofísica de Andalucía (IAA-CSIC). Die Forscher analysierten 16 Jahre Spektraldaten zum System GJ 436 und veröffentlichten die Ergebnisse in der Fachzeitschrift Science. Rafael Luque vom IAA-CSIC erklärte, der Planet GJ 436 b habe wiederkehrende Veränderungen in Licht und Energie des Sterns ausgelöst – wodurch sich erstmals die Magnetfeldstärke abschätzen ließ.

    Kanaren führen elektronische Registrierung für Düngemittel ein

    Die kanarische Landwirtschaftsbehörde hat neue Online-Verfahren für das Düngemittelregister REGFER freigeschaltet und standardisierte Formulare für Registrierung, Änderungen, Abmeldungen sowie die Akkreditierung von Beratern genehmigt. Landwirtschaftsminister Narvay Quintero erklärte, die elektronischen Kanäle erleichterten die Einhaltung staatlicher Vorgaben zur nachhaltigen Bodenernährung, bevor diese ab dem 1. Juli 2026 verpflichtend werden. Die Resolution erschien am 26. Juni im Boletín Oficial de Canarias; drei Verfahren wurden in der E-Verwaltung der Kanarenregierung eingerichtet.

    Erdbeben Wirtschaft
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