La Gomera beschäftigt sich mit der Kopplung des Stromnetzes mit Teneriffa, Kritik an der Vergabeplanung der Inselverwaltung, Solidarität mit Venezuela und weiteren Entwicklungen.
Stromnetze von La Gomera und Teneriffa erfolgreich synchronisiert
Endesa hat die Stromsysteme von Teneriffa und La Gomera erfolgreich gekoppelt. Die letzten Tests liefen am Montag und Dienstag; am Dienstag um 11.02 Uhr startete die Synchronisation im Testmodus. Danach arbeiteten beide Systeme synchron, sodass Red Eléctrica de España (REE) die dauerhafte Kopplung vorbereiten konnte. Das Unterwasserkabel und neue Infrastruktur wie die Umspannstation El Palmar sollen die Netzstabilität erhöhen und mehr Einspeisung erneuerbarer Energien auf La Gomera ermöglichen. Für die Station, die 15.610 Kunden versorgt, investierte e-distribución als Endesa-Tochter mehr als 8 Millionen Euro.
IxLG kritisiert fehlende Vergabeplanung im Cabildo
Iniciativa por La Gomera (IxLG) hat den Bericht der Audiencia de Cuentas de Canarias zur Auftragsvergabe auf La Gomera aufgegriffen. Guzmán Correa Marichal von IxLG erklärte, der Bericht vom 31. März 2026 bestätige die Kritik seiner Partei an mangelnder Planung in der Inselverwaltung. Demnach hatte außer dem Consejo Insular de Aguas keine Vergabestelle ihre Vertragsaktivitäten für 2023 geplant; auch für 2024 und 2025 fehlten Pläne auf Plattform und Transparenzportal. Correa Marichal forderte rasche Korrekturen und verwies auf Diskrepanzen zwischen geplanten und vergebenen Beträgen.
La Gomera bekundet Solidarität nach Erdbeben in Venezuela
Das Cabildo von La Gomera hat nach den Erdbeben in Venezuela Solidarität erklärt. Präsident Casimiro Curbelo sagte, die Institution stehe in ständigem Kontakt mit der Asociación Benéfico Cultural Isla de La Gomera, um mögliche Bedürfnisse der betroffenen Familien zu kennen und Unterstützung zu leisten. Am 29. Juni um 10.45 Uhr hielt die Inselverwaltung einen Moment des Schweigens ab und verlas eine Erklärung. Auch der PSOE auf La Gomera sprach den Betroffenen Beileid aus und verwies auf die engen Familienbindungen vieler Gomeros nach Venezuela.
Pride-Programm stärkt LGBTIQ+-Sichtbarkeit in Valle Gran Rey
Eine Kampagne hat die LGBTIQ+-Sichtbarkeit im öffentlichen Raum von Valle Gran Rey gestärkt. Am Donnerstag erschienen die Motive "La Gomera para todes" und "GomerArcoíris" an Bussen und im Taxigewerbe – eingebettet in das Pride-Programm 2026, das bis zum 22. Juli in mehreren Gemeinden lief. Finanziert wurde die Aktion von der Generaldirektion für Vielfalt der Regierung der Kanarischen Inseln und der Inselverwaltung. Unterstützt hatten auch die Gleichstellungsabteilung der Gemeinde Valle Gran Rey, Guaguas Gomera und die örtliche Taxi-Vereinigung.
Cabildo und Asociación Pluma verlesen Pride-Manifest in San Sebastián
Das Cabildo und die Asociación Pluma haben im Parque de la Torre del Conde ein institutionelles Treffen abgehalten. Das Manifest würdigte fünf Jahre Arbeit der Asociación Pluma und forderte sichere Räume, inselweite Betreuungsdienste sowie eine Verwaltung, die der LGBTIQ+-Realität gerecht wird. Alex Mercurio, ein Transformist von La Gomera, und der LGBTIQ+-Aktivist Charlie Marrero lasen den Text. Die Beteiligten betonten, Pride sei Erinnerung und kollektiver Kampf. Das Programm wird am Montag in Alajeró mit Kinderworkshops fortgesetzt.
Sommercamp El Cedro startet Umweltbildung im Nationalpark Garajonay
Der Cabildo von La Gomera hat das Sommerlager El Cedro gestartet. Präsident Casimiro Curbelo und Jugendrat Guillermo Medina trafen sich dazu mit Eltern und Erziehungsberechtigten. Das Camp lief vom 29. Juni bis 31. Juli im Nationalpark Garajonay und nahm mehr als 200 Jugendliche zwischen zehn und 15 Jahren auf. Das Programm verband Wandern, Ausflüge und Wassersport mit Workshops zu mariner Biodiversität, Strandreinigung und Naturorientierung. Angepasste Menüs berücksichtigten auch Zöliakie und Laktoseintoleranz.
XXII Festival Atlántico Sonoro beginnt in Vallehermoso
Das XXII Festival Atlántico Sonoro hat in Vallehermoso begonnen. Die kostenlose Veranstaltung lief bis Sonntag und nutzte vor allem die Plaza de la Constitución. Zur Eröffnung im Rathaus unterstrichen Bürgermeister Emiliano Coello Cabrera und Kulturbeauftragte Estrella del Carmen Morales Medina die Bedeutung des Festivals für das kulturelle Erbe. Am Samstag standen Workshops zum Silbo Gomero und zu traditioneller Percussion auf dem Programm; am Abend traten El Piquete Típico Cubano und die Orquesta Rokecán auf. Der Künstler Luigi Stinga zeigte am Mirador del Almendrillo eine Skulptur aus recyceltem Holz.
Kanarische Regierung digitalisiert REGFER-Verfahren für Düngemittel
Die kanarische Landwirtschaftsbehörde hat neue Standardmodelle für das Register REGFER beschlossen. Agrarminister Narvay Quintero erklärte, die elektronischen Kanäle gäben dem Sektor flexible Werkzeuge, um Vorgaben zur nachhaltigen Bodenernährung zu erfüllen, bevor dies ab dem 1. Juli 2026 verpflichtend werde. Eingerichtet wurden drei Online-Prozesse für Registrierung, Berater-Akkreditierung sowie Änderung oder Abmeldung. Grundlage bilden EU- und spanische Regeln zu Düngemittelprodukten. Informationen und Formulare stehen auf der Plattform der kanarischen Regierung bereit.
Kanarischer Gesundheitsdienst kündigt mobile Blutspenden an
Der Kanarische Gesundheitsdienst hat mobile Blutspendeeinheiten für die kommende Woche angekündigt. Die Direktion für Blutspende und Bluttherapie erklärte, regelmäßige Spenden blieben entscheidend, weil Blut nicht künstlich hergestellt werden könne und Kliniken es für Operationen, Krebstherapien, Transplantationen und Notfälle benötigten. Die Einsätze waren für Teneriffa und Gran Canaria geplant; feste Spendenstellen in Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria blieben geöffnet. Für La Gomera nannte die Mitteilung keine Termine – sie richtete sich an die Versorgung auf den Kanarischen Inseln insgesamt.








